Die Geschwister Carlotta und Matteo Schilli aus Biberach/Baden erreichen im 33. Naturtagebuch-Landeswettbewerb der BUNDjugend Baden-Württemberg einen ersten Platz im Gruppenwettbewerb.
Rund 800 Kinder haben am 33. Naturtagebuch-Landeswettbewerb der BUNDjugend Baden-Württemberg teilgenommen, 74 von ihnen erhielten einen ersten Preis. Bei der Preisverleihung im Lindenmuseum Stuttgart gratulierten Umweltstaatssekretär Andre Baumann und EWS-Vorstandsmitglied Sebastian Sladek den Kindern in ihren Grußworten. BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch überreichte den Erstplatzierten ihre Urkunden und Preise. Die Kinder, ihre Eltern und die Ehrengäste bewunderten die ausgezeichneten Tagebücher in einer Ausstellung und erlebten ein buntes Rahmenprogramm mit dem Jugendcircus Calibastra.
Kinder entwickeln Verantwortung für die Natur
In einem digitalen Grußwort würdigte Umweltstaatssekretär Andre Baumann das Engagement: „Eure Naturtagebücher zeigen eindrucksvoll, wie intensiv und mit welcher Begeisterung ihr im Laufe des Jahres Natur erlebt habt. In euren Naturtagebüchern wird deutlich, dass ihr euch auch mit ökologischen Zusammenhängen befasst und ein Verantwortungsgefühl für Tiere und Pflanzen entwickelt habt. Ihr habt gelernt, wie wertvoll und schützenswert die Natur ist.“
Die Stiftung Naturschutzfonds, die dem Umweltministerium zugeordnet ist, fördert das Projekt seit über 30 Jahren. Auch für den Wettbewerb in diesem Jahr stehen wieder Fördermittel zur Verfügung. Der Staatssekretär freut sich, dass so erneut Kinder motiviert werden, ein Naturtagebuch zu schreiben und Natur kennen und lieben zu lernen.
Geschwister engagieren sich für Amphibienschutz
Die Geschwister Carlotta und Matteo Schilli (12 und 9 Jahre) aus Biberach sind seit über drei Jahren im Amphibienschutz aktiv. Ihre Rettungsaktionen im Jahr 2025 hielten sie in einem ausführlichen Naturtagebuch fest und erreichten damit einen ersten Platz im Gruppenwettbewerb.
Sie schreiben: „Kröten […] sind außergewöhnliche Tiere. Sie bewegen sich im Energiesparmodus und haben voll schöne goldene Augen. Wenn wir sie nicht retten würden, würden sie und andere Tiere (Frösche, Molche, Feuersalamander) sterben.“ Gemeinsam mit erwachsenen Naturschützer*innen trugen sie zahlreiche Tiere auf ihrer Laichwanderung über Straßen. Die Jury stellt fest: „Es ist sehr bewundernswert zu sehen, wie die beiden für den Schutz der Tiere brennen. Durch die zahlreichen Bilder nehmen sie uns mit auf ihre Rettungsmission. Ein verdienter erster Platz.“
Wettbewerb wirkt über Jahre
Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg, sagt: „Der Naturtagebuch-Wettbewerb der BUNDjugend ist für uns nicht mehr wegzudenken. Ich bin der BUNDjugend dankbar, dass sie Jahr für Jahr Kinder dazu ermutigt, rauszugehen und die Natur vor ihrer Haustür zu erkunden. So wachsen seit über drei Jahrzehnten Menschen heran, die die Natur schätzen und später schützen.“
Referentin Martina Dippon betont: „Wir freuen uns über jedes einzelne Naturtagebuch. Jedes Jahr berührt es uns, wenn aus ‚einem Baum‘ über die Beobachtung hinweg ‚mein Baum‘ wird. Die Kinder identifizieren sich stark mit ihrem Forschungsobjekt und überlegen, wie sie selbst und andere die Natur besser schützen können. Das macht Hoffnung für die Zukunft – gerade in Zeiten, in denen wir an vielen Stellen einen Rückschritt im Umwelt- und Naturschutz erleben.“
Der Einsendeschluss für den Wettbewerb 2026 ist der 31. Oktober 2026.





