Tourismus-Chefin Jill Löffler nahm den Gemeinderat am Montag mit auf eine Reise durchs vergangene Jahr. Minus bei den Übernachtungen, Plus bei den Ideen: Oberharmersbach hat touristisch noch Potenzial.
Zahlen können trocken sein. Müssen sie aber nicht. Als Jill Löffler in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ihren Jahresbericht zum Tourismus vorstellte, ging es zwar um Betten, Prozentzahlen und Herkunftsländer. Aber eben auch um Picknick und Bärlauch, leuchtende Kinderaugen und einen schüchternen Waldwichtel namens Hademar. Eine Stunde lang führte die Leiterin der Tourist-Information durch 2025 und warb ganz nebenbei dafür, sich von einer Zahl nicht gleich die Stimmung verderben zu lassen.
Blick auf die Zahlen
Fangen wir mit dem an, was sich zählen lässt. 2025 sind die Übernachtungszahlen zurückgegangen. Auch die Ankünfte liegen unter dem Vorjahr. Fünf Betriebe haben geschlossen, einer vorübergehend. Drei neue Ferienwohnungen kamen hinzu. Unterm Strich sind es nun 75 Betriebe mit 890 Betten. 2024 waren es noch 942 Schlafgelegenheiten.
Vor allem im Bereich „Hotel“ war der Rückgang zu spüren. 8.923 Übernachtungen wurden dort gezählt, insgesamt 10.535 weniger als im Jahr davor. Auch 2.382 Ankünfte fehlen in der Statistik. Bei den Ferienwohnungen sind es 2.010 Übernachtungen weniger. Hier sieht Löffler auch strukturelle Gründe: Viele vermarkten sich selbst, und das nicht immer optimal.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 3,8 Tagen. In Ferienwohnungen bleiben Gäste meist länger als im Hotel. Die Bettenauslastung beträgt rund 23 Prozent. Im Schwarzwald liegt der Schnitt bei 35 Prozent. Allerdings, so Löffler, verzerren Einzelbelegungen von Doppelzimmern und schwächere Auslastungen bei Ferienwohnungen das Bild.
82 Prozent der Gäste kommen aus Deutschland. Vor allem aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Beim Ausland dominieren europäische Nachbarn. An erster Stelle stehen Touristen aus den Niederlanden, gefolgt von denen aus Großbritannien und Frankreich.
Und dann sind da noch die Wohnmobilisten. 376 Übernachtungen wurden auf den wenigen vorhandenen offiziellen Stellplätzen gezählt. Nicht die Welt – aber auch kein Randthema mehr. Gemeinderat Clemens Armbruster hakte nach. Ob man da nicht mehr machen könne? Mehr Plätze wären aus seiner Sicht wünschenswert. Jill Löffler stimmte zu. Bürgermeister Richard Weith auch. Beim Reisemobil-Tourismus habe die Gemeinde noch Hausaufgaben. Anders gesagt: Da geht noch was.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.




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