Mostbuebe und Mostmaidle sorgten für Städtlemarkt-Attraktion:

Neuhauser Narren boten natürliche Genüsse

Wer am Samstagmorgen über den Städtlemarkt schlenderte, wurde auf eine größere Besucher-Ansammlung vor dem Storchenturm-Museum aufmerksam. Das besondere Interesse galt einer Trotte, aus deren Ablauf beständig ein goldgelber Apfelsaft rann.

Vor allem Mütter mit kleinen Kindern hatten sich hier eingefunden. Anscheinend wollten sie den Kleinen zeigen, dass der köstliche Saft zuerst aus der Presse kommen muss, bevor er in Flaschen abgefüllt werden kann. Von Zeit zu Zeit drehte die kräftige Dorfjugend an der Spindel, um den nachlassenden Saftfluss wieder zu verstärken.

Die Maidle schenkten indessen den Marktbesuchern den frisch gepressten Saft aus. Wer wollte, bekam auch den behutsam vergorenen Most. So richtig durstig waren allerdings nicht viele Kunden. Das Wetter hatte doch im Vergleich zu den letzten Wochen merklich abgekühlt. Der Himmel war bewölkt und ließ ab und zu ein paar Tropfen fallen. Für die staubtrockene Natur war es zu wenig, für den Marktbetrieb war es ok.
Die Kuchentheke lockte mit selbstgebackenen Köstlichkeiten. Besonders begehrt war der Apfelstrudel. Schließlich erinnerte sein Inhalt den dankbaren Genießer an die rotbackigen Herbstfrüchte. Gisela und Karl-Heinz Hug sorgten im Hintergrund mit Gesang und Akkordeon für eine bodenständige Stimmung. Dass »Blue Sky« nicht nur an Fasend, sondern auch unterm Jahr das Gemüt aufheitert, hat auch einen Erntedank verdient.

 

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