Investitionen in den kommunalen Fuhrpark und die Hallenpflege standen am vergangenen Montagabend auf der Agenda des Oberharmersbacher Gemeinderats. Dabei kam es zu einer Entscheidung, die Seltenheitswert hat: Der Rat lehnte die günstigsten Bieter ab.
Ob auf winterlichen Straßen oder auf dem glänzenden Hallenboden: Der Rat setzte bei zwei Ersatzbeschaffungen einstimmig auf langlebige Technik, auch wenn dafür tiefer in die Tasche gegriffen werden muss.
Edelstahl gegen den Rostteufel
Wenn es um den Winterdienst geht, ist das Material extremen Belastungen ausgesetzt. Salz und Feuchtigkeit nagen ununterbrochen an der Substanz. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung bei der Ersatzbeschaffung eines neuen Streugerätes für den Bauhof. Drei Angebote lagen auf dem Tisch, preislich eng beieinander, doch der Bauhof hatte einen klaren Favoriten: das teuerste Modell.
Das favorisierte Gerät punkte mit einem deutlich höheren Anteil an Edelstahlkomponenten, was es resistenter gegen Korrosion mache, erläuterte Bauhofleiter Stefan Lehmann. Ein mahnendes Beispiel käme aus der Nachbarschaft: In einer anderen Kommune hätte man sich für einen günstigeren Anbieter entschieden und kämpfe nach nur zwei Jahren mit massiven Problemen beim Kundendienst. Der Rat folgte dem Wunsch des Bauhofs und gab einstimmig grünes Licht für das Qualitätsmodell zu einem Preis von 35.672,58 Euro brutto, was knapp 700 Euro über den im Haushalt veranschlagten Finanzmitteln liegt. Die Unterdeckung soll aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds ausgeglichen werden.
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