Der Oberharmersbacher Gemeinderat hat am Montag ein Investitionspaket geschnürt.
Die Uhren im Rathaus-Sitzungssaal zeigten 19 Uhr, als der Gemeinderat am Montagabend zusammenkam, um eine übersichtliche Liste an Aufgaben abzuarbeiten. Es ging um Sicherheit auf dem Schulhof, die Mobilität im Bauhof und die Frage, ob man im Freibad künftig per Automat an Verpflegung kommt.
Endlich: Die Schultreppe wird angepackt
Wer die Treppe vom Schulhaus auf den Pausenhof nutzt, muss derzeit ein bisschen aufpassen, dass er nicht stolpert: Platten sind gerissen und haben sich verschoben, der Unterbau ist marode. Dass hier „unbestrittener Sanierungsbedarf“ herrscht, war am Montag keine Frage. Schon seit Jahren schiebt die Gemeinde das Projekt vor sich her – andere Prioritäten kamen immer wieder dazwischen. Jetzt wurde der Auftrag endlich vergeben. Kienzler Fliesen Natursteine GmbH macht die Treppe neu und setzt Blockstufen und Platten aus Granit sowie Abdeckplatten für rund 19.400 Euro brutto. Damit das Budget von 27.000 Euro nicht gesprengt wird, packt das Team vom Bauhof beim Rückbau selbst mit an. Das Geländer muss nämlich auch erneuert werden. Mit einer Höhe von 77 cm ist es schlicht zu niedrig für die aktuellen Vorschriften im öffentlichen Raum. Zudem soll Licht an der Treppe für mehr Sicherheit im Dunkeln sorgen. Die Verwaltung hat hier künftig freie Hand bei der Vergabe bekommen. Der Beschluss im Rat fiel einstimmig.
Diskussion um einen Neuen im Bauhof
Dass der alte Ford-Pritschenwagen des Bauhofs seine besten Zeiten hinter sich hat, kann man förmlich hören. Seit 2009 leistet er treue Dienste, wurde damals schon gebraucht gekauft und ist nun nach täglichem Einsatz schlichtweg „abgenutzt“.
Die Wahl für den Nachfolger fiel auf einen VW Transporter mit Doppelkabine, Dieselmotor und Automatikgetriebe. Das sorgte im Rat jedoch für Gesprächsstoff: „Ist der groß genug?“ wollte Gemeinderat Rombach wissen. Martin Lehmann hakte nach, ob es nicht besser ein Kipper sein sollte, doch die 3.500 Euro Aufpreis sind nach Auskunft von Bürgermeister Richard Weith schlicht nicht drin. Und warum kein E-Auto? Hier ist die Antwort so simpel wie nachvollziehbar: Es fehlt die nötige Lademöglichkeit am Bauhof – sie wurde bisher einfach noch nicht gebaut.
Am Ende gab es eine Enthaltung von Clarissa Lehmann. Ihr fehlte der direkte Vergleich zu einem Jahres- beziehungsweise Gebrauchtwagen, da der Preis für den Neuwagen deutlich über dem ursprünglichen Planansatz von 35.000 Euro liegt. Bürgermeister Richard Weith blieb pragmatisch: Ein Neuwagen sei die wirtschaftlichere Lösung. Das Geld müsse man eben durch Einsparungen an anderer Stelle oder Mehreinnahmen wieder hereinholen. Gemeinderat Kasper pflichtete bei: Der Markt für gute Gebrauchte sei derzeit ohnehin leergefegt.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





