• Kontakt
  • Anmelden

Schwarzwälder Post

  • Startseite
  • Sport
  • Veranstaltungen
    • Veranstaltungskalender
    • Veranstaltung anmelden
Biberach | 27.09.2023

Zwischen Potenzial und Bedenken

von Susanne Vollrath

NahDa-Zentren verspricht eine multifunktionale Lösung für die schwindende Infrastruktur im ländlichen Raum. Doch passt ein solches Projekt in den Entwicklungsplan der Gemeinde Biberach?

In vielen ländlichen Gemeinden klafft eine Versorgungslücke: Lebensmittelgeschäfte im Ortskern werden weniger, gastronomische Angebote sind nur noch sporadisch vertreten und die medizinische Versorgung dünnt aus.

Genauso ist es auch in Biberach: Der Edeka-Markt hat geschlossen und wird wohl auch nicht mehr öffnen, Bäcker machen ihre Läden zu, das Gasthaus „Kreuz“ hat seine Dienste eingestellt. Über den Hausarzt ist man froh und hofft, dass er noch viele Jahre praktiziert. Fachärzte gibt es nicht. Eine Situation, die Biberach nicht als gottgegeben hinnehmen will.

Entscheidung vertagt

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Jonas Breig das transnationale Leader-Projekt „NahDa“ (Nachhaltige Daseinsvorsorge) vor. Es setzt auf bürgerschaftliche Initiativen. In Biberach hat das schon einmal richtig gut funktioniert. Mit der Nachbarschaftshilfe „Hilfe von Haus zu Haus“. Doch ist es gerade der richtige Zeitpunkt, in „NahDa“ einzusteigen? Mit dem Gemeindeentwicklungskonzept hat sich Biberach bereits auf den Weg gemacht, die Stellschrauben zu finden, wie Biberach ein Ort bleiben kann, der langfristig eine gute Lebensqualität bietet. Die Ergebnisse stehen noch aus. Sie werden in einer Klausurtagung im November diskutiert. Am Ende einer langen Vorstellung und umfassenden Diskussion wurde aus diesem Grund am Montag der Tagesordnungspunkt schließlich abgesetzt. Man will erst die Klausurtagung abwarten. Ein Beschluss pro oder contra „NahDa“ ist aber auch noch Anfang nächsten Jahres möglich, weil das Ministerium den aktiven Start der Leader-Projekte nach hinten schiebt.

SPES e.V. will begleiten und unterstützen

Am Montag stellte Ingrid Engelhardt vom projektbegleitenden Verein SPES e.V. trotzdem „NahDa“ vor. Sie sieht eine große Chance: Überall im Land könne man sehen, dass sich Bürger*innen projektbezogen engagierten, vor allem wenn sie diese Projekte selbst beträfen: „Wir müssen den Menschen begleiten und unterstützen bei der Gestaltung ihres Lebensraumes“, betonte Engelhardt. Ihr Verein hat viele Modelle entwickelt, wie man das Leben im ländlichen Raum auch in Zukunft gut gestalten kann. Eines davon ist NahDa mit den NahDa-Zentren.

Die Idee vom NahDa-Zentrum

Unter einem NahDa-Zentrum versteht SPES einen multifunktionalen Raum, der den spezifischen Bedürfnissen einer Gemeinde gerecht wird. Es kann eine Einkaufsmöglichkeit bieten, medizinische und soziale Versorgung, Gastronomie, Post- und Paketdienstleistungen. Es kann eine Begegnungsstätte sein, Co-Working-Space, Kreativ-Werkstätte, Kulturraum und/oder barrierefreien, bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt bieten. Anstatt neue Gebäude zu errichten, werden NahDa-Zentren idealerweise in bestehenden, leerstehenden oder untergenutzten Gebäuden im Ortskern entwickelt. Im Rahmen des NahDa-Prozesses werden Gemeinden und ihre engagierten Bürgerinnen von SPES e.V. in verschiedenen Phasen begleitet: Von der Konzeption multifunktionaler Zentren bis zur Wirtschaftlichkeitsprüfung, von der Abstimmung der Nutzungskonzepte mit potenziellen Standorten bis zum Aufbau einer tragfähigen Betreiberstruktur und zur Einbindung gewünschter Partner. Dabei ist intensive Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung von zentraler Bedeutung, um möglichst viele Bürger in der Gemeinde zu erreichen und eine hohe Identifikation mit dem NahDa-Zentrum zu schaffen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.

Das könnte Sie auch interessieren:

  • 2025-12-30-OH-kal-80 Jahre nach Kriegsende in OH-03001 20×30 Amselbauer 1955-swFoto: Repros: Lehmann-Archiv
    Schwieriger Neuanfang – 80 Jahre nach…
  • 2026-1-2-ZE-hps-Silvesterempfang-DSC_4691Foto: Hanspeter Schwendemann
    Das bewundernswerte Lebenswerk von…
  • 2026-1-7-ZE-UH-ga-Theaterabend-IMG_0822_SliderFoto: Gisela Albrecht
    Ein Friedensengel aus Pappe soll die…

Schlagworte:
Gemeinde Biberach, Gemeinderat Biberach

Veranstaltungskalender für Zell a. H., Biberach, Nordrach und Oberharmersbach

Februar 2026
MDMDFSS
       1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 
« Jan.  März »

Zell a. H.

  • Trauercafé „Lichtblick“ lädt zum Austausch ein am 7.02.2026 ab 15:00 Uhr
  • Narrenzunft Zell am Harmersbach: „Städtleabend – do musch no geh!“ am 7.02.2026 ab 20:11 Uhr
  • FORUM älterwerden Zell am Harmersbach: Seniorenfasend 2026 am 11.02.2026 ab 14:00 Uhr

Biberach

  • Kath. Kirchengemeinde St. Blasius Biberach: Närrischer Familiengottesdienst am 8.02.2026 ab 9:30 Uhr
  • FORUM älterwerden Biberach: Seniorenfasent am 17.02.2026 ab 14:00 Uhr
  • DRK Ortsverein Biberach: Jahreshauptversammlung am 7.03.2026 ab 19:00 Uhr

Nordrach

  • Trachtengruppe Nordrach: Generalversammlung am 20.02.2026 ab 19:30 Uhr
  • Trachtenkapelle Nordrach: Mitgliederversammlung am 7.03.2026 ab 18:00 Uhr

Oberharmersbach

  • Hausputz bei unseren Singvögeln am 7.02.2026 ab 14:00 Uhr
  • Fasentgemeinschaft Dörfle Narren Oberharmersbach: Dörfleball – am Samstag in der Reichstalhall am 7.02.2026 ab 20:10 Uhr
  • Bärenzunft Oberharmersbach: Narrengottesdienst mit Verkleidung am 8.02.2026 ab 10:30 Uhr

Schulferien & Feiertage

  • Keine Termine

© 2026 Schwarzwälder Post

  • Login für Autoren
  • Sitemap
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Kontakt