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Offenburg | 7.02.2022

Lieber bepflanzen als schottern

Schottergärten schaden Mensch und Umwelt und sind verboten – BUND erklärt, wie man gute Alternativen schafft

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Über Geschmack lässt sich streiten, über Physik nicht. Steine heizen sich im Sommer auf und sind schlecht für Umwelt und Natur. Deshalb sind sie in Baden-Württemberg verboten. Wie es besser geht, das erklärt der BUND Ortenau. Foto: Symbolfoto: pixabay
von Schwarzwälder Post

Schottergärten sind fatal für Natur und Mensch. Die grauen Wüsten liefern Insekten keine Nahrung und keinen Lebensraum. Und im Sommer erhitzen sich die Steine so sehr, dass sie die Temperaturen in Wohn gegenden in die Höhe treiben. Darauf weist der Bund für Umwelt und Naturschutz Ortenau hin.

Ein Gesetz verbietet seit Sommer 2020, neue Schottergärten anzulegen. Die Landesbauordnung schreibt bereits seit 1995 vor, dass nicht bebaute Flächen von Hausgrundstücken Grünflächen, also bepflanzte Flächen, sein müssen. Schottergärten aus Vorjahren sollten Garten-Besitzer*innen zurückbauen.

Grün macht kühl

Die Begrünung der Städte ist eine wichtige Anpassungsstrategie an den Klimawandel. Viel Grün in der Stadt und bepflanzte Gärten kühlen die Umgebungstemperatur durch Verdunstungskälte. Naturnahe Gärten können außerdem Luftschadstoffe und Feinstaub aus der Luft aufnehmen und dadurch für eine bessere Lebensqualität sorgen. Auch die Starkregen und Überflutungen erfordern Anpassungen: Gesunde, humusreiche Böden speichern Wasser wie ein Schwamm und können damit den schnellen Abfluss des Regenwassers abfedern und Hochwasserspitzen verhindern. Schottergärten können dies nicht.

Steine sind tot

Für Tiere und Pflanzen sind die Schottergärten tote Steinwüsten. Hier gibt es keine Blüten, keine Pollen, kein Leben. Der Verlust von Lebensräumen für heimische Wildpflanzen und -tiere ist eine entscheidende Ursache des Artensterbens. Deshalb sollte nach Möglichkeit jeder verfügbare Quadratmeter im Siedlungsbereich für Stadtnatur erhalten bleiben. In Schottergärten finden Nützlinge wie Igel, Wildbienen und Vögel weder Nahrung noch Verstecke, weshalb sie dort auch nicht überleben können.

Schottergärten zu lebenswerten Natur oasen umwandeln

Um einen Schottergarten zu renaturieren, sollten Garten-Besitzer*innen als ersten Schritt Schotter samt Trenn vlies oder Kunststofffolie entfernen. Dann kann die Vertiefung mit Beeterde aus einem nahegelegenen Kompostwerk aufgefüllt und schließlich mit heimischen Stauden bepflanzt werden. Eine andere Möglichkeit ist, nur Vlies oder Folie zu entfernen, den Schotter aber zu belassen. Zwischen die Steine bringen Sie dann Substrat ein, sodass im Schotter wieder Pflanzen wachsen können. Dazu werden pro Quadratmeter etwa 50 Liter Grubensand und 20 Liter Grünschnittkompost benötigt. Die obersten zehn Zentimeter des Schotter-Sand-Kompost-Bodens gut mischen und fein-krümelig harken. Anschließend eine heimische Wildblumensamenmischung für magere, trockene Standorte ein säen. Schon bald ist der Pflegeaufwand gering und die Wildblumenwiese z. B. mit Acker-Witwenblume, Echtem Labkraut und Wiesen-Margerite erhält sich durch Selbstaussaat.

Pflegeleicht und mit Aroma

Wer wenig Zeit für Pflege aufwenden kann, pflanzt beispielsweise Lavendel, Rosmarin, Wiesen- oder Gewürz-Salbei, Thymian, Oregano als Pflänzchen. Garten-Besitzer*innen müssen sie nur einmal im Spätsommer zurückschneiden und kaum gießen.

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