Viele Helfer, Vereine und Familien trugen dazu bei, dass die Feierlichkeiten anlässlich des „Herrgottstags“ zahlreiche Menschen zusammenführten.
Einmal mehr war das Fronleichnamsfest ein Beispiel für gelebte Gemeinschaft. Die Teilnahme der Gläubigen sowie der Traditions- und Kulturvereine an den religiösen Feierlichkeiten gab erneut ein beeindruckendes Zeugnis des Glaubens.
Traditionsvereine ziehen gemeinsam zur Kirche
Nicht nur die drei Böllerschüsse nach dem Angelus-Läuten um 6 Uhr in der Frühe hielten die gut 160 Jahre alte Oberharmersbacher Überlieferung hoch. Dem Festgottesdienst voran ging der gern gesehene Aufmarsch der Traditionsvereine. 124 uniformierte Musiker, Spielleute und Gewehrträger waren zur Fahnenparade vor dem Rathaus aufmarschiert, um sich anschließend mit klingendem Spiel zum gemeinsamen Einzug in das Gotteshaus zu formieren.
Den Festgottesdienst zelebrierte Pater Irenäus Wojtko. Chorleiterin Ulrike Neff hatte mit den über fünfzig Sängerinnen und Sängern des Katholischen Kirchenchores und des Gesangvereins „Frohsinn“ passende Chöre einstudiert. An der Orgel begleitete Organist Fridolin Jilg.
Kommunionkinder gestalten die Prozessionsstrecke
Viel Aufmerksamkeit und Lob fanden die entlang des Prozessionsweges ausgelegten Blumenteppiche und religiösen Ornamente, für die die Kommunionkinder, unterstützt von ihren Eltern und zahlreichen freiwilligen Helfern, tags zuvor gewerkelt hatten und die in den frühen Morgenstunden des Festtages nach ungezählten Stunden des Sammelns und Gestaltens passend platziert wurden.
Die Prozession zur Station bei der Brandenkopfschule führten rund drei Dutzend Trachtenträgerinnen und -träger der Trachtentanzgruppe und der Kindertrachtengruppe an. Fürbitten der Kommunionkinder ergänzten Lieder und Gesänge. Dem Segen folgte ein tadelloser Salut der Historischen Bürgerwehr, der gleichzeitig nach Gebeten und Liedvorträgen das Signal zur Rückkehr in die Pfarrkirche mit dem abschließenden Segen gab.
Dank für gelebte Tradition
Die Feierlichkeiten endeten offiziell nachmittags nach der Vesper mit dem Aufmarsch der uniformierten Vereine vor dem Pfarrhaus, um der Geistlichkeit die weltliche Reverenz zu erweisen. „Gerade junge Menschen, die Verantwortung übernehmen, führen die gelebte Tradition in die Zukunft“, lobte Pfarrer Bonaventura Gerner das Engagement in den angetretenen Vereinen und verwies besonders auf das Engagement des jungen Kommandanten der Historischen Bürgerwehr, Marc Herrmann. Der Dank des Priesters galt allen Teilnehmern des Festes, wie dies Pater Irenäus Wojtko vormittags am Ende des Festgottesdienstes ebenfalls herzlich zu erwähnen wusste. Der dreifache Salut und die musikalischen Grüße des Spielmanns- und Fanfarenzuges sowie der Miliz- und Trachtenkapelle deuteten das Ende des Festes an.





