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Nordrach | 18.02.2026

Großartiger Fasentumzug mit mehr als 500 Aktiven

Foto:
Glashansele mit Nachwuchs. Foto: Herbert Vollmer
von Herbert Vollmer

Zum Glück legte der leichte Regen während des Umzugs eine Pause ein. Nordracher Fasentgemeinschaften hatten das Fasentmotto „Von Almhütte bis Reisfeldrand, in Nordrach feiern Bauern Hand in Hand“ wieder mit viel Witz und Kreativität umgesetzt.

Am Rosenmontag findet in Nordrach traditionell der Umzug statt, in diesem Jahr mit 20 teilnehmenden Gruppen. Trotz des windigen und nasskalten Wetters waren hunderte Besucher mit guter Laune gekommen. Zum Glück legte der leichte Regen während des Umzugs eine Pause ein und so wurden die närrischen Besucher auch mit einem großartigen Umzug und mehr als 500 Aktiven belohnt.

Narrenrat Rolf Stiewe moderierte den Umzug

Bereits ab 12 Uhr konnten sich die Narren vor der Hansjakob-Halle in Stimmung bringen. Ab 14 Uhr zogen sieben Nordracher Fasentgemeinschaften sowie zehn Gastgruppen vom Sportplatz zum Narrendorf an der Festhalle. Narrenrat Rolf Stiewe moderierte den Umzug und stellte die Umzugsgruppen vor.

Die Nordracher Fasentgemeinschaften hatten das Fasentmotto „Von Almhütte bis Reisfeldrand, in Nordrach feiern Bauern Hand in Hand“ wieder mit viel Witz und Kreativität umgesetzt.
Die Nordracher Narrenräte, die Nordracher Piratenkapelle unter der Leitung von Annette Tafler und die Nordracher Häsfigur, das „Glashansele“, führten den Umzug an.
Die legendäre Homberle Blech-Bänd, an der Spitze der Narrenzunft Steinach, sorgte gleich für Stimmung. Sie war auch Garant für hochklassige Unterhaltung in der Hansjakob-Halle.
Dann gleich ein echter Hingucker, die Ernsbacher Fasendgemeinschaft kam als Hanfbauern mit einem schön gestalteten Wagen und originellen Kostümen. Furchterregende Teufel aus St. Roman folgten ihnen.

Erstmals liefen beim Nordracher Umzug die „Minipäpers“ aus Zell mit, angeführt von Ober-Minipäper Georg „Schorsch“ Heitzmann. Sie sorgten auch im Stubenkeller und in der Hansjakob-Halle für beste Unterhaltung.

Furchterregend sahen die Hexen-Jäger aus Kinzigtal aus, denen es sicherlich gelingen wird, die bösen Geister des Winters zu vertreiben. Den krassen Gegensatz dazu bot „Nordrachs VIEH-mäßige Geschäftswelt“- s´Blaue Hus, Frische Markt Herbrik und Angelas Fußpflege- die als Kühe, Hühner und Honigbiene den Umzug farbenfroh aufmischten.
Grimmige Maske und schwarze Kleidung

Aus Hochemmingen, Stadtteil von Bad Dürrheim, kamen die „Schwarzwälder Glut-Wyber“ mit dem “Jauner“, der einst den Ort in Brand gesetzt hat. Furchteinflößend ihre grimmige Maske und die schwarze Kleidung, an der Flammen hochzusteigen schienen. Sogar Rinderzüchter aus Texas, dargestellt von den Nordracher „Fasentfegern“, waren gekommen und führten ein Rind mit sich, auf dem Kinder reiten durften.

Ein prächtiges Bild boten die Motorradfreunde in ihrer bunten Kleidung, die auf ihrem Umzugswagen eine riesige Vogelscheuche mitführten. Wieder ein Gegensatz dazu war die Narrenzunft Schlammhexen Kehl. Ihr Häs erinnert mit schlammbrauner Maske an die früheren Überschwemmungen.

