Am Festsonntag zum 15. Hademar-Jubiläum war viel los. Und es gab Geschenke für das Maskottchen der Gemeinde: eine Kugelbahn auf dem Naturerlebnispfad sowie Hademar-Liegestühle, die sich Vereine für Veranstaltungen ausleihen können.
Hademar Waldwichtel, den nach ihm benannten Natur-Erlebnispfad und fast ebenso lange ist dieser ein absoluter Besuchermagnet für Gäste aus nah und fern“, fasste Bürgermeister Richard Weith den Anlass des mehrtägigen Geburtstagsfestes zusammen.
Zur Eröffnung des Haupttages am vergangenen Sonntag hatten sich rund 100 Gäste auf dem Schulhof der Brandenkopf-Schule eingefunden. Unter anderem deren Rektorin und damit Hausherrin Swenja Gäthje und die Vertreterinnen und Vertreter der Sponsoren: Apotheke am Kurgarten, Sparkasse Kinzigtal und Volksbank Lahr eG.
Ein großes Lob richtete der Bürgermeister an die Tourismus-Leiterin Jill Löffler, die federführend gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin und dem „Kreativ-Team“ der Gemeinde viel Zeit und Herzblut in die Organisation des Festtags und das insgesamt vier Tage währende Rahmenprogramm investiert hatte.
Auch dem Bauhof-Team galt das Lob. Der Oberharmersbacher Bauhof ist unter der Leitung von Stefan Lehmann und Stellvertreter Bernd Huber immer für eine kreative Überraschung gut und zeichnet nicht nur auf dem Natur-Erlebnispfad mit seinen heute über 20 Spiel- und Erlebnisstationen, sondern inzwischen in der gesamten Gemeinde für viele touristische Anziehungspunkte verantwortlich.
Zudem betonte Richard Weith, dass ohne die tatkräftige und unkomplizierte Unterstützung der zahlreichen Ehrenamtlichen das Fest in dieser Form nicht möglich gewesen sei. Daher sprach er Vereinssprecher Claus Jilg und allen Akteuren der Vereine einen besonderen Dank aus.
Ein solcher galt auch Thomas Theis, Oberharmersbachs ehemaligem Tourismus-Chef. Als Mann der ersten Stunde und damit sozusagen Geburtshelfer des Waldwichtels hatte er es sich nicht nehmen lassen, eigens zu Hademars Geburtstag aus der Eifel anzureisen. In einem kurzweiligen Interview stellte er sich den Fragen des Bürgermeisters.
Herausforderung Streckenverlauf
Unter anderem erfuhr man, dass die Suche nach dem passenden Streckenverlauf durchaus eine Herausforderung gewesen war: Die Besucher sollten nicht erst aus dem Ort herausfahren müssen, auch die Parkplatzsituation galt es zu berücksichtigen. „Aus dem ganzen Dorf kam damals Unterstützung“, erinnert sich Thomas Theis. Keiner aber habe damals gedacht, dass sich der wichtelige Hademar zu einem echten Maskottchen entwickeln würde, zu einer Symbolfigur für Oberharmersbach.
Beispielsweise findet man den Waldwichtel inzwischen im Freibad als Taucher mit Bade-Ente, im Kindergarten mit einer großen Sonnenblume, als Wanderer mit Stock und Rucksack auf dem Brandenkopf und nun auch an den Spielplätzen im Dorf. „Das zeigt, dass auch aus einer kleinen Idee etwas Großes werden kann“, freute sich Thomas Theis. Und Bürgermeister Weith resümierte mit einem Schmunzeln: „Man kann sagen, in Oberharmersbach ist die Kreativität zu Hause.“
Derzeit lebt Hademar noch allein. Daher wollte der Bürgermeister von dem Touristiker wissen, was dieser von der Idee hält, dass das Kerlchen mit dem langen weißen Wallebart irgendwann einmal eine Familie bekommt. Thomas Theis musste nicht lange nachdenken: „Das sei ihm gegönnt!“. In das Applaudieren und Lachen des Publikums mischte sich das begeisterte Hupen eines Bobby-Cars, von dem Vater des jungen Besitzers betätigt.
