Nahe dem Bahnhof Zell, links am Tor 1 der Prototyp-Werke, hängt seit Kurzem ein frei zugänglicher automatischer Defibrillator. Das AED-Gerät soll im Notfall Leben retten.
Es passiert ohne Vorwarnung. Ein Mensch sackt zusammen. Kein Puls. Keine Atmung. Umstehende Personen bleiben stehen, schauen – und fragen sich: Wie kann ich helfen? Traue ich mir das zu? Minuten fühlen sich an wie Stunden.
Genau für solche Momente hängt am Tor 1 der Prototyp-Werke GmbH, in unmittelbarer Nachbarschaft des Bahnhofs, seit Kurzem ein automatischer externer Defibrillator (AED). Tag und Nacht frei zugänglich. Für jeden, der ihn braucht.
Die Frage: Was wäre, wenn?
Die Idee zur Installation entstand im Sommer 2025 bei Risk-Manager Jürgen Fritsch. Kein konkreter Notfall. Kein äußerer Druck. Sondern eine einfache Frage: Was wäre, wenn hier jemand zusammenbricht? Ein Mitarbeiter. Ein Passant auf dem Weg zum Zug. Ein Elternteil auf dem nahen Spielplatz. Ein Tourist im Stadtkern.
Als Fritsch den Vorschlag für den öffentlich zugänglichen Defibrillator einbrachte, musste Geschäftsführer Ekkehard Duppel nicht lange überlegen. Leben retten, sagt Duppel, sei keine Kostenfrage. „Es geht um alle Leben.“ Unterstützung kam von Business Controller, Sicherheitsfachkraft Markus Fautz und Gebäudetechnik-Leiter Andreas Lehmann. Rund 4.000 Euro kostet die Anschaffung.
Im Unternehmen selbst hängt bereits seit längerem ein Defibrillator für den internen Einsatz. Rund 80 Mitarbeiter hat Prototyp zudem als Ersthelfer ausgebildet. Der neue AED an Tor 1 erweitert dieses Konzept der Sicherheit nach außen: als Angebot für alle.
Die täglichen Sichtkontrollen und die Wartung übernimmt das Unternehmen. Auch die Kosten für die Instandsetzung, sollte das Gerät im Einsatz gewesen sein, trägt Prototyp.
Laute Sekunden
Beim Fototermin drückt Jürgen Fritsch den roten Knopf am Edelstahlgehäuse. Über ihm ein Schild: grünes Herz, weißer Blitz – das internationale AED-Symbol. Ein schriller Alarm zerreißt die vormittägliche Ruhe vor dem Werkstor. Leuchten blinken. Eine Klappe fährt nach unten und gibt das Gerät frei.
Der Schutzkasten ist beheizt und belüftet, damit der Defibrillator auch bei Hitze und Frost einsatzbereit bleibt. In der leuchtend orangefarbenen Schublade liegt ein Primedic HeartSave AED. Wird es eingeschaltet, spricht das Gerät mit dem Ersthelfer. Ruhig und klar. Schritt für Schritt erklärt es, was zu tun ist. Es gibt klare Anweisungen für die Herzdruckmassage. Es erkennt eigenständig, ob beim Patienten ein Herzstillstand vorliegt. Es entscheidet, ob ein Stromstoß nötig ist, gibt ihn bei Bedarf automatisch ab – und es verhindert Fehlbedienung.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





