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Zell-Unterharmersbach | 17.06.2019

Bruder Norbert in den Provinzrat der Kapuziner gewählt

Talent des ehemaligen Wallfahrtsseelsorgers von »Maria zu den Ketten« ist heute in Altötting gefragt

Foto:
Sie alle nahmen am Provinzkapitel der deutschen Kapuziner in Kloster Reutte/Bad Waldsee teil. Foto: Tina Trippens
von Kapuzinerkloster Zell am Harmersbach

Im Zeller Kapuziner-Kloster wirken und wirkten viele Seelsorger. Einer davon war Bruder Norbert. Auch wenn er schon seit mehr als zehn Jahren Aufgaben anderswo übertragen bekommen hat, ist der Kontakt nach Zell nie abgerissen. Kürzlich wurde Bruder Norbert erneut als Provinzrat in die Provinzleitung gewählt.

Foto: Tina Trippens
Sie alle nahmen am Provinzkapitel der deutschen Kapuziner in Kloster Reutte/Bad Waldsee teil.
Foto: Tina Trippens
Die neue Provinzleitung (von links nach rechts): Br. Norbert Schlenker (Provinzrat), Br. Helmut Rakowski (1. Provinzrat, Provinzvikar und Provinzsekretär), Br. Pio Murat (Generalrat, Vertreter aus Rom); Br. Christophorus Goedereis (Provinzial), Br. Bernd Beermann (Provinzrat), Br. Stefan Walser (Provinzrat).
Foto: Kapuziner
Pater Norbert mit dem Bruder-Konrad-Schrein beim Festgottesdienst anlässlich 85 Jahre Heiligsprechung.

Oft wird im Zeller Städtle und im Tal gefragt, wenn die Rede von Kapuzinern ist: »Was macht denn Bruder Norbert?« Gerne erinnern sich die Menschen im Tal an ihn. Er hatte für jeden ein offenes Ohr und ein freundliches Wort. Er war fleißig, konnte überzeugen und organisieren und er erreichte als Pfarrer viel. In seiner Zeller Zeit (1995 bis 2006) kamen die Pfarrgemeinden Nordrach (1999) und Oberharmersbach (2001) zur Seelsorgeeinheit Zell. Und Bruder Norbert war als Wallfahrtsseelsorger ein treuer Hüter der größten Wallfahrtskirche Badens, Maria zu den Ketten. Viele kennen ihn in der Ortenau auch aus seiner Offenburger Zeit, wo Bruder Norbert nach der Priesterweihe 15 Jahre lang als beliebter Seelsorger und Ordensmann wirkte. In der Pfarrseelsorge der neu gegründeten Seelsorgeeinheit der Offenburger Nordwestpfarreien und im Klösterle St. Fidelis setzte er sechs Jahre als Kaplan und neun Jahre als Pfarrer und Guardian des Klosters Zeichen.

Vertrauen der Brüder

Doch zurück zur Ausgangsfrage: Was macht Bruder Norbert heute? Wer am Sonntag vor einer Woche im sozialen Netzwerk geschaut hatte, entdeckte Bruder Norbert auf den ersten Blick. Er wurde von 70 Kapitularen (Wahlmänner) der Klöster der deutschen Kapuzinerprovinz zum zweiten Mal für weitere drei Jahre als Provinzrat in die Provinzleitung gewählt. Zeitgemäß wurde dies mit einem Bild aller sechs Mitglieder der Provinzleitung in Facebook bekanntgegeben und dokumentiert. An die Spitze der Ordensleitung wurde als Provinzialminister Bruder Christophorus Goedereis gewählt, der von 1992 bis 1995 im Zeller Kloster Mitbruder und in der Pfarrgemeinde Kaplan war. Er hatte das Amt des Provinzialministers bereits von 2004 bis 2013 inne. Auch er hat in Zell und in der Ortenau viele Freunde gewonnen, die bis heute engen Kontakt mit ihm halten. 1995 bis 2000 war er Nachfolger von Bruder Norbert als Guardian und Pfarrseelsorger im Offenburger Nordwesten. Für seine Festpredigt kürzlich beim Festgottesdienst des silbernen Priesterjubiläums von Bruder Markus, Guardian des Zeller Klosters, erhielt er spontanen Beifall.

