Die Sieger eines Gewinnspiels erlebten zur Eröffnung des NorDi-Osterweges eine begeisternde Führung mit „Drachenmama“ Michaela Neuberger und vielen Überraschungen.
„Wir sind uns sicher, wir bescheren den Kindern und Ihnen einen tollen Nachmittag“, begrüßte Barbara Kamm-Essig als Leiterin des örtlichen Tourismusbüros die erwartungsvoll Eingetroffenen. Einen richtig tollen Nachmittag hatten sie dann auch tatsächlich am vergangenen Freitag: All jene, die als Sieger aus einem Gewinnspiel in Facebook und Presse hervorgegangen waren. Denn sie durften an einem ganz besonderen Event teilnehmen: Der Eröffnung des diesjährigen NorDi-Osterweges unter der Führung von „Drachenmama“ Michaela Neuberger – Touristinfo-Mitarbeiterin und begnadete Unterhalterin.
Eigentlich galt die Teilnahme für zehn Paare, jeweils bestehend aus einem „Gewinnerkind“ und einer erwachsenen Begleitperson. Krankheitsbedingt hatte ein Paar jedoch kurzfristig absagen müssen. Zum „Ausgleich“ hatten sich meist mehr als eine erwachsene Begleitperson eingefunden und natürlich auch Geschwisterkinder.
Die Drachenmama – aus Gründen der Einfachheit nennen wir sie fortan Micha – hat am Start auf dem Parkplatz hinter der Pfarrkirche St. Ulrich flugs eine Lösung parat: „Alle Gewinner bitte in die erste Reihe, alle anderen dahinter.“ Mit der Ergänzung: „Ich denke, dass mir der liebe Gott das Organ laut genug mitgegeben hat, dass mich trotzdem alle gut verstehen.“ Was bei der mehr als Geübten selbstredend der Fall ist.
„Wer war denn schon mal auf einem NorDi-Erlebnisweg?“, will sie wissen. Nicht wenige Finger schnellen in die Höhe. Für die anderen erklärt Micha, dass der stets monatelang in liebevoller Kleinarbeit vorbereitete Erlebnisweg jedes Jahr an Ostern und Weihnachten aufgebaut wird, mit stets einer neuen Geschichte. Und stets in Form einer spannenden Entdeckungsreise. Diesmal wollen der drachengrüne NorDi und seine kleine, drachenpinkfarbene Schwester Lilly wissen, wie das mit der Zeit und der Uhr ist, wie man eine Uhr liest. Wie ist das mit den unterschiedlich großen Zeigern, mit den Zahlen und den Punkten dazwischen? In der Eule Eulalia finden sie ein freundliches Helferlein, ebenso wie bei all ihren anderen tierischen Freunden.
Die Sache mit der Zeit
Was dabei passiert, wird an insgesamt 16 Stationen fortlaufend präsentiert. Die erste Station – eine Drachenhöhle – befindet sich auf dem Weg hinauf zur Schule und dem sich anschließenden Erwin-Junker-Park. Aufgeregt flitzen die Kinder zum Eingang. Rennen, schauen und staunen, das werden sie auf dem 2,5 Kilometer langen Weg noch sehr oft tun.
„Ich lese Euch an jeder Station den Text vor“, erklärt die „Drachenmama“ den Vier- bis Sechsjährigen, auch ein Zweijähriger und eine Neunjährige sind dabei. Dabei ahmt Micha die Stimmen der unterschiedlichen Protagonisten nach, von beispielsweise Schäfchen, Hamstern und Mäusen über Ziegen, Kühe und Hühner hin zu – natürlich – Osterhasen. Als sie mit schnappatmender Stimme einen ratlos-hastig eilenden Hoppelhasen auf der Suche nach dem Chef-Osterhasen gibt, bleibt kaum ein Auge trocken.
Bei allem Spaß und aller Spannung heißt es für die Kinder beim Zuhören aber auch aufzupassen, so gut es geht. Schließlich handelt es sich um einen Rätselweg. Und zu dem gehört ein nicht weniger liebevoll gestalteter Rätselflyer. Mit dem haben sich zuvor alle beim Starthäuschen unten auf dem Parkplatz eingedeckt. Einen Kugelschreiber hat jeder von zuhause mitgebracht, denn auf dem Flyer gibt es Fragen, zu denen die richtige – bildbasierte – Antwort anzukreuzen ist.
