Mitgliederversammlung spricht sich klar für den Fortbestand aus – trotz personeller Engpässe im Vorstand.
Die Mitgliederversammlung des Schwarzwaldvereins Nordrach fand in diesem Jahr nicht wie üblich am „Josefstag“, 19. März, sondern ein Monat später am vergangenen Sonntag im Bürgerhaus Nordrach statt. Zweiunddreißig Vereinsmitglieder nahmen teil. Die Versammlung gedachte zunächst der verstorbenen Mitglieder Willi Ficht, Eberhard Vollmer und Bernhard Welle.
In seinem ausführlichen Bericht erwähnte der Vorsitzende Arno Lehmann, auch als Wanderwart, die Aktivitäten und Veranstaltungen. Zwei Vorstandssitzungen fanden statt. Höhepunkt des Jahres sei die Partnerschaftswanderung im April gewesen, die vom Stollengrund zur Rautschhütte führte, wo ein Grillfest für die 40 teilnehmenden Wanderer stattfand. Im Herbst tagte der Bezirk Kinzigtal in Nordrach.
Der Verein beteiligte sich auch an dem Willkommenspaket für Neubürger, das Gemeinderätin Maria Schwarz angeregt hatte. Waltraud Lehmann hatte 25 Tüten mit Wanderplan, Info-Flyer und einem Gutschein für ein Fläschchen Moospfafflikör im Rathaus abgegeben. Bisher wurde allerdings kein einziger Gutschein eingelöst.
Vereinszweck wurde erfüllt
Der Vereinszweck wurde mit insgesamt 13 Wanderungen, 8 Nordic-Walking-Touren, einer E-Bike-Tour, zwei Kinderveranstaltungen und einer Naturschutzaktion mehr als erfüllt. 217 Wanderer legten insgesamt 140 km zurück. Arno Lehmann dankte mit einem kleinen Geschenk den Mitgliedern, die am häufigsten mitgewandert waren, an ihrer Spitze Brigitta Braun mit 12 Teilnahmen, gefolgt von Christa Späth, Arno Lehmann, Waltraud Lehmann, Ingeborg Bruder, Erwin Himmelsbach und Sonja Waschka.
Sonja Waschka, Erwin Himmelsbach, Waltraud Lehmann, Ingeborg Bruder, Christa Späth, Sandra Kuntzner, Margot Börschig, Albrecht Bruder und Jonas Lehmann waren als Wanderführer tätig.
Der Verein hat insgesamt 155 erwachsene Mitglieder, 67 Einzelmitglieder und 44 Familienmitglieder.
Die Wegewartin Dagmar Vollmer informierte, dass insgesamt 110 Standorte mit Wegzeichen zu betreuen waren. Insgesamt 102 km Wanderwege, mit gelben Rauten beschildert, werden jährlich betreut, ebenso 31 km mit blauer Raute. Die Wegepflege beinhaltet Kontrolle und Reinigung der Wegzeichen, aber auch das Freischneiden von schmalen Wanderwegen.
Die Kassenwartin Christa Späth hatte im August 2025 ihr Amt niedergelegt. Jonas Lehmann übernahm seither dieses Amt kommissarisch und konnte von einer noch gut gefüllten Vereinskasse berichten, auch wenn das Berichtsjahr erneut ein Defizit gebracht hat. Die beiden Kassenprüferinnen Angelika Boschert und Barbara Herrmann bestätigten eine einwandfreie Kassenführung.
Erhardt: Der Verein hat eine wichtige Aufgabe
Bürgermeister Carsten Erhardt würdigte die Leistungen des Vereins. Der Verein habe eine wichtige Aufgabe und mache sich besonders verdient, weil er das große Wanderwegenetz betreue und unterhalte, sowie sich auch für den Naturschutz einsetze. Der Gemeindezuschuss, den die Gemeinde für die Wegebetreuung leiste, sei gut angelegtes Geld. Erhardt beantragte die Entlastung des Kassierers, die ohne Gegenstimme erfolgte. Bei der Entlastung des übrigen Vorstands stimmten zwei Mitglieder dagegen, fünf enthielten sich der Stimme.
Anschließend war die Wahl eines Kassenwarts notwendig. Jonas Lehmann erklärte sich dazu bereit und wurde mit einer Gegenstimme gewählt.
Ein Vereinsmitglied kritisierte, dass es bisher noch keinen Wanderplan für 2026 gebe. Arno Lehmann entschuldigte sich dafür. Er habe wegen seiner Doppelfunktion keine Zeit gefunden. Der Verein könne trotzdem Wanderungen und Veranstaltungen durchführen, die vorher im Amtsblatt bekanntgegeben werden könnten.
Langjährige Mitglieder geehrt
Der Vorsitzende Arno Lehmann konnte insgesamt 9 Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft ehren: 25 Jahre: Elisabeth und Herbert Huber. 40 Jahre: Karin Oehler. 50 Jahre: Siegfried Braun, Elmar Hoferer, Regina Späth, Hubert Spitzmüller, Klaus Spitzmüller. 60 Jahre: Reinhard Walter. Sie erhielten eine Urkunde mit Ehrenadel sowie ein Weinpräsent.
Mitglieder sprechen sich für den Fortbestand aus
Nun stand der TOP „Der Schwarzwaldverein in Nordrach am Scheideweg“ auf dem Programm. Arno Lehmann bedauerte, dass die Vorstandschaft, bedingt durch Rücktritte, derzeit nur aus zwei Personen bestehe, dies seien er selbst und sein Sohn Jonas. Dies sei kein zukunftsträchtiges Modell. Es gäbe daher folgende Handlungsoptionen:
Erste Option: Wiederbesetzung aller Vorstandsämter mit jeweils einer Person sowie Fachwarte für Wandern, Wege, Naturschutz und Familien.
Zweite Option: Zusammenschluss mit benachbarten Schwarzwaldvereinen. Dafür gäbe es beim Hauptverein eine ehrenamtliche Stelle, die unterstützend und moderierend eingebunden werden könnte.
Dritte Option: Auflösung des Vereins.
In der anschließenden Diskussion gab es mehrere Wortmeldungen, die sich alle für die Fortführung des Vereins aussprachen und Arno Lehmann aufforderten, das Thema zeitnah in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu behandeln. Arno Lehmann stimmte dieser Vorgehensweise zu.
Am Ende der Mitgliederversammlung lud Arno Lehmann die Mitglieder zu kleinen Snacks sowie Getränken ein.




