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Zell am Harmersbach | 17.08.2022

Die Zeller Wallfahrtskirche hat schon lange nicht mehr so viele Gläubige gesehen

Lichterprozession und Festgottesdienste waren zu Mariä Himmelfahrt sehr gut besucht – Applaus für Festprediger Jens Kusenberg

Foto:
Bruder Pirmin segnet die Kräuterbüschel und die Wallfahrer, die vor der Kirche noch einen Platz auf einer Bank gefunden haben. Foto: Hans-Peter Wagner
von Hans-Peter Wagner

So viele Wallfahrer hatte die Zeller Wallfahrtskirche schon lange nicht mehr gesehen. Und so viele altvertraute Marienlieder wie am Sonntagabend und Montag waren in Badens größter Marienkirche aus tiefsten Herzen und mit inniger Gläubigkeit schon lange nicht mehr gesungen worden.

Foto: Hans-Peter Wagner
Der 86-jährige Senior des Klosters Pater Hadrian begrüßt eine Frauengruppe aus Wellendingen (bei Rottweil): „Auch wir kommen jedes Jahr, um den Schutz der Gottesmutter zu erbitten. Außerdem besuchen wir das Grab unseres Schulkameraden Pater Rupert, der auf dem Klosterfriedhof hier begraben ist.
Foto: Hans-Peter Wagner
Diese Familie aus Oberkirch kommt schon Jahrzehnte lang zum Festtag nach Zell: „Wir wollen der Gottesmutter danken, dass sie uns das ganze Jahr beschützt.“
Foto: Hans-Peter Wagner
Auch das passiert am Festtag. Die Schulkameradinnen Maria Lehmann aus Hippersbach und Gretel Schmid, Hausach, treffen und finden sich unter den vielen Menschen. Ihr Kommentar: „Dass wir uns treffen, haben wir Maria zu verdanken.“
Foto: Hans-Peter Wagner
Kurt Urban und Anton Müller, beide aus Zell, haben sich den schönsten Platz auf dem Bänkle auf dem Kirchplatz heraus gesucht, wo sie Festgottesdienst mitfeiern.
Foto: Hans-Peter Wagner
Das Hochamt am Patroziniumstag zelebrierten (von links): Guardian Berthold Oehler, Pater Hadrian, Festprediger Bruder Jens Kusenberg, Pater Leonhard und Stadtpfarrer Bonaventura Gerner.
Foto: Hans-Peter Wagner
Es ist schon Tradition, dass Monika und Hubert Vögele aus dem Hinterhambachtal mit den Enkeln Amelie und Felix an Mariä Himmelfahrt zur Wallfahrtskirche gehen und die Kräuterbüschel weihen lassen. Und alle freuen sich.

Die Kirchenbesucher fühlten sich berührt und die schönen Bilder und Erinnerungen von den Mariä-Himmelfahrts-Tagen früherer Jahre kehrten zurück. Pünktlich mit dem Glockenschlag am Beginn der Festandacht begann es zu tröpfeln, nachdem man über Wochen keinen einzigen Regentropfen gesehen oder gespürt hatte. Waren die Regentropfen nach Wochen der Trockenheit ein Zeichen der Gottesmutter, dass sie die Menschen nicht im Stich lässt, sondern dass sie Hoffnung haben dürfen, dass alles gut wird? Der Festtag gibt uns Hoffnung.

Zu Beginn der abendlichen Festandacht, die Pater Pius mit Gebeten und Liedern zusammengestellt und sehr feinfühlig und sehr treffend vorbereitet hatte, überreichten Peter Albrecht und Brigitte Metzler als Vertreter des Zeller Pfarrgemeindeteams dem Guardian des Klosters Berthold nach alter Tradition eine Votivkerze. Sie trug den Titel „Maria Königin des Friedens“ und Brigitte Metzler legte der Gottesmutter die vielen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, in ihre Hände.

Als Höhepunkt der Andacht fand wieder die Lichterprozession rund um die Wallfahrtskirche statt. Welch ein Unterschied zu Mariä Himmelsfahrt im vergangenen Jahr. Das Leuchten der Lichter der Kerzen bei der Lichterprozession, die dieses Jahr endlich nach alter Tradition wieder stattfinden durfte, das in diesem Jahr wieder erlaubte Singen altvertrauter Marienlieder, das hatten die Menschen so vermisst.

Aufbruchstimmung und Zuversicht

Dazu wieder das vertraute Bild der Gläubigen aus dem ganzen badischen Land mit den Kräuterbüscheln, wie sie schon Oma zusammengesucht hatte, als Schutz für die Familie und Haus und Hof. Man spürte, es herrschte wieder Aufbruchstimmung, Zuversicht. Die musikalische Umrahmung der Lichterprozession durch die Musikkapelle Unterharmersbach unter der Leitung von Vizedirigent Patrick Friedmann kam ebenfalls bestens an. Ebenso die festliche Orgelmusik beim Einzug und der Gesang von Bruder Pirmin, der mit seiner herrlichen Stimme die Bitten, den Dank für Schutz und die Hilfe in allen Nöten vortrug. Der eucharistische Segen beschloss die Andacht. Bruder Berthold dankte allen, die bei der Gestaltung der Lichterprozession mitgeholfen hatten. Besonders freute ihn, dass die Kirche immer voll besetzt war und die Bänke auf dem Vorplatz ebenfalls gut gefüllt waren.

Den Glauben in das Leben übersetzen

Das feierliche Hochamt erhielt am Festtag durch die Beiträge des Kirchenchores Zell unter Wolfram Dreher eine festliche Note. Das Hochamt, wie die anderen drei Messen, hielt Bruder Jens Kusenberg, München. Der 22-jährige Kapuziner erhielt für seine frei gehaltene Predigt spontanen langanhaltenden Beifall.

Sein Kernsatz: „Es gehört zu einem christlichen Leben, dass man das im Glauben Erkannte auch in sein Leben übersetzt und bezeugt. So auch die Glaubenssätze zu Maria, die die Kirche lehrt. Es ist die Zusage und das Ziel, dass dem Gläubigen die Herrlichkeit Gottes zugesagt ist. Das Leben und Beispiel der Gottesmutter zeugt davon.“

Inmitten der Angst und Not erhebt die Kirche, der man so gern vorwirft, sie sei politisch und der irdischen Macht ergeben, sie richte sich gar zu gern definitiv in dieser Welt ein, ihr Haupt und schaut der einzigen Hoffnung entgegen, der sie wahrhaft vertraut, der Zukunft Gottes, der so sehr mit seinem Reich am Kommen ist, dass er schon begonnen hat, ganz da zu sein, schaut die Kirche empor und grüßt in Maria, ihrem eigenen Vorbild, ihre eigene Zukunft, die Zukunft der „Auferstehung des Fleisches“.

Kräuterbüschel zur Weihe gebracht

Viele Gläubigen ließen traditionell ihre mitgebrachten Kräuterbüschel am Festtag Marien weihen.

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Schlagworte:
Maria Himmelfahrt, Wallfahrt, Wallfahrtskirche Maria zu den Ketten

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