Der Grüne-Landtagsabgeordnete Thomas Marwein und die Grüne-Landtagskandidatin Maren Seifert haben Oberharmersbach im Rahmen ihres Wahlkampfs besucht und sich bei Bürgermeister Richard Weith über aktuelle Projekte und Herausforderungen informiert.
Im Mittelpunkt standen der Austausch mit Bauhof-Mitarbeitern, die Reichstalhalle sowie kommunale Infrastrukturfragen.
Beim Rundgang durch den Bauhof schilderten die Mitarbeiter beengte räumliche Verhältnisse, bauliche Mängel und erschwerte Arbeitsabläufe. Zudem sei eine getrennte Umkleidemöglichkeit nicht vorhanden, weshalb sich die Beschäftigten zu Hause umziehen müssten. Das Gebäude war bereits im ersten Landessanierungsprogramm berücksichtigt, jedoch zugunsten anderer Maßnahmen zurückgestellt worden. Nun strebt die Gemeinde eine Aufnahme in ein weiteres Verfahren an. Diskutiert werde eine Generalsanierung mit Umbau oder eine Verlagerung des Standorts.
Auch die 1981/82 erbaute Reichstalhalle wurde besichtigt. Das stark genutzte Gebäude benötige aus energetischen Gründen eine grundlegende Sanierung. Die Installierung einer Photovoltaikanlage sei derzeit aus statischen Gründen nicht umsetzbar. Beide Vorhaben sollen in ein neues städtebauliches Sanierungsverfahren eingebracht werden.
Thema war außerdem der Tourismus, der mit rund 90.000 Übernachtungen im Jahr und etwa 16.000 Besuchern des Weihnachtswegs ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde ist.
Beim Austausch über die Finanzen verwies Bürgermeister Weith auf den zunehmenden Sanierungsbedarf im Straßennetz. Viele Straßen seien im Zuge der Flurbereinigung mit hoher Förderung gebaut worden und kämen nun gleichzeitig in die Jahre und müssten saniert werden. Marwein verwies auf die finanzielle Beteiligung des Landes an der kommunalen Infrastruktur. Seifert erklärte, sie wolle sich für weitere Programme einsetzen, da der Sanierungsbedarf nicht nur bei Straßen, sondern auch bei Brücken spürbar sei.
Abschließend informierten sich die Gäste über das geplante Gewerbegebiet „Wittum“, das auf rund 1,5 Hektar mehreren kleinen und mittelständischen Unternehmen Platz bieten soll.
Bürgermeister Weith sprach sich für verhältnismäßige Umweltauflagen aus, da hohe Erschließungskosten Projekte zunehmend erschwerten.





