Wer in Oberharmersbach unternehmerisch wachsen will, stieß bislang schnell an die Grenzen der engen Tallage. In der jüngsten Sitzung machte der Gemeinderat den Weg frei für ein neues Gewerbegebiet.
Mit dem Aufstellungsbeschluss für das Gewerbegebiet „Wittum“ rückt neue Gewerbefläche in greifbare Nähe. Das Herzstück des Projekts ist eine Kooperation: Fünf Unternehmer – vier davon direkt aus dem Ort – haben sich zusammengetan, um das mehr als 12.000 Quadratmeter große Areal entlang der Talstraße zu entwickeln. Sie übernehmen die Planungs- und Erschließungskosten. Ein starkes Bekenntnis zum Standort Oberharmersbach, das Bürgermeister Richard Weith sichtlich freute. Er sprach von einer „glücklichen Fügung“, dass die Pfarrpfründestiftung der Erzdiözese als Eigentümerin den Weg durch den Verkauf der Flächen überhaupt erst frei gemacht hat. „Die Gewerbefläche wird dringend gebraucht“, wurde in der Sitzung deutlich, um die wirtschaftliche Entwicklung im Tal zu sichern.
Der Kampf gegen das Wasser
Bevor jedoch die ersten Bagger rollen können, mussten die Experten ran. Zahlreiche Fachgutachten – vom Artenschutz über den Lärmschutz bis hin zur Geotechnik – liegen bereits vor und wurden in den Planentwurf eingearbeitet. Ein Knackpunkt bleibt das Element Wasser. Aufgrund des Grundwasserstands und der Vorgaben zum Hochwasserschutz (HQ 100) muss der Verlust von 600 Kubikmetern Retentionsvolumen ausgeglichen werden. Indem die Böschung am Harmersbach neu modelliert und erhöht wird, soll Platz für Starkregen-Wasser geschaffen werden.
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