Gut „beschirmt“ feierten 21 Kapellen und Gruppen am Fasentmontag ihren Umzug, während die zahlreichen Zuschauer vorerst jeden schützenden Dachvorsprung suchten.
Zuschauer und Narren ließen sich die Stimmung keineswegs verwässern. Gut „beschirmt“ feierten 21 Kapellen und Gruppen am Fasentmontag ihren Umzug, während die zahlreichen Zuschauer vorerst jeden schützenden Dachvorsprung suchten und nutzten, um nichts von dem rund zwei Stunden dauernden närrischen Spektakel mit dem Motto „Fasendmändig ist jetzt klar, Schwarzwaldzauber in OH“ (Gabi Ernst) zu verpassen.
Wintergewitter schickte das Echo der Kanone von oben zurück
Bis kurz vor Umzugsbeginn blinzelte ab und an die Sonne hinter dunklen Wolken hervor, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber der Startschuss, den die Närrische Miliz aus Haslach mit ihrer Kanone gab, schien ein Schuss in den Ofen. Als hätte sie damit die Wolkendecke durchlöchert, schüttete es wie aus Kübeln, hin und wieder schickte ein Wintergewitter das Echo der Kanone von oben zurück. Aber als die ersten Wagen die Dreier- und Viererreihen der Zuschauermeile in der Ortsmitte erreicht hatten, erinnerten nur noch Pfützen an den halb verregneten närrischen Höhepunkt.
„Trotz allem eine rundum gelungene Fasent mit guter Unterhaltung für die zahlreichen Gäste. Und vor allem: keine besonderen Vorkommnisse“, zog der Zunftrat am späten Montagnachmittag mit einem herzlichen Dank an alle Beteiligten eine erste Bilanz.
Die Organisatoren, Zunftrat, Freiwillige Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei hatten in gewohnter Manier mit ihren Vorbereitungen dafür gesorgt, dass die Narretei, trotz aller Ausgelassenheit in geordneten Bahnen verlief.
Befreundete Gruppen setzten zusätzliche Farbtupfer
Befreundete Gruppen setzten zusätzliche Farbtupfer und ergänzten die Geräuschkulisse. Stark vertreten war die Narrenzunft aus Haslach i. K. mit ihren verschiedenen Masken, wobei die Ranzengardisten („Fäßlemänner“) ihren „Treibstoff“ praktischerweise stets frisch zapfen durften.
Mit von der Partie waren auch die Quellgeister aus Bad Peterstal, die „Blechmechoniger“ aus Mühlenbach und die „Mändigsmusik Unterentersbach“, die Sulzbacher Hexen aus Hausach, die Kreuzbühler Felsenhexen aus Steinach und die Badwaldhexen aus Zell a. H. Beinahe Stammgäste des Oberharmersbacher Umzugs sind die Prinzbacher Wagenbauer, die auch heuer mit einem riesigen Wagen die Liebe himmelhoch fliegen ließen.
Der Spielmanns- und Fanfarenzug und die Miliz- und Trachtenkapelle gaben – zumindest zeitweise – das Marschtempo vor. Vorne mit dabei waren der Zunftrat, Bären, Schindelmacher und Steinteufel.
Überdimensionierte Kuckucksuhr zog die Blicke auf sich
Der Fanclub präsentiert auf seinem Wagen das Schreckgespenst für jedes Oberharmersbacher Kind, den leibhaftigen „Nachtkrab“. Die Gruppe Malente nahm eine Anleihe bei der Legende vom „Mummelseegeist“. Die „Huebacher Wibli“ waren mehr oder weniger das Kontrastprogramm zu den Schwarzwaldmädels aus den Waldhäusern, deren Schwarzwaldhaus mit einer überdimensionierten Kuckucksuhr die Blicke auf sich zog.
Die Gattung der Spechte erweiterten die Schlauchis um die sicher nie aussterbende Art der Schluckspechte. „Bollen-Claudi“ (Claudia Zimmermann) nahm sich mit ihrem Kinderwagen der Bollen-Manie an.
Besucher aus China (Fasentpruppe Braun) ließ sich die vielen Freizeitangebote und Sehenswürdigkeiten von Oberharmersbach zeigen. Die Zuwälder holten einen Naturpark nach Oberharmesbach und zur Lösung des Wolf-Problems wiesen sie den Weg mit einem „Wolf-Limbo-Zaun“, an dem sich Wolf und Lamm verkünstelten, wer vor wem durch die unterschiedliche Drahthöhen geschützt werden soll.
Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung
Eine fesche Wandergruppe mit „Kind und Kegel“ aus dem Unterdorf zeigte Wanderwege rund um den Brandenkopf auf und trat auch gleichzeitig den Beweis an, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur schlechte Kleidung.
Der Fasentgruppe Kurt Lehmann blieb es vorbehalten, mit einem Stück riesiger Schwarzwälder Kirschtorte und süß verziertem Begleitpersonal dem Umzug am Schluss das Sahnehäubchen zu präsentieren.
Nach dem Umzug gab es zwischen den beiden Bahnübergängen kaum noch ein Fortkommen. Regenschauer trieb die Besucher in die Gaststätten und zu den Verkaufsständen. Die kurzen Regenpausen ermöglichten immer wieder einen trockenen Stellungswechsel.
Foto: Lehmann Archiv
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Foto: Lehmann-Archiv
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