Leistung der Umspannanlage in Zell a. H. verdoppelt. Mit dem Austausch zentraler Bauteile reagiert der Netzbetreiber auf den steigenden Strombedarf.
Die „E-Werk Netze“ haben die Leistung der Umspannanlage in Zell am Harmersbach erhöht. Dafür wurden zwei neue E-Spulen eingebaut, die deutlich leistungsstärker sind als die bisherigen Bauteile.
Die Arbeiten fanden im laufenden Betrieb statt. Dafür musste einer der beiden Transformatoren vorübergehend abgeschaltet werden. Mit einem Schwerlastkran setzten die Monteure die jeweils rund acht Tonnen schweren Spulen auf ein neues Fundament und schlossen sie vor Ort an. Die alte, leistungsschwächere Spule wurde entfernt und entsorgt.
E-Spulen sind wichtige Bauteile im Stromnetz. Sie kommen vor allem im Mittel- und Hochspannungsnetz zum Einsatz und sorgen dafür, dass Fehlerströme – etwa bei Isolationsschäden – begrenzt werden. So bleibt das Netz stabil und Ausfälle können vermieden werden. „Mit den leistungsstärkeren E-Spulen erhöhen wir die Versorgungssicherheit“, erklärt Projektleiter Marc Rollin. „Im Fall einer Störung reduzieren sie den Fehlerstrom im Netz und helfen, die Stromversorgung aufrechtzuerhalten.“
Mit dem Ausbau reagiert der Netzbetreiber auch auf steigende Anforderungen. Der Strombedarf wächst, unter anderem durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die zunehmende Zahl von Elektrofahrzeugen. Deshalb wird das Netz kontinuierlich überprüft und angepasst. „Wir investieren gezielt in die Erweiterung unserer Kapazitäten, um die Versorgung langfristig zu sichern“, sagt Matthias Heck, technischer Geschäftsführer von E-Werk Netze. „Gleichzeitig leisten wir damit einen Beitrag zur Energiewende und unterstützen das Ziel, Baden-Württemberg bis 2040 klimaneutral zu machen.“




