Am Sonntag, 27. Juli, feiern die Gemeinden Niedernai und Nordrach den 25. Jahrestag ihrer Partnerschaft mit vielen kleinen Begegnungen in Nordrach.
Am 14. Mai 2000 besiegelten die Gemeinden Nordrach und Niedernai / Elsass ihre Partnerschaft. Nordrachs damaliger Bürgermeister Herbert Vollmer sprach von einem „historischen Tag“.
Im Herbst 1997 nahmen die beiden Gemeinden erstmals Kontakt zueinander auf. Ein erster Besuch einer Delegation im designierten Partnerdorf fruchtete sofort: Man traf auf aufgeschlossene und sympathische Menschen, die sich sofort kooperativ und begeistert zeigten. In den folgenden drei Jahren wurden die Kontakte stets intensiviert, erste Feste gemeinsam gefeiert und Freundschaften geschlossen. So trafen sich am 14. Mai 2000 beim „Partnerschaftsfest“ in Nordrach nicht nur Franzosen und Deutsche oder einfach die Bürger zweier Gemeinden – sondern Freunde und gute Bekannte, die sich einander kaum mehr vorstellen mussten.
Tatsächlich wird die Partnerschaft seither nicht durch offizielle Termine, sondern viel mehr von der Bevölkerung getragen. Immer wieder reisen beispielsweise Niedernaier zu Veranstaltungen in Nordrach privat und ohne große vorherige Organisation an. Entscheidend dafür sind neben den kulturellen Angeboten Nordrachs die entstandenen Bindungen zu Personen und Vereinen zwischen den Gemeinden.
Einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Partnerschaft leisteten auch die beiden Grundschulen. Deren Schüler schrieben viele Jahre Briefe an ihre Altersgenossen in der Partnergemeinde, lernten deren Sprache und man besuchte sich gegenseitig.
Aktuell werden die entstandenen Kontakte und Freundschaften in gemeinsamen Aktionen, wie zum Beispiel den Partnerschaftswanderungen gepflegt.
Offiziell besiegelte man vor 25 Jahren die „Verbrüderung“ der Gemeinden Nordrach und Niedernai bei zwei Feierlichkeiten im Mai (Nordrach) und September (Niedernai) 2000. An beiden Feiern nahmen zahlreiche Vereine und Bürger des jeweils anderen Ortes teil. In ihren Ansprachen betonten die beiden Bürgermeister unisono, man habe den idealen Partner gefunden. Nordrachs damaliger Bürgermeister Herbert Vollmer sprach von einem „historischen Tag für alle Anwesenden“ und endete mit dem Ausruf „Vive la commune de Niedernai“; sein Kollege Claude Ruscher sprach im Besonderen von der „äußerst positiven Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg“.
Auch das Deutsch-Französische Freundschaftsfest am Sonntag soll von vielen kleinen und schönen Begegnungen geprägt sein und der Freude am Zusammensein. Um 14.00 Uhr wird es kurze Ansprachen unter dem Festbaum vor der Kirche geben, um die Bedeutung dieser Freundschaft zu betonen, die nun schon seit einem viertel Jahrhundert besteht. Wie bei jeder Partnerschaft kann man mit stolz auf 25 gemeinsame Jahre zurückblicken, stolz auf die vielen gemeinsamen Aktionen aber auch in dem Bewusstsein, dass es eine stetige Herausforderung ist, das Freundschaftsband mit Leben zu füllen.
Bei gutem Wetter wird anschließend im Bürgerpark gefeiert, bei ungünstiger Wetterlage in der Hansjakob-Halle. Es gibt feinen Kaffee und Kuchen von den Nordracher Landfrauen und um 15.00 Uhr entführt die „Wilde Elfriede“ interessierte Gäste zu einer ganz besonderen Kirchenführung. Weiterhin organisiert das DRK Nordrach Spiele für die Kinder. Kulinarisch werden die Gäste von NorDi´s Essbar bestens versorgt. Mit diesem bunten Programm kann man sich über viele freundschaftliche Begegnungen der Bürger beider Gemeinden freuen.
Bereits am Vormittag findet ein Ereignis statt, das noch viel tiefer in die Vergangenheit reicht. Auf dem Nordracher Friedhof waren zahlreiche französische Bürger begraben. Diese Gräber wurden nun aufgelöst, die Gebeine umgebettet und am Sonntag, 27.07.2025, um 10.30 Uhr wird nun in einer offiziellen Zeremonie ein Gedenkstein auf dem Nordracher Friedhof eingeweiht. Der Gedenkstein unterstreicht die Notwendigkeit, die Geschichte hinter den Verstorbenen wertschätzend zu erhalten. Mit dabei eine Abordnung der Deutsch-französischen Brigade, Gaël de Maisonneuve (Französischer Generalkonsul), Pierre Caudrelier (Honorar-Generaldelegierter von Le Souvenir Français in Deutschland) sowie Abordnungen der Freiwillige Feuerwehr, der Kameradschaft ehemaliger Soldaten, der Trachtenkapelle und Gäste aus Niedernai und aus Nordrach.





