Musikalisches Engagement und Zusammenhalt kennzeichnen die Stadtkapelle Zell. Bei der Generalversammlung zog der Verein eine positive Bilanz. Gleichzeitig wurde der Bedarf an Nachwuchs deutlich.
Foto: Gisela Albrecht
Foto: Gisela AlbrechtAm Donnerstagabend trafen sich die Mitglieder der Stadtkapelle zu ihrer jährlichen Generalversammlung im Rundofen. Auf der Tagesordnung standen Berichte der Abteilungen und eine Neubesetzung im Vorstand.
Bühnenkonzept in Eigenregie
Traditionell beginnt die Versammlung mit Musik, diesmal von einer Empore im Gebäude des Rundofens. Danach begrüßte Vorstand Fabian Pohlmann die Gäste. In seinem Rückblick machte Pohlmann deutlich: „Das vergangene Vereinsjahr war geprägt von musikalischem Engagement, starkem Zusammenhalt und vielen gelungenen Veranstaltungen.“
Ein besonderes Highlight war für ihn persönlich das zweitägige Sommerfest. Hier wurde handwerklich und organisatorisch Großartiges geleistet: Die Bühne, bestehend aus zwei Tiefladern und einem selbst gefertigten Bühnenboden, wurde komplett in Eigenleistung errichtet.
Bereichernde Zusammenarbeit
Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war das Cäcilienkonzert: Das abwechslungsreiche Programm, die sorgfältige Auswahl der Stücke sowie die stimmige Gestaltung haben das Publikum begeistert. Erst kürzlich hat das Doppelkonzert mit dem Joy & Fun Chorus in der Stadtpfarrkirche gezeigt, wie bereichernd die Zusammenarbeit mit anderen musikalischen Gruppen ist: „Aus unserer Sicht kann ein gemeinsames Konzert gerne wiederholt werden.“
Digitale Helfer
Darüber hinaus haben die Musiker den Verein bei mehreren städtischen und kirchlichen Anlässen würdig vertreten. Die Digitalisierung hat auch bei der Kapelle Einzug gehalten: Das Programm „Konzertmeister“ vereinfacht die Organisation der Termine. Mithilfe der WhatsApp-Community „Stadtkapelle Zell“ wurde auch die vereinsinterne Kommunikation verbessert.
Sportliches Jahr steht an
Für 2026 gibt es wieder einen gut gefüllten Kalender mit Konzerten, Bewirtungen und Kameradschaftsveranstaltungen. Das Jahreskonzert steht unter dem Motto „Sport“. Dirigent Stefan Polap nimmt hierzu Programmvorschläge entgegen. Abschließend dankte Pohlmann ausdrücklich dem Dirigenten Stefan Polap für sein Engagement. Außerdem dankte er der Jugendabteilung mit ihrem Vorstand Julius Erdrich. „Ebenso danke ich allen, die Material und Ausrüstung aus privaten Beständen für Veranstaltungen zur Verfügung stellen – inzwischen sind wir gut ausgestattet.“ Abschließend sprach er Dankesworte an alle Aktiven, Helfer und Förderer aus: „Ohne euch wäre ein aktives Vereinsleben nicht möglich.“
Dirigent zeigt sich zufrieden
„Ich darf heute auf ein sehr gelungenes, ereignisreiches musikalisches Jahr zurückblicken“, betonte Stefan Polap zu Beginn. Im Jahr 2025 konnten viele schöne und erfolgreiche Auftritte gestaltet werden. Als besonderes musikalisches Highlight bezeichnete er das Sommer-Open-Air unter dem Motto „Stadtkapelle goes Europe“. „Wir konnten einmal mehr zeigen, was in unserer Kapelle steckt“, freute sich Polap. Beim Cäcilienkonzert präsentierte die Kapelle facettenreiche und emotionale Blasmusik auf gutem Niveau. Als gelungenes Erlebnis bezeichnete er auch das Kirchenkonzert mit dem Joy & Fun Chorus im April.
