Die originelle Biberacher Häsgruppe feiert ihr 55-jähriges Narrenjubiläum. Marlene Herrmann und Bernd Neumann sind zwei Biber der ersten Stunde.
Die Häsgruppe der Biber gibt gemeinsam mit den Reiherhexen und den Bergwerksgeistern der Biberacher Narrenzunft sein Gesicht. Im Jahr 1970 wurde der erste Biber der Öffentlichkeit vorgestellt. 1971 wurde die Häsgruppe gegründet. Am morgigen Schmutzigen können die Biber beim Biberball ihr 55-jähriges Narrenjubiläum feiern.
Biber erfreuen sich großer Beliebtheit
Die Biber erfreuen sich großer Beliebtheit im Dorf. Aus kleinsten Anfängen ist eine stolze Häsgruppe mit heute über 140 aktiven und passiven Mitgliedern geworden. Die Idee zur Gründung des Bibers hatte Friseurmeister Willi Schmider. Beim damaligen Narrenpräsidenten Otto Herrmann hat er mit seinem Vorschlag offene Türen eingerannt. Sein Bruder Peter Herrmann, der vor vier Jahren verstorben ist, und seine Schwägerin Marlene haben bei der Gestaltung der Narrenfigur mitgewirkt. Die Maske der Biber stammt bis heute aus der Holzbildhauerei Lang in Elzach.
Ursprünglich waren die Biber eine lose Gruppe. Der erste gewählte Oberbiber war Bernd Neumann. Ihm folgten Jürgen Lauterborn, Jörg Ricken, Michael Großmann, Marco Schlieter und Andreas Schmider. Seit einigen Jahren stehen Evi Lehmann und Michael Weng zu zweit als Oberbiber an der Spitze der Häsgruppe.
Von den Gründungsbibern sind heute noch Marlene Herrmann und Bernd Neumann aktiv. Marlene Herrmann wurde für ihre jahrzehntelanges Wirken vom Verband Oberrheinischer Narrenzünfte bereits mit dem Orden „E‘ halb‘s Lebe“ ausgezeichnet.
Die Biber sind eine starke Mannschaft
„Unser Häsgruppe umfasst heute vier Generationen“, sind die beiden amtierenden Oberbiber Evi Lehmann und Michael Weng mächtig stolz. Spätestens in den Tagen vor dem Schmutzigen Donnerstag und dem Fasendsamstag kommen alle nach Biberach zurück, um gemeinsam Fasend zu feiern.
„Wir Biber leben Biberach“, schwärmt Oberbiber Evi Lehmann. Auch unterm Jahr sind die Biber in der Gemeinde aktiv. Früher wurden Bengelwanderungen und Hüttenabende durchgeführt und die Biber haben bei den Fußballdorfmeisterschaften teilgenommen. Heute sind die Biber unter anderem an einem Stand beim Ostermarkt und beim Weihnachtsmarkt anzutreffen.
„Wir sind eine gute Mannschaft. Am morgigen Biberball treten wir in unseren alten Trikots auf“, verraten die beiden Oberbiber und erklären das Motto des Abends: „Ob kegeln, kicken oder Purzelbaum – die Biber erfüllen jeden Sportlertraum.“
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





