Gewerbesteuer wird angehoben. Auch die Marktgebühren steigen. „Bauturbo“ für den Bebauungsplan „Golfplatz Gröbern I“ beschlossen.
Steuern und Gebühren steigen in Zell a. H. auf breiter Front. In der Jahresschlusssitzung hat der Gemeinderat die Gewerbesteuer von 350 auf 400 v.H. angehoben. Als Grund nennt die Stadt Zell die angespannte Finanzlage. Der Beschluss wurde vom Gemeinderat ohne weitere Diskussion einstimmig gefasst.
Bürgermeister Pfundstein erklärte, dass die Unternehmen bei der Reform der Grundsteuer entlastet worden seien und dort in der Regel weniger bezahlen müssten. Per Saldo würden die Unternehmen finanziell nicht stärker belastet. Eine Erhöhung der Grundsteuer habe die Stadt zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.
Marktgebühren steigen
Beim Wochenmarkt erhebt die Stadt Zell künftig zwei Euro je laufenden Meter. Bisher waren es 1,50 Euro. Zuletzt wurde die Marktgebühr im Jahr 2018 erhöht.
Beim Kilwi-Markt in Unterharmersbach und Unterentersbach einigte man sich auf 5,50 Euro pro laufenden Meter. Die Verwaltung hatte zunächst sechs Euro vorgeschlagen. Ortsvorsteher Christian Dumin merkte an, dass die Kilwi ein Aushängeschild für den Ort sei. Die Zahl der Standbetreiber sei rückläufig und man solle dies mit den Gebühren nicht noch weiter abschwächen.
Bauturbo soll Wohnungsbau beschleunigen
Auf dem Areal des Gröbernhofs sollen drei dauergenutzte Wohnhäuser mit je zwei Wohnungen entstehen. Am 20. Oktober 2025 hat der Gemeinderat einer entsprechenden Änderung des Bebauungsplans zugestimmt.
Zehn Tage später ist das Bauturbo-Gesetz in Kraft getreten. Damit dieses Gesetz angewendet werden kann, hat der Gemeinderat seinen ursprünglich gefassten Beschluss wieder aufgehoben. An den inhaltlichen Bedingungen hat sich nichts geändert.
Bei zwei Gegenstimmen wurde der Vorgehensweise mit breiter Mehrheit zugestimmt.
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