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Zell am Harmersbach | 20.08.2018

Zeller Museumsnacht mit mehr Musik auch für Nicht-Museumsgänger geeignet

Maria Hättich erklärt das diesjährige Konzept

Foto:
Gezielte Illumination, einzigartige Atmosphäre. Foto: Inka Kleinke-Bialy
von Inka Kleinke-Bialy

»Nicht jeder Besucher wird in die Museen gehen«, weiß Maria Hättich vom Zeller Stadtmarketing erfahrungsgemäß, »deshalb habe ich Wert darauf gelegt, dass wir diesmal mehr Musik haben.« Bis zu 4000 Gäste und mehr besuchen die Zeller Museumsnacht, die heuer am 31. August zum nun schon 13. Mal statt­findet.

Maria Hättich hofft für die Museumsnacht auf gutes Wetter, doch auch bei Regen strömten schon die Besucher.
Foto: Inka Kleinke-Bialy
Gezielte Illumination, einzigartige Atmosphäre.

»Historie, Kunst, Musik und Kulinarik für jung und alt« – dieses Motto hat sich das Städtle für die Museumsnacht auf die Fahnen geschrieben. Inzwischen alle zwei Jahre und nun schon zum dreizehnten Mal bereits findet die Veranstaltung statt, ein alter Hut ist sie deshalb noch lange nicht. Nicht zuletzt, weil Organisatorin Maria Hättich als rundherum jung gebliebener »alter Hase« im Geschäft stets offen für Neuerungen ist.

Gänzlich anders als bisher geht es denn auch im historischen Rundofen zu, auf dem einstigen Areal der Keramikfabrik. Bislang war der drei Stockwerke hohe Brennofen von Mitgliedern des Historischen Ortsvereins in seiner Funktionsweise erklärt worden. »Das war in den ersten Museumsnächten sehr gut angenommen worden, da ist der Rundofen regelrecht überrannt worden, aber dann hat das Interesse abgenommen«, erklärt Maria Hättich.

Stattdessen werden nun in einem Seitenbereich Stellwände über die anstehende architektonische Neugestaltung des einzigartigen Industriedenkmals informieren. Was bedeutet: Ein allerletztes Mal kann dessen Inneres in seinem derzeitigen Zustand besichtigt werden, »danach geht’s mit den Bauarbeiten los.«

Mehr noch: Auf das Betreiben der Narrenzunft hin wird sich die mittlere Etage in eine Cocktailbar verwandeln. Dazu gibt’s »coole« junge Live-Musik: Hier, wo dereinst bei höllenheißen Temperaturen Scherben gebrannt wurden, werden die Musiker der Gruppe PAN ihren Zuhörern einheizen, als wollten die Schlote wie früher wieder rauchen.

Hauptstraße gesperrt

Neu auch wird sein, dass am Narrenbrunnen eine Band spielt. »Out of the Box« heißt die Gruppe, die mit »Black Forest Folk« für gute Laune sorgt. »Weil die Hauptstraße in der gesamten Altstadt gesperrt ist, wollten wir auch in ihrem unteren Bereich etwas machen«, erklärt Maria Hättich das Konzept.

Ursprünglich sollten hier auf eine Wasserwand Bilder projiziert werden. »Das sieht toll aus«, schwärmt die versierte Veranstaltungskauffrau. Aber die Dürre der vergangenen Wochen ließ sie von dieser Idee Abstand nehmen: »Dafür hätte die ganze Nacht über Wasser aus dem Kanal gepumpt werden müssen, das dann wegläuft.« Ein Feuerwerk wiederum ließ sich aus Sicherheitsgründen nicht umsetzen. Stattdessen wird nun also umso tollere Musik auch an dieser Stelle für Action sorgen: »Die Beschallung durch »Out of the Box« geht dann fast bis zum Rathaus hoch«, freut sich Maria Hättich auf das, was kommt.

Nicht weniger neu ist, dass auf dem Kanzleiplatz eine offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Günter Pfundstein stattfinden und diese im Anschluss durch Blasmusik unterstrichen wird. Dafür sorgen jene Mitglieder der Stadtkapelle, die zu diesem Zeitpunkt nicht in Urlaub sind. »Die machen das ganz spontan, an verschiedenen Orten«, erzählt die Organisatorin von dem geplanten Treiben in Turm und Gassen.

Eine Band »für ältere Semester« spielt gemäß den Worten der Veranstaltungskauffrau beim Storchenturmmuseum: Papa Klaus und seine Jazzmen waren regelmäßig die Favoriten des Zeller Altbürgermeisters Hans-Martin Moll. »Papa Klaus dürfte inzwischen Anfang oder Mitte Siebzig sein«, schätzt Maria Hättich, »die Band macht professionelle, supergute Musik.« Dass die Jazzer vom Alter her gut zum Storchenturmmuseum passen, meint sie, denn selbiges wurde am 31. Juli 1938 und damit vor 80 Jahren eröffnet. Raritäten aus der Vergangenheit sind in den altehrwürdigen Gemäuern zu bestaunen – von Trachten und Hausrat über regionales Handwerk hin zum hoch im Turm gelegenen Kerker mit seinen Folterinstrumenten.

Street-Art for kids

Die altbewährt-volkstümlichen Klänge von Karlheinz und Gaby Seitz hingegen sind es, die den Besucher beim Heimatmuseum Fürstenberger Hof erwarten. Gleichzeitig kann man hier den Spuren des Alltags einer Schwarzwälder Bauernfamilie folgen, kann Strohmachern und Spinnerinnen über die Schulter schauen.

Wie auch bei den früheren Veranstaltungen hat die Historische Buchdruckerei in der dreizehnten Museumsnacht ebenso geöffnet wie die »Villa Haiss« als das fünfte der Zeller Museen. Der Betreiber dieses Museums für Zeitgenössische Kunst öffnet zudem das sonst nur bei persönlicher Terminabsprache zugängliche ASAS Art Center mit seiner außergewöhnlichen Ausstellung chinesischer Kunst.

Bunt gemischt ist auch das weitere Programm. In der alten Wäschkuchi wird daran erinnert, wie Hausfrauen ganzer Generationen hier mühevoll ihre Wäsche von Hand wuschen und dabei ratschten und tratschten, was das Zeug hielt. Und während am Hirschturm die Bürgerwehr mit ihren Frauen biwakiert, können Kinder unter der Leitung eines jungen Offenburger Künstlers sich an Street-Art versuchen und die Hauptstraße in nie dagewesener Weise bemalen.

Überall in das Geschehen eingebunden ist die Gastronomie – und neben dem kulinarischen auch der unbedingt optische Genuss. Dafür sorgt die gezielte Illumination einzelner Gebäude in der Hauptstraße mit ihren mittelalterlichen und Jugendstilfassaden. Überdies werden drei und fünf Meter hohe Lichtkegel die Richtung zu den »Hot-Spots« weisen. Fackeln und Flammschalen tun ihr Übriges, um für eine einzigartige Atmosphäre zu sorgen.

Informationen

Am Freitag, 31. August, Start um 19 Uhr auf dem Kanzleiplatz, mit Blasmusik in Turm und Gassen. Alle fünf Museen haben bei freiem Eintritt bis 24 Uhr geöffnet. Über das weitere Programm inklusive Live-Musik, Mitmach-Aktion für Kids, Zeller Kunstwege-Führung sowie Stadtführung informiert ein Flyer oder ein Blick auf www.zell.de.

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