Verwaltung zieht nach einer Testphase ein positives Fazit. Gemeinderat stimmt der dauerhaften Nutzung einer KI-Software zu.
KI ist gekommen, um zu bleiben. Der Zeller Gemeinderat folgte am Montag dem Vorschlag der Verwaltung und stimmte dem dauerhaften Einsatz einer KI-unterstützten Protokollierung von Gremiensitzungen zu. Der Aufwand reduziere sich um 30 bis 40 Prozent im Vergleich zur bislang ausgeübten Praxis.
„Die Testphase ist aus der Sicht der Verwaltung sehr positiv verlaufen“, berichteten Bürgermeister Günter Pfundstein und Hauptamtsleiter Ulrich Reich dem Gemeinderat. Analysiert wurden unter anderem die Protokollierungsgenauigkeit, die Qualität der KI-gestützten Transkription sowie das notwendige Optimierungspotenzial.
Hauptamtsleiter Reich bestätigte, dass sich der Arbeitsaufwand für die Gremienprotokolle gegenüber der bislang geübten Praxis um 30 bis 40 Prozent reduziere. Bei der im Einsatz befindlichen Software „SpeechMind-KI“ handle es sich um eine webbasierte Anwendung. Sie sei datenschutzkonform.
Hilfreich sei bei der Protokollierung, wenn es eine geordnete Tagesordnung gebe und wenn die Redner die vorhandenen Tischmikrofone nutzen. Verbesserungsbedarf gebe es noch beim technischen Support.
Nach dem Start der Testphase und der Berichterstattung in der Presse hätten sich zahlreiche Stadtverwaltungen, nicht nur aus der Ortenau, gemeldet, um sich nach den gesammelten Erfahrungen mit einer KI-unterstützten Protokollierung zu erkundigen. Zell a. H. werde als „Digitalisierungspionier“ wahrgenommen, schilderte die Verwaltung als einen bemerkenswerten Nebeneffekt.



