Mit dem Spatenstich am Donnerstagnachmittag hat die Orbau-Gruppe offiziell den Umbau und die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes begonnen.
Das Haus Rothschild wird bis November 2027 zu einer Wohn- und Ferienresidenz umgebaut. Geplant ist, das denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten und mit modernen Elementen zu ergänzen.
Zum Spatenstich versammelten sich am Donnerstagnachmittag im Park Vertreter des Bauträgers Orbau, Käufer, Interessenten und lokale Persönlichkeiten. Bei sonnigem Wetter wurde der Start des Projekts bei kalten Getränken und Häppchen vom Schwarzwaldhotel Gengenbach offiziell begangen.
Projektentwicklung mit Heimatliebe
Luca Isenmann skizzierte den bisherigen Projektverlauf. „Es ist auch für uns kein alltägliches Projekt“, sagte er. Zwar saniere das Unternehmen regelmäßig historische Gebäude, das Haus Rothschild nehme dabei jedoch eine besondere Rolle ein.
Isenmann hatte sich bereits in seiner Masterarbeit mit dem Gebäude beschäftigt und ein Konzept für ein Designhotel entwickelt. Parallel dazu erarbeitete die Orbau-Gruppe ein wirtschaftliches Nutzungskonzept, das nun umgesetzt wird: Auf dem rund 9.000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen 22 Wohneinheiten.
Markante Elemente
Das architektonische Konzept setzt auf prägnante Elemente wie die Auffahrt und den Turm. Im Inneren sind über alle Stockwerke offene Verbindungen im Flurbereich geplant, die für ein großzügiges Raumgefühl sorgen sollen. „Man wird diesen Effekt spüren“, sagte Isenmann. Nach der Fertigstellung ist ein Tag der offenen Tür geplant.
Isenmann dankte dem Architekten sowie dem technischen Leiter und dem Projektleiter. Mit Blick auf das Team bemerkte er schmunzelnd: „Projektleiter und Polier kommen aus Nordrach – das muss einfach in eine gute Richtung gehen.“
Bürgermeister sieht Chance für den Ort
Nordrachs Bürgermeister Carsten Erhardt bezeichnete das Projekt als „besondere Chance“ für den Luftkurort. Nach Beginn des Leerstands vor einigen Jahren habe man gehofft, einen Partner zu finden, der sich des besonderen Gebäudes annimmt. „Orbau hat den Mut bewiesen“, sagte Erhardt. In das Vorhaben sei bereits viel Arbeit und Engagement geflossen.
Als Symbol für die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft überreichte der Bürgermeister eine Zeitkapsel. Sie enthält unter anderem ein „Nordi“-Plüschtier, das Heimatbuch sowie eine Ausgabe der Schwarzwälder Post vom 29. April 2026 und soll im Gebäude eingebaut werden. Auf den Moospfafflikör verzichtete Erhardt allerdings – augenzwinkernd mit Verweis auf die mögliche Materialermüdung der Gummidichtung.
Persönlicher Bezug zum Gebäude
Für Burkhardt Isenmann ist das Projekt auch mit persönlichen Erinnerungen verbunden. „Ich bin in Nordrach aufgewachsen und in den 1960er Jahren jeden Tag auf dem Schulweg hier vorbeigegangen“, sagte er. Dass er einmal Eigentümer des Gebäudes werden würde, habe er sich damals nicht vorstellen können. Die Aufteilung in 22 Wohneinheiten sieht er als Vorteil für den langfristigen Erhalt: Damit gebe es künftig mehrere Eigentümer, die Verantwortung für das Baudenkmal tragen. Nach Angaben des Unternehmens sind bereits rund 70 Prozent der Flächen verkauft.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





