Ob Erstbesucher, Wandergruppen oder Stammgäste: Viele Teilnehmer des Brennhislitags hatten ein gemeinsames Fazit. Sie lobten die herzliche Gastfreundschaft der Obstbrennerfamilien, die gute Organisation und die besondere Stimmung entlang der Wanderstrecken.
Der Brennhislitag lebt nicht nur von Edelbränden, regionalen Spezialitäten und der schönen Landschaft. Es sind auch die Menschen, die der Veranstaltung jedes Jahr ihren besonderen Charakter verleihen.
Schon früh am Morgen herrschte reges Treiben an der Hansjakob-Halle. Die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information berieten Wanderer, verteilten Kartenmaterial und halfen bei der Planung der passenden Route. Während manche Gäste die vorgeschlagenen Rundwege zwischen neun und 16 Kilometern wählten, ließen sich andere individuelle Touren zusammenstellen. Auch zahlreiche Mountainbiker nutzten den Feiertag, um die Obstbrennerhöfe auf zwei Rädern anzusteuern.
„Mir kumme vun ibberall her“
Zu den ersten Besuchern gehörte eine Freundesgruppe, die sich unter dem Motto „Mir kumme vun ibberall her“ zum gemeinsamen Wandertag verabredet hatte. Für die Wanderfreunde war es der erste Brennhislitag. Mit einem Startlikör stimmten sie sich auf ihre Tour ein und entschieden sich für die kürzere Runde, um möglichst viele Brennhisli besuchen zu können.
Regen konnte die Stimmung nicht trüben
Als sich am Nachmittag die angekündigten Regenwolken bemerkbar machten, waren die Brennerhöfe vorbereitet. Garagen wurden zu Bewirtungsräumen, Schirme aufgestellt und zusätzliche Sitzplätze geschaffen. Auf dem Birkhof bot ein großes Festzelt Schutz, während auf dem Boscherthof das Töpferstübchen kurzerhand zur Kaffeestube wurde. Der Regen sorgte sogar für noch mehr Geselligkeit. Die Gäste rückten enger zusammen, kamen miteinander ins Gespräch und genossen die besondere Atmosphäre auf den Höfen. Im Ruhlsbachschöpfle begeisterte Klaus Willmann unter anderem mit seinem Auftritt „Bauer sucht Frau“ die Gäste und sorgte für ausgelassene Stimmung.
Wiedersehen und neue Entdeckungen
Auf dem Birkhof hatte sich der „Happy Kadaver Club“ unter dem Holzpavillon niedergelassen. Seit rund 30 Jahren treffen sich die Mitglieder an Fronleichnam zum gemeinsamen Wandern. In diesem Jahr fiel ihre Wahl erstmals auf Nordrach. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von der Gastfreundschaft und der Vielfalt entlang der Strecke.
Auch auf dem Heidenbühlhof saßen Gäste aus der Schweiz, Offenburg und Karlsruhe zusammen. Viele von ihnen waren zum ersten Mal beim Brennhislitag dabei und zeigten sich begeistert von der Kombination aus Wandern, regionalem Genuss und herzlicher Atmosphäre.
Positive Bilanz der Gastgeber
Für die Obstbrennerfamilien endete der Feiertag mit vielen zufriedenen Gästen und positiven Rückmeldungen. Besonders erfreulich war die große Resonanz aus der gesamten Ortenau und darüber hinaus. Viele bekannte Gesichter nutzten den Feiertag für ein Wiedersehen entlang der Wanderstrecken. Für zahlreiche Gäste gehört der Brennhislitag an Fronleichnam längst fest zum Jahreskalender. Gleichzeitig fanden sich auch viele Erstbesucher ein, die durch Freunde oder Bekannte auf die Veranstaltung aufmerksam geworden waren. Mancher Vorrat war am Abend aufgebraucht, dafür blieb die Erkenntnis, dass der Brennhislitag längst weit über die Grenzen des Nordrachtals hinaus bekannt ist.
Die Mischung aus Naturerlebnis, Gastfreundschaft und gelebter Brenntradition macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus – und sorgt dafür, dass viele Besucher gerne wiederkommen.





