Wie gelingt gute Jugendarbeit? Dieser Frage gingen die Jugendbeauftragte Lisa Dold und eine Vertreterin des Zeller Jugendgremiums bei einem Besuch im Jugendhaus Haslach nach.
Am 13. Mai 2026 besuchten die Jugendbeauftragte der Stadt Zell, Lisa Dold, sowie Sophie Lehmann, eine Vertreterin des neu gewählten Jugendgremiums, das Jugendhaus in Haslach im Kinzigtal. Ziel des Besuchs war es, Kontakte zu knüpfen, Fragen zur Jugendarbeit und Jugendbeteiligung zu stellen sowie Anregungen für die bevorstehende Renovierung und die inhaltliche Neuausrichtung des Zeller Jugendhauses zu sammeln. Empfangen wurden die Gäste von den Besucherinnen und Besuchern des Jugendhauses sowie den beiden hauptamtlichen Mitarbeitern Maximilian Pohl und Yannick Mahier.
Jugendliche übernehmen Verantwortung
Das Jugendhaus Haslach zählt zu den etabliertesten Einrichtungen seiner Art im Kinzigtal. Es besteht seit 1990 und gilt als gelungenes Beispiel offener Kinder- und Jugendarbeit. Besonders beeindruckt zeigten sich die Zeller Gäste von der gelebten Eigenverantwortung der Jugendlichen. Ein gewähltes J-Team organisiert eigenständig den Thekenbetrieb. Zu Beginn seiner Amtszeit erhält das Team ein Budget, mit dem Snacks und Getränke eingekauft und zu fairen Preisen angeboten werden. Überschüsse fließen in gemeinsame Veranstaltungen. Gewählt wird das J-Team von den Besucherinnen und Besuchern des Jugendhauses. Eine Schulung durch die Mitarbeitenden bereitet die Jugendlichen auf ihre Aufgaben vor – vom Einkauf über den Verkauf bis zur Abrechnung.
Offene Küche überzeugt
Ein weiteres Highlight war die offene Nutzung der Küche. Während der Öffnungszeiten können Jugendliche selbst kochen oder sich etwas aufwärmen. Voraussetzung ist lediglich, dass sie anschließend wieder aufräumen. Diese einfache Regel stärkt die Selbstständigkeit und trägt zu einer entspannten, gemeinschaftlichen Atmosphäre bei.
Auch der persönliche Austausch kam nicht zu kurz. Beim gemeinsamen Billardspielen und beim Probieren einer kreativen süßen Pizza mit Zimt im Teig und ungewöhnlichen Belägen wie Apfel-Schmand, Marmelade oder Banane mit Schokolade sammelten die Gäste weitere praktische Eindrücke. Besonders die Variante mit Apfel und Schmand kam gut an.
Ideen mit nach Hause genommen
„Ein Billardtisch muss einfach in unser Jugendhaus!“, sagte Nea Weschler vom Zeller Jugendgremium begeistert. Diese und weitere Ideen – etwa die Einrichtung einer eigenen Theke – nehmen die Jugendlichen aus Zell und Lisa Dold mit nach Hause. Der Austausch mit dem Jugendhaus Haslach soll auch künftig fortgesetzt werden.
Renovierung des Zeller Jugendhauses startet im Juli
Ab Juli 2026 beginnen die Renovierungsarbeiten am Zeller Jugendhaus. Geplant sind wöchentliche Mitmachaktionen, bei denen sich Jugendliche aktiv einbringen können – von der Wandgestaltung über den Bau einer Bar bis zur Aufbereitung des Bodens. Auch die Entwicklung eines eigenen Logos und eines Leitbildes steht auf dem Programm.
Interessierte Jugendliche können sich direkt bei Lisa Dold (E-Mail: lisa.dold@zell.de) oder Tel. 0170/6757703) melden. Weitere Informationen werden auf Instagram unter
@zeller_jugendcommunity, als Aushang am Jugendhaus sowie in der lokalen Presse veröffentlicht.





