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Zell am Harmersbach | 13.11.2017

Nächste Zeller Fasend kann kommen

Traditionelle Martinisitzung verriet neues Umzugsmotto

Foto:
Clemens Halter überreichte Kleebad-Wirtin Barbara Heitzmann zum Dank für 60malige Gastgebung eine geschnitzte Maske. Foto: Dieter Petri
von Dieter Petri

Vergangenen Samstag am 11.11. zogen die Räte der Narrenzunft, begleitet von 15 Blasmusikern, zum Narrenbrunnen, wo eine Putzete stattfand und die kommende Fasend feierlich angekündigt wurde. Danach ging es zum Gasthof »Kleebad« zur traditionellen Martinisitzung der Zunft mit den Fasendgemeinschaften. Der Slogan »Kobold, Elfen, Drachengestalt, das findest du im Zeller Märchenwald« wird die Fasendgemeinschaften bei Gestaltung von Kostümen und Umzugswagen inspirieren.

Mit gereimten Worten stellte Zunftmeister Clemens Halter den Unentwegten, die trotz Dauerregen zum Narrenbrunnen gekommen waren, seine Zunft vor: »Ihr Lit do om Brunne, jetzt gucke rächt no, un schaue uns scheeni Kerli mol o. Frisch gwäscht, suuvers Häs un d’Schueh poliert, sin mir vor euch do ufmarschiert.«

Der Zunftmeister forderte die beiden neuen Narrenräte, Dietmar Fischer und Torsten Heizmann zum Säubern von Brunnen und Narrofiguren auf: »Denn schaut mer gnau hi: Es geht doch nit o, dass
on ‚re Schneck isch Grünspon dro. Au die Karte vum Narro konnsch kum noch erkenne, do g’häre die meiste mol g’wienert vun denne.«

Die beiden Räte Simon Haas und Philipp Schilli gaben Rechenschaft über ihre Suche nach einem ominösen Schneckenacker, der »Hüsle« für den Narro liefern sollte. Weder in Zell noch im Hambe fündig geworden. Dafür brachten sie eine andere Ernte mit: Sie verteilten an die Umstehenden leckere Schneckennudeln, um so das Warten auf die nächste Fasend zu versüßen.

Bevor es zum »Kleebad« weiterging, bedankte sich Halter bei den Musikern und Musikerinnen, die trotz Regenwetter das närrische Spektakel begleiteten. Denn ohne sie gleiche der Gang einem »Leichenzug mit Narrenrat«.

Rückblick auf Fasend 2017

Die Wirtsstube war dicht besetzt, als der närrische Stoßtrupp ankam. Zusammen mit den Narrenräten wurden 89 Häupter gezählt; unter ihnen auch Bürgermeister Günter Pfundstein. Nach der Totenehrung ließ Zunftschreiber Mathias Schwarz die letzte Fasend Revue passieren. Zusammen mit der Stadtkapelle hatte man die Bärenzunft von Oberharmersbach bei ihrem närrischen Jubiläum besucht. Auch am Landschaftstreffen in Triberg hatte man teilgenommen.

Dass der Umzug 2017 wieder ein voller Erfolg war, sei den rührigen Fasendgemeinschaften und den zahlreichen Narroträgern und nicht zuletzt den Musikkapellen zu verdanken. Die Ansage der Gruppen und Wagen hatte wiederum Ehrenzunftmeister Damm und Alt-Vize-Zunftmeister Manfred Lehmann übernommen. Auch beim Nachtumzug habe eine gute Stimmung geherrscht. Am Preis-Schnurren hätten sich 20 Schnurranten und beim Preismaskenball 19 Maskenträger beteiligt. Die Kinderfasend am Fasend-Zischdig sei von Roland Isenmann moderiert worden.

Aber auch nach der heißen Phase sei der Narrenrat nicht untätig gewesen. Man habe  sich zu mehreren Sitzungen getroffen und einige Tagungen zur Pflege des Brauchtums besucht. Man habe bei der Organisation des Schutz­engellaufs geholfen und bei der Weihnachtsfeier eines heimischen Großbetriebs bewirtet. Für die Schnurranten und Preismaskenträger sei eine Kneipen-Nacht gestaltet worden.
Beim Bericht von Säckelmeister Bernd Herrmann wurde deutlich, dass die Zunft ein Budget von über 60.000 Euro Einnahmen und Ausgaben zu verwalten hat. Bei den Einnahmen bringen die Beiträge von 1.500 Mitgliedern eine wichtige Unterstützung. Es wurden 3.000 neue Fasends-Fahnen angeschafft, die neben den son­stigen Utensilien wie Masken, Streckscheren, Bändelepapier etc. zum Verkauf bereit ­stehen. Olaf Krieg und Roland Isenmann hatten die Kasse ­geprüft und empfahlen eine Entlastung des Säckel­meisters. Diese wurde von der Versammlung einmütig erteilt.

Mit derselben Einmütigkeit gingen auch die Wahlen der Narrenräte über die Bühne. Sie bestätigten die bisherigen Mitglieder und Amtsträger. Als Leiter bei der Wahl des Zunftmeisters hatte sich Bürgermeister Günter Pfundstein zur Verfügung gestellt. Er nahm dies zum Anlass, den Zunfträten, Fasendgemeinschaften und Hästrägern zu danken, dass sie die stolze Zeller Tradition der Fasend hochhalten.

Vorschau auf Fasend 2018

Dass die Zeller Narrofiguren in der Schwäbischen-Alemannischen Fastnacht eine besondere Beachtung genießen, machte Vize-Zunftmeister Stefan Polap deutlich. Die Narren von Bad Waldsee haben die Zeller gebeten, beim Narrentreffen am 27./28. Januar auf der Bühne die einzelnen Figuren darzustellen und dem Publikum zu erläutern. Die Anmeldungen erfolgten bei Stefan Polap nach Ende der Sitzung.
Bereits am 20./21. Januar geht es zum Landschaftstreffen nach Gengenbach. Eine möglichst große Beteiligung der Zeller Narros wünscht sich Zunftmeister Halter am Fasendsmändig am Umzug in Wolfach. Schließlich würden die Wolfacher immer mit großem Aufgebot den Zeller Umzug bereichern.
Die Ausgabe der Fasend-Utensilien, wie Papier, Masken etc. erfolgt bereits kommenden Donnerstag, 16. November, 19.30 bis 20 Uhr und am Freitag, 24. November, ab 19.30 Uhr jeweils im Narrenkeller.
Zum Schluss gab es noch ein Jubiläum zu feiern. Es war bereits das 60. Mal, dass die Martinisitzung im gemütlichen Gasthof »Kleebad« stattfindet. Zunftmeister Halter dankte den Wirtsleuten Hans und Barbara Heitzmann für die freundliche Bewirtung mit einer geschnitzten Maske. Nicht zuletzt dankte er für die herzhafte Narrensuppe, welche die Wirtsleute alljährlich zusammen mit der Metzgerei Damm den Teilnehmern der Sitzung spendieren.

Halter dankte Florian Hiss von der Gemeinschaft »Insel« für das kreative Umzugsmotto »Kobold, Elfen, Drachengestalt, das findest du im Zeller Märchenwald«. Den Gemeinschaften wünschte er eine ideenreiche Umsetzung und allen eine »glückselige Fasend 2018«.

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Schlagworte:
Fasend, Narrenzunft Zell am Harmersbach

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