Zell will schneller zu neuem Wohnraum kommen und aktiviert dafür den „Bauturbo“.
Ein Haus wächst ein Stück in den Garten hinein, das Dach wird steiler, die Grundfläche größer. Was früher oft an Vorschriften in Bebauungsplänen scheiterte, soll künftig ohne Einzelfallentscheidung sogar schneller gehen: Der Gemeinderat hat am Montag einstimmig den sogenannten „Bauturbo“ auf den Weg gebracht. Dahinter steckt eine gesetzliche Möglichkeit, Bauvorhaben im Innenbereich einfacher zu genehmigen.
Kern des Beschlusses sind größere Spielräume bei bestehenden Bebauungsplänen. So darf etwa die Traufhöhe steigen, um den Ausbau von Dachgeschossen zu einem vollwertigen Obergeschoss zu ermöglichen. Auch Baugrenzen können deutlich überschritten werden: Bis zu fünf Meter auf zwei Seiten sind möglich. Das schafft Platz für zusätzliche Räume.
Auch bei der Nutzung gibt es mehr Flexibilität. Die Grundflächenzahl – sie regelt, wie viel Fläche eines Grundstücks bebaut werden darf – kann von 0,4 auf bis zu 0,6 steigen. Insgesamt dürfen künftig bis zu 80 Prozent eines Grundstücks versiegelt werden. Dächer dürfen zudem um zehn Grad steiler oder flacher ausfallen, die Firsthöhe kann um bis zu einen Meter steigen. Eine wichtige Änderung betrifft die Nachbarschaft: Sie wird künftig nicht mehr beteiligt, sondern nur noch über genehmigte Bauvorhaben informiert. Das soll Verfahren weiter beschleunigen.
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