Zeit in Schwaben

Zurück zu Bruder Norbert. Nach seinem Abschied aus Zell im September 2006 gönnte er sich eine kurze Verschnaufpause im Kloster Dieburg. Doch Anfang 2007 wurde er auf Bitten seiner Oberen in Deggingen auf der schwäbischen Alb Guardian (Klostervorsteher) des Kapuzinerklosters, Wallfahrtsseelsorger der berühmten Wallfahrtskirche »Ave Maria« und Pfarrvikar in der schwäbischen Seelsorgeeinheit. Auch hier hat er viele Spuren hinterlassen, die an ihn erinnern.

Umzug ins City-Kloster

2010 wurde ihm von seinem Orden eine ganz besondere Aufgabe anvertraut. Er wechselte auf Bitten des Provinzials als Pfarrer und Cityseelsorger in das Frankfurter Liebfrauen Kloster. Der Umzug aus dem idyllischen Deggingen in dieses City-Kloster mitten in der Stadt mit über 1.000 Besuchern täglich, 160 Obdachlosen, die hier Tag für Tag ein Frühstück bekommen, 1.500 Kerzen, die täglich angezündet werden und vielen Menschen die Trost und Hilfe suchen, war für Bruder Norbert eine besondere Herausforderung, die er mit Herzblut und seinem Glauben in der Nachfolge des heiligen Franziskus hervorragend meisterte.

Pilgergruppen in Altötting

2014 wartete auf Bruder Norbert wieder eine neue große Aufgabe. Er wurde Guardian der größten Niederlassung der deutschen Kapuzinerprovinz, Altötting. Hier leben 29 Brüder in den beiden Klöstern St. Konrad und St. Magdalena. Das ist rund ein Viertel der gesamten Provinz. Als stellvertreten der Wallfahrtsseelsorger am größten Wallfahrtsort Deutschlands mit 800.000 Besuchern jährlich ist Bruder Norbert auch hier wie immer in seinem Ordensleben von morgens bis spätabends ganz für die Menschen und ihre Sorgen und Anliegen da. Außerdem untersteht ihm die Kustodie, in der sich alle Pilger und Pilgergruppen mit ihren Wünschen anmelden – erneut eine Riesenaufgabe für den Kapuziner mit dem unglaublichen Organisationstalent.

Im Visier der Staatsanwaltschaft

Zudem macht Bruder Norbert im März 2018 Schlagzeilen: »Zwei Priester im Visier der Staatsanwaltschaft« titelte der Neu-Altöttinger Anzeiger. Weil sie Flüchtlingen Kirchenasyl gewährt haben, so die Zeitung weiter, stehen höherrangige Geistliche aus der Wallfahrtsstadt Altötting im Fokus staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen. Sowohl Stadtpfarrer und Stiftspropst Günther Mandl als auch Pater Norbert Schlenker, dem Oberen der Kapuzinerklöster St. Konrad und St. Magdalena, wird Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt zur Last gelegt. Sie hätten Asylanten entgegen der Bestimmungen Kirchenasyl gewährt. Doch schon Ende August 2018 kam Entwarnung und vollständige Reputation. Der Neu-Altöttinger Anzeiger: »Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, sieht die Staatsanwaltschaft Traunstein den Altöttinger Stadtpfarrer sowie Kapuziner-Vorsteher Norbert Schlenker vielmehr als gänzlich unschuldig an. Aus diesem Grund hat sie die seit knapp einem halben Jahr gegen die zwei Altöttinger Geistlichen laufenden Ermittlungen auch eingestellt…«

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