Hauswirtschafterinnen haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Alle wissen, wie es nach dem Abschluss weitergeht

Mit viel Abstand, Mund-Nasen-Bedeckungen und in kleinen Gruppen fanden kürzlich die Abschlussprüfungen zur staatlich geprüften Hauswirtschafterin statt, aber »klar war immer, dass sie wegen der Corona-Pandemie nicht verschoben werden. Schließlich sind die hauswirtschaftlichen Berufe systemrelevant«, so Ausbildungsberaterin Maria Gille vom Amt für Landwirtschaft des Ortenaukreises.

»Denn was wären Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen oder Kindertagesstätten ohne hauswirtschaftliches Fachpersonal? Fachpersonal, das in Hygiene und Infektionsschutz geschult ist und auch in »normalen« Jahren unter Beachtung der entsprechenden Regeln arbeitet«, so Gille weiter. So sei es auch kein Wunder, dass alle elf jungen Frauen, die in diesem Jahr ihre Abschlussprüfung bestanden haben, bereits wissen, wie es nach ihrem Abschluss weitergeht.

»Ich bin froh, einen so gefragten Beruf zu haben; alle Türen stehen mir jetzt offen«, so eine der jungen Fachkräfte. »Schon vor den praktischen Prüfungen hatten wir Gewissheit: Die meisten werden von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen oder haben schon einen Vertrag mit einem neuen Arbeitgeber in der Tasche. Einige wollen aber auch eine der vielen Aufstiegsmöglichkeiten nutzen, die der Beruf bietet und sich weiterbilden zur Hauswirtschaftsmeisterin oder zur hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin.«

Gille, die als Vertreterin der zuständigen Stelle, dem Regierungspräsidium Tübingen, beim Amt für Landwirtschaft des Ortenaukreises für die Organisation und die Durchführung der Prüfungen verantwortlich ist, gratuliert zur Berufswahl und freut sich über die Ausbildungserfolge und guten Leistungen: »Die Berufe der Hauswirtschaft haben Zukunft. In der Altenhilfe, in Kindertagesstätten oder in Ganztagsschulen braucht unsere Gesellschaft mehr denn je qualifiziertes Fachpersonal, das in den Bereichen Versorgung, Betreuung und Verpflegung fit ist und personenorientiert, nachhaltig und ökologisch arbeitet.«

In der Ortenau stellen laut Gille 29 anerkannte Ausbildungsbetriebe Ausbildungsplätze in der Hauswirtschaft zur Verfügung, zusätzlich gebe es zur Vorbereitung auf die Berufsabschlussprüfung auch Angebote für Quereinsteigende, die sich mit Berufserfahrung oder nach der Elternzeit für einen neuen Beruf qualifizieren möchten.

Die Absolventinnen

Ihre Abschlussprüfung haben 2020 bestanden: Sarah Baumann-Wöhrle, Wolfach; Natalie Bloos, Neuried; Mira Buchert, Offenburg; Julia Dietz, Hausach; Sina Fischer, Kehl-Bodersweier; Sarah Kälble, Oberharmersbach; Vanessa Kuderer, Ohlsbach; Saskia Meyn, Lahr; Maren Roß, Rheinau; Annalena Schwarz, Nordrach und Jacqueline Strek, Neuried.

Jahrgangsbeste ist Jacqueline Strek mit der Gesamtnote 1,4; ihr Ausbildungsbetrieb ist das Seniorenzentrum Neuried. Sarah Kälble aus Oberharmersbach hat ihre Ausbildung beim Waldschulheim Höllhof in Gengenbach gemacht und kann sich über die Gesamtnote 1,5 freuen.

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