Hilfe inklusive
Die Antwort ergibt sich aus der jeweiligen Geschichte an der jeweiligen Station, fast alle Fragen haben mit Zeit und Uhr zu tun. Wer Hilfe braucht, für den gibt es ein Brett mit Hilfestellung, das er aus seiner Hülle ziehen kann, um zu „spickeln“. Auf diese Weise ist der Weg ab drei Jahre geeignet. Aber heute ist es Drachenmama Michaela, die den Kleinen hilft, mit zur Not einprägsamen Kulleraugen. Ist die Lösung gefunden, ruft sie „suuuper“ und hält die Hand auffordernd bereit, zu einem fröhlich-stolzen „Schlag ein!“
Wie unterschiedlich lang Zeiteinheiten erscheinen können, zeigt eine für viel Gelächter sorgende Übung. „Team Kinder“ tritt gegen „Team Erwachsene“ an. Eine Minute auf einem Bein stehen, bis die Sanduhr leergelaufen ist? Ohhh – wie lang sich eine Minute doch anfühlen kann!
Sieger und somit auch Verlierer gibt es hier nicht: „Gleichstand“, befindet Micha kurzerhand und führt die Gruppe weiter, unter einer Allee entlang, deren Bäume dicht an dicht mit bunten Ostereiern geschmückt sind. „Wir haben mittlerweile zum Glück viele Helfer und Sponsoren“, lacht sie anlässlich neugieriger Erwachsenenfragen, „sonst wäre das alles in der Form gar nicht möglich.“
Spannend, lustig, aufregend
Doch sie hört auch anderes von den Begleitpersonen. Ein begeistertes „Sie machen das sooo gut!“ zum Beispiel. Oder die Frage: „Wo kann man denn die nächste Führung buchen?“ Die Antwort lautet „Nirgendwo“, denn dieses Event ist ein einmaliges, als Preis für die Gewinnspielsieger.
Die marschieren nun bergab, zur historischen Maile-Gießler-Mühle und dem sich anschließenden, ebenfalls österlich geschmückten Heilkräutergarten. Hier geht´s auf eine ganz andere Art und Weise rund – mit unterschiedlichen Kugelbahnen. Um sie zu bespielen, erhält jedes Gewinnerkind als Geschenk eine Holzkugel mit NorDi-Emblem, ansonsten kann man sich für je zwei Euro Kugeln am Kugelautomat ziehen.
Und weil so viel Aufregung und körperliche Betätigung hungrig und durstig macht, gibt es Getränke und für die Kinder Kekse samt Keksdose. Apropos Aufregung: Die ist jetzt endgültig, denn auf dem Rückweg durchs Dorf kommt der leibhaftige NorDi der Gruppe entgegen! Die Kinder sind gebannt, die Erwachsenen zücken nun erst recht ihre Handys im Fotomodus. Drachengenau weiß NorDi, wie er den unterschiedlichen Temperamenten am besten begegnet, den zutraulichen wie den schüchternen, wie er alle Herzen zum Schmelzen bringt.
Abschluss-Überraschung
Auf diese Weise geht es zum großen NorDi-Spielplatz bei der Kirche und weiter zum endgültigen Highlight, der Schatztruhe an der Endstation. Mit der per Rätselflyer gefundenen Kombination lässt sich das Schloss öffnen, und jedes Gewinnerkind darf sich bedienen – nach dem Motto: „Teilen ist drachenstark!“.
Damit nicht genug: „NorDi`s Essbar“ wartete auf die hungrigen Mägen. Für die Gewinnerkinder war das leckere Essen umsonst, sie durften es sich sogar aussuchen. Zum Abschluss des rund dreistündigen Events schließlich noch eine weitere Überraschung: Jedes Gewinnerkind durfte sich einen kleinen NorDi oder eine Lilly aus Plüsch mit nach Hause nehmen. Und für alle war klar: Wir kommen wieder!
NorDis Osterweg ist bis zum 12. April eintrittsfrei geöffnet, täglich ab 10 Uhr. Weitere Infos siehe www.nordrach.de.
Foto: Inka Kleinke-Bialy
Foto: Inka Kleinke-Bialy
Foto: Inka Kleinke-Bialy
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