Die Schar der teilnehmenden Unterharmersbacher war unübersehbar. Die Eckwaldpuper sind für ihre exzellente Guggenmusik bekannt, eine Bereicherung für jeden Umzug. Ihr schwarzer Umhang mit giftgrünen Akzenten sticht überall hervor. Ihnen folgten die Eckwaldhexen mit ihren schaurigen Masken.

Riesiger Kaktus diente als Karussell

Die Fasentgemeinschaft „Le-tscheck“ scheint eine Vorliebe für Amerika zu haben. Nach „Lucky Luke“ im Vorjahr stellten sie dieses Jahr mexikanische Kaktus-Bauern dar. Auf ihrem Wagen stand ein riesiger Kaktus, der als Karussell diente. In ihrer mexikanischen Kleidung, noch schöner als in Mexiko selbst, boten sie ein tolles Bild. Viva Letschecker!
Es folgte mit den Schnaig-Hexen aus Wittelbach eine weitere Hexengruppe.

Die Nordracher Fasentgemeinschaft „Die Untertäler“ hatte einen sehenswerten Umzugswagen dabei. Zum Motto „Bauer sucht Frau“ stand auf dem Wagen eine Kuh, an der vorrangig die weiblichen Zuschauer ihr Können beim Melken unter Beweis stellen durften.

Eine weitere Nordracher Fasentgruppe, „Die Niegschmeckten“ nahm erstmals am Umzug teil. Sie wohnen im Neubaugebiet Grafenberg und stellten „wilde Hühner“ dar. Die Gleggle Hexen Biberach bildeten das Umzugsende.

Fetzige Melodien sorgten für Stimmung

Die Guggenmusiken sorgten anschließend in der Hansjakob-Halle für Stimmung und versuchten, sich gegenseitig mit ihren fetzigen Melodien zu übertreffen. Das närrische Publikum hatte seine helle Freude daran und machte manche Schunkelrunde mit.

Für das leibliche Wohl der närrischen Gäste war auch bestens gesorgt, vor und in der Hansjakob-Halle, in der Kegelbahn sowie gegenüber im Stubenkeller.

Foto: Herbert Vollmer
Viva Letschecker! Die Fasentgemeinschaft Letscheck mit einem sehenswerten Riesenkaktus.
Foto: Herbert Vollmer
Die St. Roman Teufel sind gruselige Gestalten.
Foto: Herbert Vollmer
Furchterregend sehen die Hexen-Jäger aus Kinzigtal aus.
Foto: Herbert Vollmer
Die legendäre Homberle Blech-Bänd versprach hochklassige Unterhaltung.
Foto: Herbert Vollmer
Der Nordracher Zunftmeister Stefan Haas war trotz des nasskalten Wetters gut gelaunt.
Foto: Herbert Vollmer
Piratenkapelle und Glashansele, soweit das Auge reicht.
Foto: Herbert Vollmer
Die Hanfbauern aus dem Ernsbach.
Foto: Herbert Vollmer
Die Motorradfreunde mit ihrer riesigen Vogelscheuche.
Foto: Herbert Vollmer
Die Untertäler mit dem Übungsmelkstand auf dem Umzugswagen.
Foto: Herbert Vollmer
Foto: Herbert Vollmer
Nordrachs VIEH-mäßige Geschäftswelt.
Foto: Herbert Vollmer
Liebenswerte Rehe.
Foto: Herbert Vollmer
Die Niegschmeckte erstmals dabei als „wilde Hennen“.
Foto: Herbert Vollmer
Sie haben viel Freude an der Fasend.
Foto: Herbert Vollmer
Eckwaldhexen verbreiten Furcht und Schrecken.
Foto: Herbert Vollmer
Die Eckwaldpuper aus dem Hombe waren optisch und musikalisch klasse.
Foto: Herbert Vollmer
Kehler Schlammhexen brachten einen Käfig mit, in den sie sich selbst einsperrten.

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Schlagworte:
Fasend

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