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Zell am Harmersbach | 3.02.2020

Kräftiger Dauerregen sorgt für überflutete Keller

Feuerwehr mit allen Kräften im Einsatz – Erste Alarmierung um 3.30 Uhr in der Früh

Foto:
Die Feuerwehr Zell bei einem Starkregen-Einsatz im Stadtgebiet. Der Gemeinderat hat nun die Ersatzbeschaffung eines neuen Einsatzleitwagens beschlossen. Foto: Susanne Vollrath
von Susanne Vollrath

Starke Regenfälle sorgen heute für einen Dauereinsatz der Rettungskräfte im gesamten Ortenaukreis. In Zell wurde die Feuerwehr zu 13 Einsatzstellen ge­rufen (Stand: 3. Februar, 11.15 Uhr). 32 Kräfte der Feuerwehr sind hier mit neun Fahrzeugen im Einsatz. Dazu kommt technische und personelle Unterstützung vom THW, zu dem dank des Austauschs im gemeinsamen Führungsstab enger Kontakt besteht.

Durch den anhaltenden Niederschlag von fast 100 Litern je Quadratmeter in den letzten 48 Stunden ist der Harmersbach, wie hier bei Unterharmersbach, weit über die Ufer getreten.
Foto: Susanne Vollrath
Dank enger Zusammenarbeit war das THW mit Personal und Technik zur Unterstützung da.
Foto: Susanne Vollrath
Schulweg gesperrt. Zwischen Bahn, Bach und Grundschule baden die Enten.

Der ergiebige Dauerregen hat aktuell zur Folge, dass zahlreiche Keller voll Wasser gelaufen sind. Vom Gasthaus Adler bis zum Schwendemann-Friseur ziehen sich die Einsatzstellen durchs Zeller Städtle.

Der erste Notruf ging gegen 3.30 Uhr ein: Massiver Wassereinbruch in den Keller der Metzgerei Wagner. „Ab 7 Uhr ging dann ein Anruf nach dem anderen ein“, berichtet der Gesamtkommandant der Zeller Feuerwehr Philipp Schilli. Alle drei Einsatzeinheiten der Feuerwehr Zell wurden zur Hilfeleistung geschickt, zusätzlich der THW-Ortsverein Biberach als Unterstützung angefordert. Im Zeller Feuerwehrgerätehaus ist das Lagezentrum eingerichtet.

Die nächstgelegene Wetterstation (Oberharmersbach) meldet Niederschlag von 76 Litern pro Quadratmeter in den letzten 24 Stunden. Auch am vorherigen Tag hat es schon ordentlich geregnet. Der Niederschlag der letzten 48 Stunden summiert sich auf 96 Litern pro Quadratmeter.

Die Lage

Bis 11.15 Uhr konnten nach Auskunft der Feuerwehrführung acht der 13 Einsatzstellen abgearbeitet werden. Bei vier waren die Helfer um die Mittagszeit noch im Einsatz, eine weitere Einsatzstelle war noch offen.

Aus Sicherheitsgründen wurden am Vormittag die Fußwege entlang des Harmersbachs durch den Bauhof gesperrt. Das Gewässer ist im Bereich Grundschule Unterharmersbach sowie Steinrücken über die Ufer getreten. Der höchste Pegel im Bach wurde heute um 8.45 Uhr mit 1,30 Metern gemessen. Seit dem sinkt er wieder.

Relativ entspannt ist die Lage am Unterentersbacher Dorfbach. Dort zeigen die Maßnahmen Wirkung. Durch das erfolgte Ausbaggern des Bachbetts hat das Wasser mehr Platz. Außerdem sind die Stellfallen gezogen, damit der Regen schnell abfließen kann. Stand Montagmittag hatte die Feuerwehr in Unterentersbach keine Einsatzstelle.

Der Wasserstand der Kinzig bei Biberach steigt seit Sonntag kontinuierlich von 1,41 Meter auf 3,67 Meter (Messwert: 3. Februar, 12.00 Uhr), wobei die Hochwasservorhersagezentrale davon ausgeht, dass das Hoch wahrscheinlich erreicht ist.

Das sagen die Meteorologen

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert bis Dienstagmittag im Schwarzwald Dauerregen mit 60 bis 90, in Staulagen um 100 Liter pro Quadratmeter, im Nordschwarzwald sogar Unwetter mit Mengen um 120, lokal wahrscheinlich um 150 Liter pro Quadratmeter. In der Nacht zum Dienstag sind von Süden zunehmend Sturmböen, gebietsweise schwere Sturmböen bis 100 km/h, im Bergland generell orkanartige Böen um 110 km/h, im hohen Schwarzwald um 120 km/h, exponiert bis 140 km/h zu erwarten. Windabschwächung im Laufe des Dienstagvormittags, dann noch starke bis stürmische Böen um 60 km/h.

In der zweiten Hälfte der Nacht zum Dienstag kann die Schneefallgrenze auf etwa 600 m abfallen.

Verantwortlich für die Wetterlage ist eine nahezu ortsfeste Luftmassengrenze, die bis zum Dienstag über Baden-Württemberg liegt und viel Regen mit sich bringt. Am Dienstag dreht dann die Strömung mit Durchgang einer markanten Kaltfront und macht den Weg frei für kühlere Luft aus dem Norden.

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