Erste Sitzung des Ortschaftsrats Unterentersbach im Jahr 2026. Dabei wurden die Traditionen, Bräuche und Feste im Dorf in den Blickpunkt gerückt.
Am Mittwochabend traf sich der Ortschaftsrat zu seiner ersten Sitzung im Jahr 2026. Der Themenbereich „Traditionen erhalten und fördern“ soll besonders im Fokus stehen.
Unterentersbach wächst
Zur Statistik informierte Ortsvorsteher Christian Dumin, dass Stand 31.12.2025 insgesamt 873 Personen ihren Hauptwohnsitz in Unterentersbach gehabt haben (2024: 857 Personen). 431 Personen waren männlich; 442 Personen weiblich.
Das Dorfgemeinschaftshaus wurde 18 Mal vermietet (2024: 18). Es gab sechs Vereinsfeste, zwei Veranstaltungen im Hof, neun sonstige Veranstaltungen und eine Wahl mit der Stadt als Veranstalter.
Die Gehrmatthütte wurde 48 Mal vermietet (2024: 45).
Rückblick auf 2025
„Vieles wurde gemeinsam erreicht“, sagte Ortsvorsteher Dumin. Über allem steht die 925-Jahr Feier: „Es waren einzigartige Feierlichkeiten, die weit über Unterentersbach hinaus bekannt wurden“, erklärte er. Am 28. Dezember gab es ein Helferfest für alle Betreiber; außerdem gab es einen Abschlusstermin für die Öffentlichkeit, bei dem der Jubiläumsfilm gezeigt wurde.
Es wurde etwas Nachhaltiges geschaffen, betonte Dumin: „Unterentersbach hat ein neues Logo, eine Sitzbank am Dorfbach, einen historischen Film über den Ort und einen Film vom Festtag selbst. „Das Fest war ein Erfolg der ganzen Dorfgemeinschaft“, sagte er abschließend.
Im Februar 2025 wurde die Sanierung und Neugestaltung der Dorfstraße abgeschlossen. Im Mai gab es dazu eine Einweihungsfeier.
Das Thema Abwasser wurde in Stöcken zu einem Mammutprojekt: „Die Abwassergemeinschaft hat über 4.000 Stunden Arbeit in Eigenleistung erbracht“, machte Dumin deutlich. Es fehlen noch Einzelheiten bis zum Abschluss.
Im Frühjahr 2025 wurde die Umgestaltung des Spielplatzes auf der Gehrmatt fertig gestellt. „Der Spielplatz wird sehr gut angenommen“, berichtete der Ortsvorsteher.
Der in 2025 eingerichtete WhatsApp-Kanal mit Informationen zum Ort wird gut angenommen (350 Abonnenten).
Abschließend sprach Ortsvorsteher Dumin seinen Dank aus an das Bauamt, den Betriebshof, das Ratsgremium und das Tourismusbüro – es sei viel los gewesen und die Zusammenarbeit klappt gut.
Ausblick auf 2026
Für die Sanierung der Brücke bei Schwarz/Weber ist die Entwurfsplanung verabschiedet. Zurzeit werden die Förderanträge eingereicht. Wenn die Förderzusagen da sind, wird mit einer Realisierung für 2027 gerechnet.
Der Gewässerpflegeplan soll in 2026 mit ersten Maßnahmen umgesetzt werden. Der Plan gilt für die nächsten Jahre. Bei den Hochwasserschutzmaßnahmen am Dorfbach gibt es zurzeit Probleme mit dem Planungsbüro, bedauerte Dumin. Wann es hier weitergeht, ist momentan unklar.
Die Jagdpachtvergabe zum 1. April ist in Vorbereitung. Mit dem Musikverein werden zurzeit Ideen entwickelt, wie das Problem Proberaum gelöst werden kann. Die Sanierung der Zeller Straße wird zeitlich verschoben.
Traditionen, Bräuche und Feste erhalten und fördern
Ortschaftsrätin Martina Wisser hat dieses Thema ausgearbeitet. Neuzugezogene Bürger von Unterentersbach kennen diese Bräuche nicht und nicht alle lesen eine Zeitung. Diese Bürger zu informieren, die Jugend und die Vereine zu sensibilisieren und einzubinden ist wichtig, um die Bräuche zu erhalten, machte Wisser deutlich.
Folgende Traditionen stellte sie vor und nannte auch die Organisation dazu: Peterlistag, Fasendausrufen, Unterentersbach Abend an der Fasend, Maibaumstellen (die Feuerwehr gibt es nicht mehr, die bisher den Maibaum aufgestellt hat), Kilwi, Sankt Martinsumzug des Kindergartens, Besuch des Nikolaus, Besuch des Christkinds.
Außerdem veranstalten die Vereine die Dorfmeisterschaft Hobbykicker, das Klaus-Treffen am 6 Dezember, das Nikolauskonzert des Musikvereins und den Adventshock am 3. Adventssonntag.
Neue Einflüsse wir Halloween machen auch vor Unterentersbach nicht halt. Kinder sind unterwegs, klingeln an Haustüren und sagen einen Spruch auf, um Süßigkeiten zu erhalten. Wie man damit umgehen soll, wurde ausführlich diskutiert.





