Landsknechte und ihr Gesinde in historischen Gewändern haben ihre „Lagerey“ hinter der Hansjakob-Halle aufgeschlagen und mit ihrem Mittelaltermarkt „Zeitenspiel“ ein buntes Spektakel geboten.
Foto: Herbert Vollmer
Foto: Herbert Vollmer
Foto: Herbert Vollmer
Foto: Herbert Vollmer
Foto: Herbert Vollmer
Foto: Herbert VollmerVon Freitag bis Pfingstmontag wurde Nordrach zur Bühne der Fantasie. An allen vier Tagen kamen Besucher, teils selbst historisch gewandet, und genossen das abwechslungsreiche Programm.
Organisatoren mit Leidenschaft fürs Mittelalter
Das Ehepaar Anja und Markus Katz aus Haiterbach hatte den Markt organisiert. Seit vielen Jahren begeistert sie das Mittelalter. Sie besuchten zunächst Treffen und Mittelalterfeste, bevor sie ab 2016 eigene Veranstaltungen auf die Beine stellten. Großen Wert legen sie auf Familienfreundlichkeit. Kinder haben deshalb freien Eintritt. Nach Nordrach kamen sie über die Kontakte zu Tom und Kerstin Kempf. Das Nordracher Ehepaar unterstützte die Organisatoren auch bei der Vorbereitung und Durchführung.
Ritterturnier als Publikumsmagnet
Bereits zum vierten Mal gelang es den Veranstaltern, in Nordrach ein buntes Programm anzubieten. Im Mittelpunkt stand das Ritterturnier, das an jedem Nachmittag zahlreiche Zuschauer anzog. Drei Ritter kämpften dabei um die Gunst der Tochter des Burgherrn.
Leben wie im Mittelalter
Auf der Wiese hinter der Hansjakob-Halle entstand ein kleines Zeltdorf. Dort lagerten Landsknechte, Wikinger, Kelten und Ritter mit ihren Familien in historischer Kleidung. Das Essen wurde für alle gemeinsam in großen Kesseln über offenem Holzfeuer zubereitet.
28 Händler boten Waren aus Eisen, Leder und Knochen an. Zum Angebot gehörten Trinkhörner, Geweihe, Knöpfe und Nieten, mittelalterliche Kleidung, Schmuck, Kerzen und Holzkunst. Vier Verpflegungsstände versorgten die Besucher mit deftigen Speisen. In der „Wandelbar“ gab es Frischfruchtbowle, Säfte, Wein, Met und Bier.
Großes Interesse bei Jung und Alt fanden zudem der Ritterstand, der Schießstand und das Zauberrad. Mehrere Musikgruppen sorgten während des gesamten Marktes für Unterhaltung mit Musik und Gesang.
Weniger Besucher als erwartet
Mit dem Besucherzuspruch waren die Veranstalter allerdings nicht zufrieden. Statt der erwarteten 3.000 kamen an den vier Tagen nur rund 1.000 Gäste. Das hochsommerliche Wetter und die Ferienzeit dürften dabei eine Rolle gespielt haben. Ob der Mittelaltermarkt auch im kommenden Jahr wieder in Nordrach stattfindet, ist deshalb noch offen.




