Friederike Schweizer ins Amt als Pfarrerin feierlich eingeführt

Friederike Schweizer aus Zell am Harmersbach suchte schon früh den Weg zu Kirche und zu Gott

Große Freude herrschte bei den Familien Schweizer und Wetzel im Unterharmersbacher Buchenfeld 17. Tochter Friederike wurde ganz offiziell als Pastorin der Kirchengemeinden Hemeln-Bursfelde und Niemetal-Bühren im südlichen Niedersachsen durch Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr ordiniert und eingeführt.

Bereits vor fünf Monaten hatte Friederike Schweizer die Stelle übernommen. Zuvor hatte sie das zweijährige Vikariat in der Gemeinde Sehnde absolviert. Doch wegen Corona und der damit verbundenen Einschränkungen konnte der feierliche Einführungsgottesdienst erst jetzt zusammen mit den vielen Kirchenmitgliedern stattfinden. Unter den Gästen waren auch die Eltern und Geschwister. Auch sie waren überglücklich, dass für Friederike ihr Lebenstraum in Erfüllung gegangen war.

Unter freiem Himmel, im Garten der St.-Michaelis-Kirche der Gesamtgemeinde Varlosen, unter strikter Einhaltung der strengen Corona-Regeln nahm die Regional­bischöfin Dr. Petra Bahr die Segnung und Sendung von Friederike Schweizer vor. In ihrer Ansprache betonte sie, dass die neue Pastorin alle Eigenschaften besitze, um eine ideale Pastorin zu sein: »Bodenhaftung, ja nicht abgehoben sein, schon gar nicht über den Dingen stehen und wenn möglich auch noch unermüdlich sein.«

Alle diese Eigenschaften besitze Friederike Schweitzer nach ihrer Einschätzung in hohem Maße. Bei der Segnung und Sendung als Mittelpunkt des Gottesdienstes wirkten die Schwester von Friederike Schweizer, Annika Kallfaß, und ihre Mentorin aus Sehnde Pastorin Damaris Frehrkind mit. Beide waren eine wichtige Begleitung durch das Studium und die Ausbildung zur Pfarrerin.

In ihrem Grußwort betonte die Kirchenvorstandsvorsitzende Roswitha Kamm, dass die neue Pastorin Friederike Schweizer in ihrer neuen Kirchengemeinde angekommen und mit vollem Herzen von allen aufgenommen und angenommen sei. Roswitha Kamm schloss ihre Ansprache mit ganz persönlichen Worten an die neue Pastorin: »Wir sind glücklich und dankbar, dass Dich Dein Weg zu uns ins Weserbergland geführt hat.« Lobende Worte fand auch ihre Mentorin Damaris Frehrkind: » Wir hätten sie gerne behalten, aber ihr habt sie bekommen«, schloss sie ihr Grußwort, in dem sie die Glückwünsche und den Dank aus der Vikariatsgemeinde Sehnde überbrachte. Friederike Schweizer konnte Tränen der Freude und der Rührung nicht unterdrücken: »Ich danke allen, die diesen Gottesdienst für mich zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht haben. Mögen alle eure guten Wünsche mich in meinem Amt und hier in meiner neuen Heimat begleiten.« Sie lud alle Anwesenden zu einem Umtrunk bei herrlichem Sonnenschein im St.Michaelis-Garten ein, um den schönen Tag mitzufeiern.

Zur Person

Friederike Schweizer ist in Zell am Harmersbach als Tochter eines katholischen Vater und einer evangelischen Mutter aufgewachsen. Schon früh suchte sie den Weg zu Kirche und zu Gott. Als Oberministrantin und Jugendleiterin übernahm sie in der Zeller katholischen Kirchengemeinde schon früh führende Aufgaben. Entscheidende richtungsweisende Impulse für ihren Lebensweg gaben ihr drei Reisen nach Assisi, wo der heilige Franziskus gelebt und gewirkt hat. Besonders die Begleitung durch die Gespräche mit dem Reiseleiter Bruder Jeremias halfen den Weg zu Gott und der Kirche zu finden.

Sie begann in Mainz das Studium der evangelischen Theologie und entschied sich schon nach dem ersten Semester, dass sie als evangelische Pfarrerin mit den Menschen auf die Suche nach Gott gehen möchte. In den hohen Norden kam sie durch ihren Mann Kevin Bebek, der in dem niedersächsischen Ort Lehrte zuhause war, wo er an einer Klinik leitend tätig ist. Friederike Schweizer lacht: »Dass er inzwischen meine Gottesdienste besucht, ehrt mich und ich sehe das als besonderen missionarischen Erfolg an.«

Friederike erzählt: »An Zell und die Menschen dort denke ich noch oft und manchmal spüre ich auch Sehnsucht nach diesem schönen Städtle. Aber Gott hat mir nun hier meinen Platz bestimmt. Wie sehr ich Zell liebe, habe ich gezeigt, dass ich in Zell am Tag der Einheit heiratete und meine Ehe im Foyer des Storchenturmes durch den Standesbeamten Hans-Peter Wagner besiegelt wurde. Ein Teil meines Herzens bleibt immer hier.«

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