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Zell-Unterharmersbach | 13.09.2023

Eine Kilwi ohne Markbummel ist keine Kilwi

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Eine Familie, die jedes Jahr alle vier Tage auf der Unterharmersbacher Kilwi ihr Quartier aufschlägt, ist die Schausteller-Familie Theo Hahn. Foto: Hans-Peter Wagner
von Hans-Peter Wagner

Alles, was man sonst gar nicht bekommen kann, findet man hier. Das Angebot reicht von den Lieblingsstrümpfen bis hin zu Gewürzen, Meerrettich, Salben und Wundermitteln.

Foto: Hans-Peter Wagner
Die Fahrgeschäfte des Vergnügungsparks waren im Dauereinsatz. Das Kinderkarussell drehte sich ohne Unterbrechung.
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Bürstenmachermeister Thomas Megerle und seine Frau bereichterten den Kilwi-Markt.
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Tom Kienzle von der Musikkapelle flanierte gemeinsam mit Freundin Tamara über den Markt.
Foto: Hans-Peter Wagner
Ein Schwätzchen darf nicht fehlen. Die Familie Wangler vom Autohaus Deusch beim Marktbummel.

Zu den besonderen Erlebnissen auf der Kilwi gehört ein ausgedehnter Marktbummel. Alles, was man sonst gar nicht bekommen kann, findet man hier. Und manche warten schon mit Sehnsucht darauf, einmal wieder die Lieblingsstrümpfe, die nicht zu eng sind, die schönen bunten und belastungsfähigen Hosenträger oder einfach ein silbernes Kettchen für den Liebsten zu kaufen. Ja viele Kunden warten schon auf ihre Händler mit Gewürzen, Meerrettich, Salben und Wundermitteln.

Einer der größten Anziehungspunkte für Händler und Besucher ist der Kilwimarkt in Unterharmersbach. Hier gibt es bei den Händlern Unterwäsche, Dirndl und ein feines Röcklein. Und dass man ohne verbotene Blicke sich zum Probieren umziehen kann, dafür sorgt der Händler selbst, wenn er sich mit seinem kräftigen Oberkörper schützend vor die Kundin stellt.

Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

Früher begann und endete der Markt gemäß den Jahrhunderte alten Vorschriften: Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. So hatten die Besucher die Möglichkeit, das begehrte Kleidungsstück mehrmals anzuschauen und sich für Kauf oder Nichtkauf entschied.

Noch heute gibt es in Unterharmersbach und Umgebung viele echte Marktbesucher, die morgens um sechs Uhr auf dem Markt sind. Im Zeichen des Elektrofahrrades ist das ja auch nicht mehr allzu schwierig.
Alle großen Märkte haben einen Marktmeister, der darauf achtet, dass die Marktbesucher gesittet sind, keine Schlägerei wegen des vermeintlichen besseren Marktstandes anzetteln. Außerdem achtet der Marktmeister und seine Gehilfen darauf, dass die Miete für den Marktstand je nach Größe und Lage an Ort und Stelle bezahlt wird. Sonst gibt es ein Betretungsverbot und eine Geld strafe.

Die besten Besen und Bürsten aus Karlsruhe

Auf den Markt in Unterharmersbach hat sich auch der Bürstenmachermeister Thomas Megele mit seiner Frau eingefunden. Beide sind echte Karlsruher. Sie macht die besten Besen und freut sich, wenn sie dann im nächsten Jahr an den Käufer einen neuen Besen verkaufen kann. Thomas Megele macht sich eher ein bisschen gemütlich in seinem weichen Sessel und er sagt als echter Karlsruher: „Meine Bürstenmacherei ist die Beste. Wer als Erster zu mir nach Karlsruhe kommt, bekommt sogar eine handgearbeitete Bürste zum halben Preis.“

Besucher strömen in großen Scharen

Inzwischen strömen die Besucher in großen Scharen. Meist sind es ganze Familien und Freunde, die gemeinsam nach einem Schnäppchen schauen. Die Kinder dagegen sind ganz unruhig, sie warten auf das und verbriefte Kilwigeld. Wenn sie endlich sich ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt haben, strahlen sie mit der Sonne um die Wette.

Auch Jörg Schmettow, ein waschechter Berliner, der seit über zehn Jahren in Unterharmersbach wohnt, gönnt sich mit seiner Frau einen Kilwibummel. „Da guckste, wat“, sagte er zu denen, die er kennt. Beide fühlen sich hier wie daheim, und den Dialekt kennen sie hier auch einigermaßen.

Schausteller-Familie Theo Hahn ist jedes Jahr mit dabei

Eine Familie, die jedes Jahr alle vier Tage auf der Unterharmersbacher Kilwi ihr Quartier aufschlägt, ist die Schausteller-Familie Theo Hahn. Spontan spricht Thomas Hahn mich an: „Auf dich habe ich schon lange gewartet – ein großes Kompliment an euch alle. Den ganzen Kilwisonntag haben wir ohne eine Sekunde Pause und trotz Hitze alle Fahrgeschäfte im Einsatz gehabt“. Sein Bruder Sascha ergänzt: „Nach Unterharmersbach kommen wir immer gerne. Einer unserer absoluten Lieblingsorte.“ Dies unterstreichen auch David und seine Mutter Beate Pieper: „Nächstes Jahr kommen wir wieder. Nirgends ist es so schön…“

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