47 Gruppen haben ihr Kommen angesagt. Das Motto lautet: „Biberach feiert bunt und frei. Valentinstag mit Herz, Humor und Narretei“
Sechs Tage lang regieren die Narren in Biberach. Am gestrigen Schmutzigen Donnerstag haben sie das Rathaus erstürmt und dabei symbolisch die Macht im Ort übernommen. Der große Umzug am morgigen Samstag, 14. Februar 2026, und der Kinderumzug am Dienstag mit anschließendem Suppenessen sind die Höhepunkte der fünften Jahreszeit in Biberach.
„Auch dieses Jahr wollen wir das Narrenvolk wieder mit einem sehenswerten Umzug und mit einer rauschenden Narrennacht im Narrendorf begeistern“, betont Oberzunftmeister Marco Schlieter. Dass es dabei hoch hergehen wird, steht außer Frage. Gefeiert wird mit Herz und Humor – schließlich ist am Samstag ja Valentinstag.
47 Gruppen gestalten den Umzug am Fasentsamstag und machen Biberach zur Narrenhochburg in der Ortenau. Das Narrenvolk darf sich auf ein großes Fasentfest mit viel Remmi-Demmi freuen.
Biberacher Fasendgruppen zusammengefasst
Angeführt wird der Narrensprung vom gastgebenden Narrenrat und der befreundeten Hexenhorde Simonsmoos. Nach dem Blasorchester Biberach ziehen die Biber, die Reiherhexen und die Prinzbacher Bergwerksgeister durch die närrische Festmeile.
Dann folgen erstmals in einem großen Block die Biberacher Fußgruppen und Wagenbauer. „Biberach feiert bunt und frei. Valentinstag mit Herz, Humor und Narretei!“ heißt das diesjährige Motto. Mit großem Ideenreichtum werden die neun Biberacher Fasentgruppierungen dieses Thema zur Schau tragen. „Mit dieser Umzugsaufstellung wollen wir die örtlichen Gruppen noch besser in Szene setzen“, erklärt Oberzunftmeister Marco Schlieter. Einzig die „Lustigen Prinzbacher“ folgen erst am Ende des Umzugs, weil deren Wagen im Narrendorf stehen bleibt.
Zahlreiche Gastzünfte und Musikgruppen
Zahlreiche Gastzünfte haben sich zu dem Spektakel angemeldet, die Eckwaldhexen aus Unterharmersbach, die Bärenzunft Oberharmersbach und auch die Glashansel aus Nordrach. Gerne gesehen sind die Teilnehmer aus Fußbach, Gengenbach oder aus Mühlenbach. Mit dabei sind auch die Narrenzünfte aus Oberkirch, Ortenberg und Zunsweier.
Die »Eckwaldpuper« aus Unterharmersbach und die »Mändigsmusiker« aus Unterentersbach gehören zu den vielen Musikgruppen, die die Narren mit ihren fetzigen Melodien in Schwung bringen. Kurzum: Der närrische Lindwurm wird ein langes und unterhaltsames Spektakel.
Der große Umzug beginnt um 14 Uhr; hier kostet das Abzeichen nachmittags fünf Euro. Abends kostet der Eintritt in das Narrendorf acht Euro. Bewährt hat sich das von der Narrenzunft gemeinsam mit den Standbetreibern eingeführte einheitliche Pfandsystem, das den Narren das Feiern erleichtert.
Schon um 11.30 Uhr wird die närrische Fressgass eröffnet und lädt die Besucher aus Nah und Fern zu Deftigem und Süßem, Erfrischendem und Hochprozentigem und natürlich vor allem zum Feiern ein.
Ü50 Kaffeestube im Rietsche-Saal
Nachmittags eröffnet wieder die Ü50 Kaffeestube im Rietsche-Saal. Wer es etwas ruhiger haben möchte, kann hier Kaffee und Kuchen oder eine Narrenwurst genießen – mit Blick auf das bunte Treiben im Narrendorf. „Die Kaffeestube wird immer sehr gerne angekommen“, berichtet Oberzunftmeister Marco Schlieter.
Kinderumzug und Fasentverbrennung
Am Fasentzischdig, 17. Februar, ist für 2026 dann auch schon wieder alles vorbei: Nach dem Kinderumzug, der um 15 Uhr am Narrenbrunnen losgeht, und der anschließenden Suppenausgabe bei den Oberdörfler Suppenköchen dürfen die Narren ein letztes Mal feiern.
Mit der Fasentverbrennung durch die Reiherhexen um 19 Uhr gehen die tollen Tage dann langsam zu Ende. Bis dahin aber wünscht die Narrenzunft Biberach allen Gästen und Teilnehmern »ä glückselige Fasent!«




