Die LandFrauen Entersbach besuchten das Hofgut Silva im Hesselbachtal und erhielten spannende Einblicke in die Freilandhaltung seltener Schweinerassen und Aubrac-Rinder.
Zu einem Ausflug nach Oberkirch-Hesselbach brachen die LandFrauen Entersbach auf. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Hofguts Silva. Das Wetter meinte es an diesem Samstag nicht gut mit der Gruppe. Trotz Regen und kühler Temperaturen machten sich die Teilnehmerinnen in Fahrgemeinschaften auf den Weg ins Hesselbachtal. Dort liegt das Hofgut Silva zwischen Streuobstwiesen und Weinbergen. Auf dem Hof wurden die LandFrauen von Judith Wolfarth herzlich begrüßt. Sie berichtete über die Entstehung des Hofes und die Haltung sowie Vermarktung ihrer Tiere.
Schweine aus Irland in Freilandhaltung
Auf dem Hof leben Berkshire- und Tamworth-Schweine. Die besonderen Rassen stammen ursprünglich von den britischen Inseln, vor allem aus Irland. Schon als Jungtiere haben die Schweine eine lange Reise hinter sich, bevor sie auf dem Hofgut Silva ankommen.
Die Tiere werden dort artgerecht in Freilandhaltung gehalten. Sie leben in großen Gehegen zwischen Streuobstwiesen und Kastanienwäldern. Ställe gibt es nicht. Stattdessen stehen den Tieren kleine Schutzhütten gegen Wind, Regen, Schnee und Sonne zur Verfügung.
Seit 2025 gehören außerdem Aubrac-Zuchtkühe und ein Stier aus Südfrankreich zum Hof. Die robuste Rasse kommt gut mit rauem Klima und mageren Böden zurecht. Sie gilt als besonders genügsam, bringt aber eine hervorragende Fleischqualität mit sich. Judith Wolfarth erklärte, dass die Tiere ihr gesamtes Leben auf dem Hof verbringen – von der Aufzucht bis zur Schlachtung. Das wirke sich positiv auf die Fleischqualität aus.
Zicklein und neugierige Schweine
Nach der Einführung begann die Führung über das Hof- und Weidegelände. Zunächst ging es in den Stall, wo erst am Vorabend kleine Zicklein geboren worden waren. Auch einige Schafe standen dort, nachdem sie am Abend zuvor geschoren worden waren. Danach führte der Weg hinauf zu den Gehegen der Schweine. Die Tiere mit ihren auffälligen Fellfarben kamen neugierig an die Zäune und begleiteten die Gruppe ein Stück des Weges. Viele Teilnehmerinnen machten Fotos. Inzwischen hatte der Regen aufgehört und die Sonne zeigte sich kurz. So bot sich ein schöner Blick über die Weinberge und Wälder des Hesselbachtals.
Abschluss in der guten Stube
Zurück auf dem Hof waren die LandFrauen in die gute Stube eingeladen. Dort wartete bereits ein Vesper mit verschiedenen Schinken-, Salami- und Wurstsorten aus eigener Herstellung. Anschließend bestand Gelegenheit zum Einkauf im Hofladen.
Im Namen aller Teilnehmerinnen bedankte sich Rosa Schätzle bei Judith Wolfarth für den interessanten Vormittag. Danach machte sich die Gruppe mit einem Zwischenstopp zum Kaffeetrinken in Gengenbach wieder auf den Heimweg.