Tuba und Schlagwerk sucht Verstärkung
Insgesamt könne man sagen: „Unser Klangkörper entwickelt sich gut. Wir haben uns musikalisch weiterentwickelt“, machte Polap deutlich. Bezogen auf die personelle Entwicklung bedauerte er, dass 2025 keine neuen Musiker dazugekommen sind. „Es ist entscheidend, dass wir junge Menschen für die Musik begeistern und frühzeitig an unseren Verein binden.“ Ein besonderer Bedarf besteht im Bereich Tuba und Schlagwerk – insbesondere im Hinblick auf Marschauftritte. Positiv bewertete der Dirigent, dass die Kapelle vermehrt Auftritte außerhalb der Stadtgrenzen wahrnimmt. Abschließend dankte Polap den Musikern für ihren Einsatz, der Vorstandschaft für die konstruktive Zusammenarbeit und seinem Vizedirigenten Robert Maier für die Unterstützung.
Höhepunkte des Jahres
Eva-Maria Hummel führte die Aktivitäten des Jahres 2025 chronologisch auf: „Es gab viel Musik und auch viele Arbeitseinsätze“, fasste sie zusammen. Der Verein übernahm die Bewirtung bei Fasendveranstaltungen, bei Kurkonzerten in Unterharmersbach, bei der Entersbacher Kilwi und bei den After-Work-Partys. Kirchliche Feste begleitete die Kapelle musikalisch am Weißen Sonntag, an Fronleichnam, beim Zeller Fest sowie am Volkstrauertag. Besonders in Erinnerung bleibt die 950-Jahr-Feier in Unterentersbach, bei der die Kapelle am Aufmarsch mitwirkte.
Die Bläserjugend bringt sich ebenfalls mit vielen Aktivitäten ein. Sie musiziert beim Fasendausrufen, bei den St.-Martins-Umzügen und beim Nikolausmarkt. Im Jahr 2025 führten die Jugendlichen ein Musical auf. Jugendleiter Julius Erdrich nannte zudem die erfolgreichen Teilnehmer an den Jungmusikerleistungsabzeichen sowie Termine zur Kameradschaftspflege.
Kassierer Nico Armbruster berichtete ausführlich über die wichtigsten finanziellen Vorgänge im Jahr 2025. Die Kassenprüfer Melanie Brosamer und Felix Schmieder bestätigten eine einwandfreie Kassenführung.
Bürgermeister lobt Musiker
Bürgermeister Günter Pfundstein dankte für die zahlreichen Auftritte: „Ich sehe eine richtig junge Truppe – viele junge Gesichter, das ist gut.“ Besonders lobte er das Mitwirken bei der 950-Jahr-Feier in Unterentersbach sowie das Cäcilienkonzert: „Die Stadtkapelle übertrifft sich selbst.“ Auch das Kirchenkonzert mit dem Joy & Fun Chorus hob er hervor: „Die Akustik hat da richtig etwas hergegeben.“ Abschließend übernahm er die Entlastung der Vorstandschaft.
Antritter wird Kassierer
Nico Armbruster beendete seine Tätigkeit als Kassierer aus persönlichen Gründen und schied auch als Beisitzer aus. Vorstand Fabian Pohlmann dankte ihm für seine verantwortungsvolle Arbeit. Als Nachfolger wurde Raphael Antritter zum Kassierer gewählt. Das Amt des Beisitzers bleibt vorerst vakant.
Fleißiger Probenbesuch
Zum Abschluss der Versammlung nannte Pohlmann die Musiker mit besonders hoher Probenbeteiligung. Wer über 90 Prozent erreichte, erhielt einen Pizzagutschein. Insgesamt lag der Durchschnitt bei 78 Prozent. Die Generalversammlung endete traditionell mit dem Badnerlied. Anschließend blieben die Mitglieder noch zu einem Umtrunk zusammen.





