Für DJK-Mitglieder gilt in 2026 und 2027 der Nulltarif für den neuen Padelpark Kinzigtal in Biberach. Gestartet werden soll im Juni.
„Eine spannende, moderne Sportart, die perfekt zu unserer DJK passt“. So wurde „Padel“, die aktuell am schnellsten wachsende Sportart, von Vorstandsmitglied Jürgen Fritsch charakterisiert. Sie stellt eine Mischung aus Tennis und Squash dar. Der DJK nahm das Projekt auf, nachdem die über mehrere Jahre hinweg angestrebte Installation einer Indoor-Kletterwand aufgrund der nicht passenden Statik in der Reichstalhalle sowie stark gestiegener Baukosten verworfen werden musste.
„Doch Stillstand war keine Option für uns“, betonte Jürgen Fritsch, „wir wollen unseren Verein weiterentwickeln und die Zukunft aktiv gestalten.“ Da passte es, dass die DJK-Mitglieder Theresa Lehmann und Jan Schäck den Vorstand mit der Idee einer Padel-Anlage kontaktierten, im April des vergangenen Jahres.
Nach intensiven Überlegungen beschloss der Vorstand im November 2025 einstimmig, das Projekt mit 15.000 Euro zu unterstützen. „Theresas Vater Horst Lehmann hat sich bei dem Beschluss der Vorstandschaft nicht beteiligt und auch keine Überzeugungsarbeit geleistet“, hob Jürgen Fritsch in Bezug auf den Altvorstand ausdrücklich hervor.
Nach minutiöser Ausarbeitung des Vertrags wurde dieser am 28. April 2026 von beiden Parteien unterzeichnet. „Als größter Verein der Gemeinde tragen wir Verantwortung dafür, dass wir zukunftsfähig, attraktiv und innovativ bleiben“, erläuterte der Vorstandsteamler den Grund für den Einstieg in das Projekt. Mit Padel „können wir unser Profil als moderner, offener und zukunftsorientierter Breitensportverein weiter schärfen.“
Leicht zu lernen und gesellig
Hinzu kommt, dass es Padel im Harmersbach- und Kinzigtal bislang noch nicht gibt – Experten erwarten, dass Deutschland in drei bis fünf Jahren zu den Top-5-Padelmärkten Europas gehören wird. Die Einstiegshürde ist extrem niedrig: „Padel ist leicht zu erlernen, macht schnell Spaß und bietet gerade im Breitensport schnelle Erfolgserlebnisse – auch für absolute Anfänger.“
Ein weiterer wichtiger Punkt sei das Thema Gemeinschaft, erläuterte Jürgen Fritsch. Denn Padel wird zu viert im Doppel gespielt. Teamgeist sei also zentral: Der Sport fördere Begegnung, Austausch und soziale Bindung, „und genau das ist es, was unseren Verein seit 1979 ausmacht.“ Wobei man bei dem sehr geselligen Spiel auch gegen Spieler antritt, die man nicht kennt – in sogenannten „open matches“.
Zudem eröffne Padel neue Zielgruppen, unterstrich der Vereinsobere, „wir erreichen Menschen, die bisher keinen Zugang zu unseren Sportarten hatten – insbesondere Jugendliche, junge Erwachsene, Familien und Wiedereinsteiger.“ Überdies stehe Padel nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Vereinsabteilungen, sei eher eine ergänzende Ballsportart.
Darüber hinaus sei Padel „ein Outdoor-Sport, den wir bisher nicht in unserem Vereinsprogramm haben.“ Und er falle genau in die Zeit, in der viele der DJK-Hallensportarten eher eine ruhigere Phase haben, also in die Monate April bis Oktober, „damit erweitern wir unser Angebot nicht nur, wir machen es auch jahreszeitlich breiter.“
Die konkreten Vorteile, die Oberharmersbacher DJK-Mitglieder durch das Padel-Projekt haben, erläuterte Jürgen Fritsch wie folgt: Die Nutzung der (im Übrigen ganzjährig bespielbaren) Padel-Plätze in den Jahren 2026 und 2027 ist für sie komplett kostenlos. Ab 2028 erhält jedes DJK-Mitglied zwei Euro Rabatt pro Spieler und gebuchter Stunde.
Donnerstags von 17 bis 21 Uhr ist ein Padel-Platz exklusiv für DJK-Mitglieder reserviert. „Bis 17 Uhr am Vortag ist diese Zeit sogar komplett geblockt, so dass unsere Mitglieder bevorzugt buchen können.“ Auf Wunsch stehen Theresa Lehmann und Jan Schäck an diesem Abend als Trainer zur Verfügung, zur Unterstützung beim Einstieg oder Verbesserung der Technik.
Der Vorstand sieht so die Chance, weitere neue Mitglieder zu gewinnen, „Menschen, die vielleicht wegen Padel erstmals mit der DJK in Kontakt kommen und dann auch andere Angebote entdecken.“ Weitere Infos gibt es – ab Ende Mai – auf www.djk-oberharmersbach.de.





