Das Rathaus wurde kurzfristig in eine Arztpraxis umgewandelt: „Hier werden sie geholfen!“ Auch die neue Ortsvorsteherin Matilda Schmidt wurde mit dem Fasentvirus infiziert.
Fasentfieber und Herzschmerz? Das alles ist seit dem Schmutzigen Donnerstag kein Problem mehr, denn mitten im Ort – genauer gesagt im Rathaus – hat die „Arztpraxis Biberach“ eröffnet. Von Personalmangel keine Spur und um Oberdoktor Jonas Breig war eine wahre Ärzteschwemme zu beobachten.
Frohsinn pur und eine Narren-Humor-Kur
Und wie in jeder richtigen Arztpraxis waren ruckzuck alle Plätze im Wartezimmer besetzt. „Liebe Narrenräte, Hexen, Bergwerksgeister und Biber – ich seh’s euch schon an, ihr alle habt Fasentfieber!“, begrüßte der ärztliche Leiter die närrischen Patienten.
Doch außer Fasentfieber und Herzschmerzen gibt es da noch ein anderes Problem. „Die Liebe zur Fasent trag ich im Herze, doch bim Onblick unserer Finanze bekomm ich große Schmerze“, bekannte Jonas Breig. Da hilft nur ein Therapieplan: „Statt Defizit verschreib ich Frohsinn pur, statt roten Zahlen, eine Narren-Humor-Kur!“
Narren übernehmen die Gemeindekass‘
Oberzunftmeister Marco Schlieter lenkte den Blick auf die Personalveränderungen in der Rathaus-Praxis. Der neue Kämmerer Dennis Trenkle hat das Erbe von Nicolas Isenmann angetreten. Dem versprach der OZM spontan: „Um die Finanze musch dich die nächsten Tage nit sorge, ich werde mir nachher den Rathausschlüssel borge. Ab heute übernehmen die Narre die Gemeindekass, wahrscheinlich hän mir damit de größere Spaß.“
Ins Personalkarussell hat sich auch Ortsvorsteher Klaus Beck gesetzt. „Die Narrenzunft bleibt ihm dankbar verbunde, verlebte mit ihm an der Fasent viele gesellige Stunden“, lobte der Oberzunftmeister um gleich anschließend seiner Nachfolgerin Matilda ins Fasentgewissen zu reden: „Matilda Schmidt so heißt die Neue, scheinbar tät sie die Fasent scheue. Neu im Amt und gleich beim Hexe- und Biberball fehle, des sich verkehrt, liebe Matilda, jetzt kriegsch du mol ebbis erklärt. Du konnsch nicht einfach sage, des isch nit mein Ding, Bürgernähe steht bestimmt auch in der Gemeindeverordnung drin!“ Dann wurde sie mit einem Hut mit allen Fasentterminen ausstaffiert. Für nächstes Jahr haben ihr die Zunftoberen dann einen richtigen Narrenhut versprochen.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





