Land fördert Umbau des Bahnhofareals und stärkt Mobilität vor Ort.
Die Stadt Zell am Harmersbach kann bei der Neugestaltung seines Bahnhofsareals mit einer kräftigen finanziellen Unterstützung des Landes rechnen: Rund 1,9 Millionen Euro fließen in das Projekt – und decken damit den Großteil der veranschlagten Gesamtkosten von etwa 2,6 Millionen Euro. Die Förderung zählt zu den bedeutenderen Einzelmaßnahmen im aktuellen Programm für den kommunalen Straßenbau.
Im Mittelpunkt steht die umfassende Aufwertung des Bahnhofsumfelds. Geplant sind unter anderem ein innerstädtischer Radweg als Teil einer Ost-West-Verbindung, 16 Fahrradboxen sowie zwei barrierefreie Bushaltestellen. Ziel ist es, den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver zu machen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Der grüne Landtagsabgeordnete Thomas Marwein betont, dass das Land gezielt in lebenswerte Ortsmitten und eine bessere Verkehrsinfrastruktur investiere. Gerade für Zell sei die hohe Förderung ein wichtiger Schritt, da die Stadt parallel weitere große Projekte stemmen müsse – etwa neue Wohngebäude entlang der Bahnlinie sowie beschlossene Hochwasserschutzmaßnahmen.
Auch CDU-Landtagsabgeordneter Volker Schebesta hebt die Bedeutung der Förderung hervor. Die Entwicklung des Bahnhofsareals sei ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Mobilität im ländlichen Raum. Verbesserte Radwege, sichere Abstellmöglichkeiten und barrierefreie Haltestellen kämen Pendlern, Familien und allen Verkehrsteilnehmern zugute.
Das Projekt ist Teil des Landesprogramms nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Insgesamt werden dort 60 Maß-nahmen mit einem Fördervolumen von rund 52 Millionen Euro unterstützt, wodurch Investitionen von etwa 100 Millionen Euro angestoßen werden. Neben Straßenbauprojekten stehen vor allem verkehrsberuhigte Ortsmitten, Radverkehr und mehr Sicherheit im Fokus.



