Strahlende Kinderaugen, rauchende Köpfe und ein historischer Ansturm: Der NorDi Oster-Erlebnisweg 2026 hat die Erwartungen übertroffen. Besonders die neuen Kugelbahnen im Heilkräutergarten entwickelten sich zum Publikumsmagneten.
Vom 13. März bis zum 12. April verwandelte sich der rund zwei Kilometer lange Rundweg in eine bunte Abenteuerlandschaft. 16 Rätselstationen und drei Aktivposten, geschmückt mit unzähligen Holzfiguren, bemalten Blumen und leuchtenden Windrädern, säumten die Strecke. In diesem Jahr bekamen die bekannten Drachenkinder NorDi und Lilli Verstärkung durch die kleine Eule Eulalia.
„Wir sind richtig stolz, dass wir mit dem NorDi Oster-Erlebnisweg wieder einen neuen Besucherrekord aufstellen konnten“, freut sich Barbara Kamm-Essig, Leiterin des Nordracher Tourismusbüros. Die 5.000 vorrätigen Rätselflyer waren bereits am Ostermontag restlos vergriffen, sodass das Team täglich für Nachschub am Kopierer sorgen musste.
Spielerisches Zeit-Abenteuer
Das diesjährige Motto „Tick – tack – wie tickt die Uhr?“ entführte die kleinen Entdecker in die Welt der Zeitmessung. „Es stellt uns jedes Mal vor eine Herausforderung, eine neue Geschichte zu erfinden“, geben Barbara Kamm-Essig und Michaela Neuberger vom Tourismus-Team offen zu. Dass die Mischung aus Wissensreise und Abenteuer ankam, bewiesen die Rückmeldungen vor Ort.
Michaela Neuberger, die die diesjährige Geschichte verfasste, erklärt die Schwierigkeit: „Es ist rätseltechnisch immer eine Gratwanderung, da die Altersspanne der Kinder zwischen drei und zwölf Jahren liegt.“ Das Thema Uhrzeit war für die Jüngsten anspruchsvoll, deshalb halfen Schiebekästen mit Bildlösungen weiter. Für die älteren Kinder war der Anspruch bewusst höher gewählt, nachdem im Vorjahr eine neunjährige Besucherin kritisiert hatte, die Fragen seien „für Babys“. Kamm-Essig und Neuberger lachen: „Ja, es ist nicht einfach, jeder Altersgruppe gerecht zu werden.“
Von KI-Musik zur magischen Schatztruhe
Ein technisches Highlight wartete in den Vogelhäuschen entlang des Weges. Bewegungsmelder lösten Uhrzeit-Lieder aus, darunter sogar ein eigens mithilfe Künstlicher Intelligenz erstelltes „Nordracher Uhrzeit-Lied“. Am Ende des Weges wartete die obligatorische Schatztruhe. Nur wer die Rätsel korrekt gelöst und den Zahlencode geknackt hatte, konnte das Schloss öffnen und sich eine süße Belohnung entnehmen. „Die leuchtenden Augen der Kinder, wenn sich das Schloss öffnet, runden das Erlebnis einfach ab“, so das Team.
Weite Anreisen und treue Fans
Der Erlebnisweg hat längst Strahlkraft über den Ortenaukreis hinaus entwickelt. Gäste aus Ulm, Tübingen, Rottweil und Stuttgart lockte es nach Nordrach. Eine Mutter aus Stuttgart war so begeistert, dass sie spontan eine Übernachtung buchte, um die Region weiter zu erkunden.
Aber auch die Treue der Einheimischen und Stammgäste ist groß. „Wir sind seit dem allerersten Weg dabei. Damals saß unser Sohn noch im Kinderwagen, jetzt läuft er selbst“, berichtete eine Mutter aus Rheinau. Neben Familien fanden auch Seniorengruppen den Weg nach Nordrach, um den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen.
Dauerhafter Spielspaß im Heilkräutergarten
Ein besonderer Dank der Gemeinde gilt den ehrenamtlichen „Bauherren“ der neuen Kugelbahnen im Heilkräutergarten. Die Schreinerei Lehmann (Zell a. H.), die Schreinerei Hermann (Nordrach) sowie die Familien Georg und Gabriel Lehmann schufen mit Azubi-Projekten und kreativen Eigenbauten wie den Kugellabyrinth-Schubkarren echte Unikate. Die gute Nachricht für alle Fans: Die Bahnen werden nicht abgebaut. Sie bleiben als dauerhafte Attraktion im Heilkräutergarten stehen. Vielleicht kommen auch bald ein paar neue hinzu. NorDi-Holzkugeln können weiterhin für 2 Euro am Automaten vor Ort gezogen werden.
Zwölf glückliche Gewinner
Wie groß das Interesse war, zeigte die Auswertung des Gewinnspiels: Beeindruckende 4.244 Kinder warfen ihren ausgefüllten Flyer in den Briefkasten. Bürgermeister Carsten Erhardt zog nun gemeinsam mit NorDi die zwölf Gewinner.
Große Plüschdrachen gewinnen Marleon S. (6, Seebach), Ida O. (8, Berghaupten) und Maya E. (4, Ohlsbach). Über kleine Plüschdrachen freuen sich Maxim H. (10, Rheinau), Nelijo K. (7, Baden-Baden), Aurelian W. (1, Oberharmersbach), Johanna F. (3, Stuttgart) und Leni M. (6, Schönwald). Von NorDi-Vesperbrettern essen demnächst Elli W. (5, Lahr), Roman D. (13, Lautenbach) und Carlo S. (4, Kehl).
Der Hauptpreis – eine Kombination aus Plüschdrache und Vesperbrett – blieb im Ort: Clemens R. (6) aus Nordrach darf seinen Gewinn persönlich in der Tourist-Info abholen.
Projekt mit vielen Helfern
Ein Projekt dieser Größenordnung lässt sich nicht alleine stemmen. „Wir danken nochmals allen Sponsoren und Helfern für die Bereitstellung der Mittel zur Gestaltung des Weges“, unterstreichen die Tourismus-Verantwortlichen Michaela Neuberger und Barbara Kamm-Essig. Ein besonderer Dank gilt dabei den Hauptsponsoren: dem E-Werk Mittelbaden, der Sparkasse Kinzigtal und der Erwin Junker Maschinenfabrik GmbH. Ohne die Unterstützung lokaler Partner wäre der Weg zudem buchstäblich an Grenzen gestoßen.
„Ein herzliches Dankeschön geht an die Winkelwaldklinik und die Firma Orbau. Nur durch deren großzügige Genehmigung, ihr Gelände zu nutzen, konnten wir die Streckenführung so attraktiv gestalten“, betonen die Verantwortlichen abschließend. „Andernfalls hätten wir den Weg auch dieses Mal nicht umsetzen können.“
Weihnachtsweg schon in Planung
Nach dem großen Erfolg des Osterabenteuers 2026 ist eines sicher: Der nächste Weihnachtsweg ist bereits in Planung und steht bei vielen Familien in der Region schon jetzt fest auf der To-do-Liste.





