Logenplatz für die Storchen-Show

Die meisten Menschen schauen beim Ausruhen auf ihrem „Lieblingsbänkle“ aufs Handy. Wer auf dem Kanzleiplatz sitzt, schaut besser nach oben. Dort lässt sich beobachten, wie eine Storchenkolonie ihre Vorstellung von Stadtentwicklung verwirklicht.

Zugegeben: Der Kanzleiplatz an sich hat auch einiges zu bieten. Unter den großen Platanen lässt es sich selbst an heißen Tagen gut aushalten. Hier kann man durchatmen und dem aktuell eher ruhigen Treiben entschleunigt folgen. Wobei: Das eigentliche Spektakel spielt sich ein paar Meter höher ab.

Das Bauamt hat hier nichts zu melden

Wer auf einem der Bänkle sitzt und den Blick nach oben richtet, landet zwangsläufig mitten in der Zeller Storchenwelt. Ein Logenplatz für eines der unterhaltsamsten Schauspiele der Stadt! Denn rund um den Storchenturm hat sich in den vergangenen Jahren eine regelrechte Storchen-Favela entwickelt. Während Bauherren Formulare ausfüllen, Pläne einreichen und auf Genehmigungen warten, verfolgen die Zeller Störche eine etwas pragmatischere Strategie: bauen, einziehen, Nachwuchs großziehen, fertig. Nest an Nest wächst die gefiederte Siedlung in den Himmel. Abstandsflächen? Gestaltungssatzung? Denkmalschutz? Interessiert hier offenbar niemanden.

Bauboom in luftiger Höhe

Manchmal wirkt das Ganze wie ein Sanierungsgebiet kurz vor Ablauf einer Förderfrist. Überall wird angebaut, umgebaut und nachgebessert. Ständig fliegt einer mit neuem Baumaterial an. Kaum ist ein Nest fertig, scheint der Nachbar zu finden, dass auf sein eigenes durchaus noch was draufpassen würde.

 

Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.

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