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Biberach | 26.07.2019

Biberachs Nachbarschaftshaus am Alten Sportplatz belebt sich

Areal wandelt sich von innerörtlicher Brachfläche zum Leuchtturm-Projekt – Betrieb wird Schritt für Schritt aufgenommen

Foto:
Der Rahmen steht. Jetzt kann sich das Nachbarschaftshaus Schritt für Schritt mit Leben füllen. Von links nach rechts: Agnes Bihrer (Pflegedienstleitung), Sebastian Schön (stellv. Pflegedienstleitung), Shirin Strosack (Leitung Tagespflege), Ines Schrempp (Assistenz der Heimleitung), Bürgermeisterin Daniela Paletta, Marco Porta (Heimleiter), Eduard Volk (Investor). Foto: Susanne Vollrath
von Susanne Vollrath

Zwei Jahre nachdem der Gemeinderat grünes Licht für das Mehrgenerationen-Areal am alten Sportplatz gegeben hat, nimmt das Nachbarschaftshaus Stück für Stück den Betrieb auf. Ein Herzensprojekt belebt sich.

Foto: Susanne Vollrath
Die Sessel im Gemeinschaftsbereich der ambulant betreuten Wohngemeinschaft haben den Bequemlichkeitstest bestanden: Shirin Strosack, Agnes Bihrer und Daniela Paletta von links nach rechts) saßen schon mal Probe.

Alles unter einem Dach – das macht das Nachbarschaftshaus aus. Gleich rechts am Eingang findet man das Büro des Vereins »Hilfe von Haus zu Haus Biberach e. V.«. Die Helferinnen und Helfer bieten hauswirtschaftliche Hilfe an, Fahrten oder persönliche Begegnungen.

Die Tagespflege – nur wenige Meter weiter links angesiedelt – hat seit vier Wochen geöffnet. Betrieben wird sie vom Pflege- und Betreuungsheim Ortenau Klinikum in Fußbach. Fünf Tagesgäste kommen bereits regelmäßig. Bis zu 18 Personen können es sein. »Anfragen sind da. Das wird sich weiter entwickeln«, freut sich Pflegedienstleiterin Agnes Bihrer. Wo es erforderlich ist, werden die Senioren von zu Hause abgeholt. Dann gibt es Frühstück und der Vormittag vergeht mit Lesen oder Vorlesen, Beschäftigungsangeboten und Spaziergängen. Nach dem Mittagessen wird gebastelt und gesungen, Kaffee und Kuchen genossen. Damit jeder genau das bekommt, was er braucht, gibt es neben dem großen Gruppenraum einen separaten Bereich mit Ruhesesseln für den Mittagsschlaf und einen zweiten Raum, in dem gewerkelt werden kann. »Wir unterbreiten Angebote, keiner muss mitmachen«, ist Shirin Strosack, Leiterin der Tagespflege, besonders wichtig zu sagen. Offen steht die Tagespflege im Nachbarschaftshaus ausdrücklich allen Senioren – vom Pflegegrad 0 bis Pflegegrad 5. »Auch jemand, der Pflegegrad 0 hat, bekommt 125 Euro Entlastungsbeitrag«, weiß Agnes Bihrer. Das Geld kann zum Beispiel für die Tagespflege eingesetzt werden. Aber auch sonst gibt es Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die Pflegekassen und Pflegestützpunkte beraten in dieser Hinsicht gerne.

Neuland »ambulant betreute Wohn­gemeinschaft«

Einen Stock weiter oben warten die acht Zimmer der ambulant betreuten Wohngemeinschaft noch auf ihre Bewohner. Diese Form des Wohnens ist noch sehr neu. Man mietet ein Zimmer, richtet es selbst ein, nutzt Gemeinschaftsräume, geht gemeinsam einkaufen und behält dabei ein hohes Maß an Selbstbestimmung. Gleichzeitig ist man aber nicht alleine, wenn man es nicht möchte. »Gemeinschaft« ist einer der Schlüssel zu einem glücklichen Leben im Alter, weiß Heimleiter Marco Porta. Auch dieses Angebot steht Bewohnern von Pflegegrad 0 bis Pflegegrad 5 offen. Eine 24-Stunden-Präsenzkraft unterstützt die Bewohner im Alltag, wo es nötig ist. Die Betreuung der Wohngemeinschaft wird ebenfalls vom Pflege- und Betreuungsheim Ortenau Klinikum in Fußbach durch eine Präsenzkraft erbracht. Sollte ein Pflegedienst für Behandlungspflege von Nöten sein, ist der Mie-ter vollkommen frei in der Wahl des ambulanten Pflegedienstes.

Im obersten Stock des Nachbarschaftshauses liegen dann noch sieben rollstuhlgerechte Seniorenwohnungen, die ebenfalls noch auf ihre Bewohner warten.

Bürgermeisterin Daniela Paletta zeigt sich bei einem Vor-Ort-Termin glücklich, dass es gelungen ist, Akteure zusammenzubringen, die ihr geballtes Fachwissen in das Projekt einbringen und Hand in Hand arbeiten: die Experten für die Pflege und Seniorenfragen gleichermaßen wie die für den Bau und Lebensraumgestaltung. Das Projekt »Alter Sportplatz« hat Strahlkraft. Vertreter anderer Kommunen sind bereits nach Biberach gekommen, um sich über die Details zu informieren.

Wohnanlage

Die neun Eigentumswohnungen im größeren der beiden Mehrfamilienwohnhäusern, die ebenfalls auf dem Areal entstanden sind, sind altersgerecht gestaltet und mit einem Tunnel ans Nachbarschaftshaus angebunden, so dass die Infrastruktur und Gebäudetechnik – der Strom wird selbst erzeugt – gemeinsam genutzt werden kann. Der Bau des kleineren Mehrfamilienhaus soll demnächst beginnen. Es wird vier Wohn­einheiten beherbergen.

Generationen­übergreifend

Auf der anderen Seite des Nachbarschaftshauses wird die neue Kindertagesstätte entstehen. Der Bauantrag läuft, die Fachförderung liegt vor. Der Gemeinderat machte am Dienstag den Weg frei für die nächsten Projektschritte. Ist die Kita fertiggestellt, findet man am Alten Sportplatz ein einzigartiges Leuchtturmprojekt für den Ortenaukreis, bei dem Alt und Jung zusammenkommt.

Bürgermeisterin Daniela Paletta hatte sich sehr für die Umsetzung des Projekts »Nachbarschaftshaus« eingesetzt, vor allem auch, weil es Senioren ermöglicht in dem Ort zu bleiben, in dem sie ihr Leben verbracht haben, und alle Generationen zusammenbringt. Sie freut sich, dass Prinzbacher und Biberacher Senioren großes Interesse bei der Infoveranstaltung des Altenwerks gezeigt hatten. »Der demografische Wandel bringt immer mehr fitte, ältere Einwohner hervor,« sagt sie. Für diese Gruppe einen Platz zu schaffen, sei wichtig.

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Schlagworte:
Nachbarschaftshaus »Alter Sportplatz« - Biberach

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