Kinder interviewen Stargast
Auch sonst ging es alles andere als steif zu auf diesem Geburtstagsfest. Wie bei dem Interview mit Stargast Tobias Ohmann, vom Kika-Kinder-TV als „Wildnis-Coach Tobi“ und zudem als Autor bekannt. Diesmal waren es die Grundschüler Johanna und Jonathan, die das Gespräch führten. Sie meisterten ihre Aufgabe am Mikrofon bravourös, stellten interessante Fragen und erhielten von dem sympathischen Erlebnispädagogen spannende, kurzweilige Antworten.
„Ich bin ja schon oft interviewt worden, aber mit Euch hat es mir heute besonders viel Spaß gemacht“, erklärte Tobias Ohmann, der bei seiner späteren Signierstunde viel zu tun hatte. Was er vom Hademar-Erlebnispfad hält? „Ich finde es eine sehr schöne Idee, das, was Kinder in der Natur erleben können, mit einer Geschichte zu verbinden.“
Und erleben kann man auf dem Hademar-Pfad künftig noch mehr. Dank eines riesengroßen Geburtstagsgeschenks, versteckt unter einem weißen Tuch mit bombastischer roter Schleife. Was war da so geheimnisvoll verpackt? Unter anderem Sebastian Lebek, Vorstandsmitglied der Sparkasse Kinzigtal, half bei der Lüftung des Geheimnisses: eine ganz besondere, weil überdimensionale und natürlich vom Bauhof kreierte Kugelbahn aus Holz kam beim Zur-Seite-Ziehen des weißen Tuchs zum Vorschein. Dass Hademar sich eine solche wünscht, war bei dem diesjährigen Hademar-Osterrätsel herausgekommen.
Ein Kugelautomat für die neue Kugelbahn
Und weil es für eine Kugelbahn natürlich Kugeln braucht, erhielt der Waldwichtel ein zweites Geschenk: einen ebenfalls hölzernen Holzkugelautomaten. Das Geburtstagsglück vollständig machte Vereinssprecher Claus Jilg mit einem Scheck. Die von den örtlichen Vereinen gespendeten 750 Euro sind bereits im Vorfeld zum Teil investiert worden: in gemütliche Hademar-Liegestühle, die bei Bedarf von den Vereinen gerne für Feste und Veranstaltungen ausgeliehen werden können.
Zwei flockig-fröhliche Geburtstagsständchen kredenzte Felix der Glückliche in Begleitung von Bernhard. Für weitere musikalische Umrahmung sorgte das Jungmusiker-Ensemble des Oberharmersbacher Musikvereins sowie die Flötenband. Und auch die Kindervolkstanzgruppe erntete kräftigen Applaus. Mit viel Elan trotzte sie den hohen Temperaturen.
Auch sonst war viel auf dem Schulhof und dem weitläufigen Schulgelände los. Das lag an den acht lustigen Spielplätzen, die eigens für Hademars Geburtstagsfest aufgebaut worden waren und von Ortsvereinen betreut wurden: Bärenzunft, DJK, DRK, Freiwillige Feuerwehr, Förderverein und Elternbeirat Kinderhaus Sonnenblume, Landfrauen, SVO, TCO. Die Kinder, die an jedem der Spiele mitgemacht und dadurch insgesamt acht Stempel gesammelt hatten, durften einen Gewinnspielschein ausfüllen und dem Postboten-Hademar in die Tasche werfen. 159 Rückläufe waren es am Ende des Tages, unter denen insgesamt zehn Preise ausgelost werden.
Am abendlichen Ende des großen Geburtstagsfestes freute sich Tourist-Info-Leiterin Jill Löffler sowohl über den Besucherzustrom als auch über die rundherum gelöste Atmosphäre: „Ich bin total zufrieden und überglücklich damit, wie es gelaufen ist.“
Foto: Inka Kleinke-Bialy
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Foto: Jasmina El Alaoui
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