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Zell-Unterharmersbach | 17.01.2022

Zum Tod von Konrad Harter

Als hilfsbereiter und handwerklich sehr geschickter Forstarbeiter war er in Unterharmersbach sehr angesehen – Über 36 Jahre lang pflegte die Familie ihren Sohn

Foto:
Der ehemalige Forstarbeiter Konrad Harter ist im Alter von 83 Jahren nach einem arbeitserfüllten Leben verstorben. Foto: privat
von Hans-Peter Wagner

Mit großer Trauer und tiefem Mitgefühl wurde die Nachricht vom Tod des ehemaligen Forstarbeiters Konrad Harter aufgenommen. Er war am 8. Januar im Alter von 83 Jahren im Krankenhaus Wolfach nach einem arbeitserfüllten Leben verstorben.

Die jahrelange harte Arbeit hatte seine Kräfte aufgezehrt. Alle ärztlichen Künste konnten nicht mehr helfen. Man hatte ihn immer noch gesehen, wenn er an seinem Lieblingsplatz, dem Fenster zur Hauptstraße, das Leben im Dorf und auf der L 94 beobachtete. Als hilfsbereiter und handwerklich sehr geschickter Arbeiter war er sehr angesehen, und zu einem kleinen Schwätzle sagte er nie nein. Obwohl er durch die harte Arbeit im Wald gehbehindert war, half er noch mit, wo er konnte. Er war ein rechtschaffener, guter und fleißiger Mitbürger.

Geboren wurde er in Gengenbach-Reichenbach. 1950 baute sein Vater Arthur in Unterharmersbach in viel Eigenarbeit ein Haus, und Konrad half dabei fleißig mit. Wie sein Vater, der Forstwirt in den Unterharmersbacher Wäldern war, entschied er sich für den Beruf des Forst arbeiters. Nach bestandener Lehre bekam er eine Anstellung bei der Stadt Zell und war sehr geschätzt. In seinen Zuständigkeitsbereich fielen die Walderholungsanlagen, die er vorbildlich, sehr zur Freude der Feriengäste in Schuss hielt.

Sein wichtigster Helfer bei der Arbeit war der Unimog, mit dem er meisterhaft umging. Kein Baum oder Fels war ihm zu groß und schwer oder konnte ihn aufhalten. Er war ein sehr guter und vorsichtiger Fahrer. Als Mitglied der Unterharmersbacher Feuerwehr fuhr er im Brandfall auch hier den Unimog, mit dem er Unmögliches möglich machte. In den damals noch strengeren Wintern war er fast rund um die Uhr auf der Hauptstraße und in den Sei tentälern zum Räumen unterwegs. Nach Hause ging er erst, wenn alle Straßen geräumt waren.

Natürlich freute er sich, als er mit seiner Frau und den beiden Kindern Edeltraud und Thomas ins Haus der Schwiegereltern einziehen konnte. Doch 1983 zerriss ein schwerer Unfall das Glück der Familie. Der Sohn Thomas war mit Kameraden des Fußballvereins zu einem Polterabend in einem Seitental gefahren und verunglückt. Bei dem Unfall wurde Thomas schwer verletzt. Es begann eine Zeit des Hoffens und Bangens. Thomas lag zehn Wochen auf der Intensivstation, ein halbes Jahr in Rehakliniken. Doch die Ärzte konnten nicht mehr helfen, Teile der Nervenverbindungen und des Gehirns waren irreparabel geschädigt.

Ein Arzt überbrachte den Eltern die schlimme Botschaft: »Ihr Sohn ist ein Pflegefall«. Für 36 Jahre bis zu seinem Tod am 5. September 2020 wurde das Wichern-Haus in Offenburg seine Heimat. Über den gesamten Zeit raum wurde er täglich von seiner Familie besucht. Als er im Sterben lag, sagte sein Vater Konrad Harter: »Unser Wunsch ist in Erfüllung gegangen, dass er vor uns sterben konnte. Wir sind froh, dass wir uns von ihm verabschieden konnten«. Über 36 Jahre täglich über 50 Kilometer zum kranken Sohn zu fahren, eine größere Leistung können Angehörige gar nicht erbringen. Möge der Herrgott die ganze Familie fest in seine Arme nehmen und ihnen danken und vergelten, was sie an Gutem getan haben.

Die Urnenbeisetzung von Konrad Harter findet am Freitag, 21. Januar 2022, um 15 Uhr von der Zeller Stadtkirche aus statt. Bereits am Vortag findet um 19 Uhr in der Wallfahrtskirche das Totengebet statt.

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