Knapp 20 Minuten vergingen, bis unter dem Applaus zahlreicher Schaulustiger der Maibaum mit einem Ruck seinen Standort für die nächsten Wochen gefunden hatte. Die anschließenden Feierlichkeiten dauerten etwas länger.
Um 18 Uhr gaben der Spielmanns- und Fanfarenzug mit der Trachtentanzgruppe der Historischen Bürgerwehr den 31 Zimmerleuten der örtlichen Zimmereien (Rolf Rombach, Klaus Lehmann, Thomas Lehmann, Paul Roth) mit dem Maibaum das angemessene Geleit durch das Dorf zum Rathausplatz.
Viel Volk hatte sich dort eingefunden, um dem jährlichen Schauspiel zu folgen. Schon bei den Vorbereitungen war zu sehen, dass auch bei diesem Spektakel Sicherheit Vorrang hat.
Wipfel wippt nach oben
Sorgfältig wurden sogenannte „Schwalben“ zum Aufrichten angesetzt. In regelmäßigen Abständen gab wie in den vergangenen Jahren Zimmermeister Klaus Lehmann das Kommando „Achtung, hebt an“. Meter um Meter wippte der Wipfel des 19,5 Meter hohen Baumes nach oben. Ein letztes Wackeln, ein Hammerschlag hier und ein Keil dort – das Werk war zünftig vollbracht. 26 Tafeln zeigen die breit gefächerte Aufstellung des örtlichen Handwerks.
Trachtentänzer tanzen
Währenddessen unterhielten die 20 Spielleute des Spielmanns- und Fanfarenzuges der Historischen Bürgerwehr unter Tambourmajor Rudolf Maier die Gäste. Anschließend hatten die zehn Tanzpaare der Trachtentanzgruppe, begleitet von Elfriede Lehmann, Herbert Jilg und Vinzent Lehmann, ihren Auftritt, mit dem sie die Gäste zum Tanz in den Mai animierten. Zwar war als Unterhaltungsmusik „Vater und Sohn“ (Felix und Sascha Huber) angesagt, spontan formierte sich jedoch anfangs die familiäre „Huber-Band“ (Felix, Sascha sowie Ehefrau Helga und Sohn Leano) mit keineswegs geringerem Unterhaltungswert.
Während auf dem gut besetzten Rathausplatz die Feierlaune stieg, hatten die Narren der Unterdorfer Fasentgemeinschaft alle Hände voll zu tun, um die Kondition der zahlreichen Gäste mit Speis und Trank auf angemessenem Niveau zu halten.





