Vor zehn Jahren wurde die „Ferienlandschaft Mittlerer Schwarzwald“ ins Leben gerufen. Ihr gehören die fünf Gemeinden Gengenbach, Zell. a. H., Biberach, Nordrach und Oberharmersbach an. Am Montag legte Geschäftsführer Lothar Kimmig dem Zeller Gemeinderat einen Überblick über die aktuelle Arbeit vor.
Vor zehn Jahren wurde von den fünf Gemeinden Gengenbach, Zell a. H., Biberach, Nordrach und Oberharmersbach die „Ferienlandschaft Mittlerer Schwarzwald“ ins Leben gerufen. Sie hat damals die Ferienregion Brandenkopf abgelöst. Ziel der Kooperation war und ist es, die touristische Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken. Der Sitz ist bei der Kultur- und Tourismus GmbH in Gengenbach. Deren Geschäftsführer Lothar Kimmig legte dem Zeller Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung am Montag einen Überblick über die aktuelle Arbeit vor.
Klausur findet zwei Mal jährlich statt
„Vieles funktioniert sehr gut“, stellte Bürgermeister Günter Pfundstein in seiner Begrüßung der Ferienlandschaft Mittlerer Schwarzwald und den handelnden Personen ein gutes Zeugnis aus. Bei der Aussprache wurde deutlich, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Büro in Gengenbach und den örtlichen Tourismus-Büros gibt. Monatliche Treffen werden durchgeführt und zwei Mal jährlich gehen die Bürgermeister der fünf Gemeinden mit in die Klausur. Aktuell wird die Ferienlandschaft Mittlerer Schwarzwald von Mitarbeiterin Nicole Räpple federführend betreut.
„Wir stehen im ständigen Dialog mit den Leistungsträgern und sind damit seit 2016 erfolgreich“, bestätigte Geschäftsführer Lothar Kimmig. Gerade am Dienstag in dieser Woche hat das Gastgebertreffen im Rundofen in Zell stattgefunden. Dabei wurden auch die Glückslose für die Übernachtungsgäste gezogen.
Das Gesamtbudget der Kooperation hat ein Volumen von 220.000 Euro jährlich. Davon entfallen rund 39.000 Euro auf die Stadt Zell. Die Kostenverteilung auf die Gemeinden errechnet sich aus einem Sockelbetrag sowie der Anzahl der Gästebetten. Letztere sei in der Stadt Zell von einst rund 900 durch den Wegfall der Ortenauklinik und weiterer Anbieter auf jetzt 683 Gästebetten gesunken. Bürgermeister Pfundstein wertete dies dennoch als ein gutes Niveau.
Mehrwert für die fünf Gemeinden schaffen
Mit der Umsetzung von verschiedenen Aktionen schaffe man einen Mehrwert für die fünf Gemeinden, betonte Geschäftsführer Lothar Kimmig. Er nannte unter anderem den Kinzigradtag, die Museumswochen und die kulinarische Landpartie. Das Wander- und Rad-Opening werde im nächsten Jahr in Biberach stattfinden, kündigte Kimmig an.
Beim Marketing setze man auf einen Mix aus Print- und Online-Medien. Bespielt werden alle Social-Media-Kanäle. Sehr erfolgreich sei die Kuck-Kuck-Kampagne, die fortgesetzt werde. Mit der KI-generierten Schwarzwald-Marie gehe man neue Wege. Eine Klickrate von 150.000 bis 178.000 führe zu durchschnittlich 2500 Aufrufen der Homepage.
Die Bedeutung von Messeauftritten sei zwar zurückgegangen, so Lothar Kimmig, dennoch ist die Ferienlandschaft bei der CMT in Stuttgart und der Touristikmesse in Utrecht vertreten. Auch bei regionalen Ereignissen wie dem Obstbrennertag in Nordrach oder der Forst Live in Offenburg zeige man Präsenz.
Größtes Printprodukt der Kooperation ist das Gastgeberverzeichnis. Es werden 15.000 Kataloge gedruckt, davon wiederum rund 6000 versendet. Daneben solle ein Reisemagazin mit „ehrlichen Geschichten über reale Personen“ beim Leser die Lust und Laune wecken: „Hier her, da will ich hin!“
Es gibt Wanderkarten, Postkarten und sogar ein Ausmalbuch für Kinder. Das Schwarzwald-Heftli, das sechs Mal jährlich erscheint und einen gebündelten Überblick über alle Veranstaltungen gibt, erfreut sich auch bei Einheimischen großer Beliebtheit. Anfang 2025 hat es einen Relaunch der Broschüre gegeben, die in Kooperation von CI-Media Gengenbach und der Schwarzwälder Post hergestellt wird.
Kurtaxe-Satzung wird vereinheitlicht
Die Ferienlandschaft Mittlerer Schwarzwald erfüllt nicht nur Marketing- sondern auch umfangreiche Management-Aufgaben. Geschäftsführer Lothar Kimmig listete eine ganze Reihe von Maßnahmen auf, zu denen unter anderem die technische Weiterentwicklung der elektronischen Meldescheine gehört.
Ziel der fünf Gemeinden ist es, die Kurtaxe-Satzung bis Anfang 2027 zu vereinheitlichen. In diesem Zusammenhang erklärte Bürgermeister Pfundstein, dass es zu einer Erhöhung kommen werde, da auch der Beitrag für KONUS von 0,50 auf 0,70 Euro angehoben werde.
Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





