Bei ihrer Frühjahrsübung simulierte die Feuerwehr Biberach gemeinsam mit Kräften aus Zell, Gengenbach und dem DRK-Ortsverein einen komplexen Brandeinsatz in der Kinzigstraße. Mehrere Personen galten als vermisst.
Um 14.45 Uhr quillt dichter Rauch aus der Zimmerei Ringwald in der Kinzigstraße – und der sieht täuschend echt aus. Ein Kind rollert über den Raiffeisen-Parkplatz, Familien genießen die Nachmittagssonne. Schaulustige bleiben stehen. Alle Blicke gehen zur Halle. Auch mehrere Gemeinderäte haben sich eingefunden, um sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Biberacher Feuerwehr zu machen. Um Punkt 15 Uhr zerreißt das Heulen der Sirene die Stille. Die Frühjahrsübung beginnt – und der Kunstnebel aus den Nebelmaschinen tut seine Wirkung.
Erst informieren, dann retten
Um 15.03 Uhr hält das erste Fahrzeug auf dem Parkplatz des angrenzenden Raiffeisenmarkts. Die Erkundung beginnt. Ein Feuerwehrmann läuft auf einen Mitarbeiter der Zimmerei zu: Was ist passiert? Wie viele Menschen fehlen? Wo könnten sie sich befinden?
Das angenommene Szenario: Im westlichen Dachbereich der Zimmerei hat ein technischer Defekt Feuer ausgelöst. Die Flammen greifen auf Lacke, Farben, Harze und Holz über – eine gefährliche Mischung. Zwei Mitarbeiter haben versucht, selbst zu löschen, und gelten seitdem als vermisst. Fünf weitere Personen werden in den Sozialräumen vermutet.
Der Mitarbeiter bleibt anschließend beim Kommandofahrzeug. Für die Einsatzleitung ist er wichtig, falls weitere Fragen auftauchen. Währenddessen kommen weitere Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene an. Jetzt kommt es auf die Aufstellung an. Die Fahrzeuge müssen so stehen, dass weitere Kräfte noch vorbeikommen. Der Einsatzleiter steht mittendrin. Immer wieder kurze Absprachen. Einweisen. Funksprüche. Neue Lagebilder. Während Atemschutzträger ihre Ausrüstung anlegen, bauen andere Trupps die Wasserversorgung auf. Schläuche rollen über den Hof, Kupplungen klacken auf den Asphalt.
Drehleitern brauchen Platz
Dann macht sich im Obergeschoss eine Person am Fenster bemerkbar. Der Treppenraum gilt als verraucht. An der hinteren Zufahrt der Zimmerei positioniert sich die Drehleiter aus Gengenbach für den Löschangriff.
Parallel bauen Feuerwehrleute die Löschwasserversorgung aus der Kinzig auf. Pumpen laufen an, Schläuche ziehen sich bis zum Gebäude. Außerdem wird Wasser über einen Hydranten eingespeist. Das alles passiert, während die Helfer des DRK-Ortsvereins Biberach einen Behandlungspavillon aus dem Boden stampfen – Schatten für die Verletzten.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





