Aufführung der „Deutschen Bauernmesse“ am Sonntag in der Pfarrkirche „St. Ulrich“. Wandererchor und Stubenmusik bildeten eine ideale Ergänzung.
Foto: Herbert Vollmer
Foto: Herbert Vollmer
Foto: Herbert VollmerMehrere hundert Gläubige aus Nordrach und den umliegenden Gemeinden besuchten am Sonntagmorgen die „Deutsche Bauernmesse“ in der Nordracher Pfarrkirche. Die Messe wurde vom Wandererchor aus Windschläg gesungen, musikalisch begleitet von der Nordracher Stubenmusik und Hans Lehmann an der Trompete. Pfarrer Bonaventura Gerner zelebrierte den festlichen Gottesdienst. Die Sternsinger spendeten zum letzten Mal ihren Segensgruß.
Ein prächtiges Bild
Der Altarraum in der Pfarrkirche Nordrach bot mit den weihnachtlich geschmückten Christbäumen ein prächtiges Bild. Die Deutsche Bauernmesse hat die Volksliedpflegerin Annette Thoma aus Liedern und Weisen des bayerisch-österreichischen Alpenlands zusammengestellt und mit neuen, selbstverfassten Texten versehen. Die erste Aufführung erfolgte am 29. Juni 1933 in Wildbad Kreuth.
Der Wandererchor aus Wind-schläg besteht aus elf Sängern, die von Peter Basler dirigiert werden. Sie sangen neun Lieder der „Deutschen Bauernmesse“, zumeist mit musikalischer Begleitung der Stubenmusik, die eine ideale Ergänzung bildete. Die Kirchenbesucher waren sichtlich ergriffen.
„Auf! Auf! In Gottes Nam“ sang der Wandererchor zu Beginn, musikalisch begleitet von der Stubenmusik. Es folgten „Gloria in excelsis Deo“, „Halleluja“ und dann der „Andachtsjodler“, wie immer sehr berührend.
Die weiteren Lieder waren „Wir glauben an dich, Gott und Herr“, „O Jesus, liebster Jesus mein“, „Heilig, heilig laut ertönet“, Wir genießen die himmlische Freude“, „Die frohe Botschaft“ und „Wie groß bis du“.
Alpenländische Melodien
Die Stubenmusik spielte dazu alpenländische Melodien, die ins Ohr gingen, auf ihren Saiteninstrumenten Zither, Hackbrett, Gitarre und Bass sowie Akkordeon. Bei einigen Musikstücken wirkte Hans Lehmann mit und blies virtuos auf dem Kornett.
Gott loben mit Musik und Gesang, das ist besonders eindrücklich und rührt an, lobte Pfarrer Gerner den Windschläger Wandererchor und die Nordracher Stubenmusik. In seiner Predigt sagte er, dass man nicht an der falschen Stelle anhalten dürfe. Die drei Könige hätten dies beachtet und hätten auf dem Heimweg einen anderen Weg genommen. Dies gelte auch für die Kirche. So vieles habe sich verändert, deshalb könne man nicht auf ausgetretenen Wegen weitergehen. Die Kirchenreform 2030 sei ein anderer Weg, mehr als nur eine Verwaltungsreform. Er könne verstehen, dass Veränderungen verunsichern, sie würden aber auch neue Chancen bieten.
Sternsinger sammelten Spenden
Vierzehn Buben und Mädchen hatten sich in diesem Jahr bereit erklärt, an mehreren Tagen von Haus zu Haus zu ziehen und Spenden für die Sternsingeraktion zugunsten der Kinder in Bangladesch zu sammeln. Sie nahmen am Gottesdienst in ihren prachtvollen Gewändern teil und spendeten am Ende des Gottesdienstes allen Gläubigen ihren Segensgruß. Pfarrer Gerner dankte den Sternsingern für ihren Dienst, ebenso dem Organisationsteam.
Die Kirchenbesucher belohnten den Wandererchor und die Stubenmusik mit einem kräftigen, langanhaltenden Beifall. Die Sänger und Musiker gaben danach noch jeweils zwei Zugaben. Mit dem letzten Lied „Sonntagmorgen in den Bergen“ dankte der Wandererchor besonders den Mitgliedern der Stubenmusik für die so stimmige, musikalische Begleitung.
Die Sternsinger
Annabell Apfel, Carla Bächle, Henry Bächle, Ronja Bildstein, Manuel Bohnert, Bastian Franze, Emely Pietras, Anne Schwarz, Rosa Scholl, Fin Schwarz, Liana Schwendemann, Anne Vollmer, Noah Vollmer, Elise Zimmerer.
Organisation: Johanna Hübel, Maria Schwarz, Simone Zimmerer.
Fahrer: Luitgard Bieser, Bastian Franze, Tina Huber, Carina und Wolfgang Schwarz, Nicole Vollmer.





