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zum Bericht „Alexander Zwick übernimmt am 1. März das Kommando“ in unserer Ausgabe Nr. 25 vom 27. Februar 2026.
Mit großem Erstaunen habe ich die Formulierung gelesen, die Abteilungen seien „eigenständige Vereine“ und ihre Abteilungskommandanten hätten „keine Pflichtaufgaben in der kommunalen Feuerwehr“. Eine solche Aussage trifft viele aktive und ehemalige Kameraden ins Herz. Sie reduziert jahrzehntelanges freiwilliges Engagement auf eine juristische Randbemerkung und vermittelt, als seien die Abteilungen eher Ballast gewesen statt tragender Bestandteil der Einsatzfähigkeit.
In der letzten Gemeinderatssitzung hat Herr Rossi, der Ersteller des Feuerwehrbedarfsplans, ganz groß betont: Die Mannschaft ist das Wichtigste, und das Ehrenamt muss unbedingt wertgeschätzt werden. Genau diese Wertschätzung spiegelt der zitierte Satz von Herr Lehmann in keiner Weise wider. Tatsächlich ist im Artikel kein Wort darüber zu lesen, dass sich zwei Abteilungen faktisch vollständig aufgelöst haben, ein zentraler Hinweis darauf, wie es in Wirklichkeit um die Feuerwehr steht.
Wenn dann noch lt. Herr Wiucha von „harter Arbeit“ der letzten zwei Jahre die Rede ist, wirkt das auf viele, die den Prozess miterlebt haben, fast wie ein schlechter Witz.
Denn die Realität empfanden viele Kameraden nicht als Aufbauarbeit, sondern als ein systematisches „Herunterwirtschaften“ der Abteilungen. Als jemand, der 35 Jahre Feuerwehrdienst hinter sich hat, sage ich klar: Führung muss verbinden, nicht spalten. Worte tragen Verantwortung. Ich wünsche mir, dass Herr Lehmann tief darüber nachdenkt, was seine Formulierung ausgelöst hat, und welches Signal sie an all jene sendet, die jahrelang ihre Freizeit, ihre Kraft und manchmal ihre Gesundheit eingebracht haben. Für Alexander Zwick wünsche ich die Ausdauer, Kraft und den Mut, die Feuerwehr wieder zu dem zu machen, was sie sein sollte: eine geschlossene Mannschaft, die füreinander einsteht. Kameradschaftliche Grüße an meine ehemaligen Feuerwehrkollegen.
Stefan Kornmeier,
Zell-Unterharmersbach




